Der Ausdruck Zisterne (v. lat.: cista Behälter) bezeichnet einen Sammelbehälter für Trinkwasser oder Nutzwasser.
In südlichen, wasserarmen Ländern sind teilweise kleinere Zisternen auf Dächern üblich, die das Regenwasser auffangen. In Mitteleuropa, bzw. Deutschland werden Zisternen jedoch meist unterirdisch angelegt.
Kleinere Behälter (2-10 m³) sind als fertige Behälter aus Kunststoff oder als Betonfertigteil erhältlich. Sie dienen fast ausschließlich der Nutzung von Regenwasser.
Oft werden auch offengelassene und gereinigte Klärgruben oder gereinigte Öltanks als Zisterne zur Gartenbewässerung verwendet, wenn das Haus an die Ortskanalisation angeschlossen wurde und die Klärgrube nicht mehr für das Abwasser benötigt wird.
Ein Beispiel ist die Riegersburg in der Steiermark, wo eine Zisterne ins Lavagestein geschlagen wurde. Das Regenwasser wurde durch Sandfilter in der Zisterne gesammelt. Durch die Sandfilter wurde das Regenwasser gereinigt und mit Mineralien angereichert.
Das arabische Wort „_ibb“ für Zisterne wurde in der Form "aljibe" ins Spanische übernommen. Seine Grundbedeutung hat es dort bis heute bewahrt; trotz der Konkurrenz des lat. "cisterna" ist das Wort so vital, dass es auch auf moderne Begriffe wie "camión aljibe" = „Zisternenwagen“ übertragen worden ist. In den Zeiten der Reconquista und auch noch danach, als man sich mit den Mauren kriegerisch auseinandersetzte, hatte das Wort eine weitere Bedeutung, nämlich „Verlies“, „Gefängnis“. Dies rührt daher, dass man die christlichen Gefangenen zu Tausenden in unterirdische Zisternengewölbe gesperrt hat, wie man sie heute noch eindrucksvoll im marokkanischen Meknès besichtigen kann. Mit dem Verschwinden der Feindseligkeiten verschwand auch diese Wortbedeutung.
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