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Eine Zirkumskriptionsbulle (lat. circumscriptio "Umschreibung"; s. Päpstliche Bulle) ist eine päpstliche Urkunde, durch die die Grenzen von Bistümern neu festgelegt werden.

Die für Deutschland wichtigsten Zirkumskriptionsbullen bestimmten nach dem Ende der geistlichen Fürstentümer 1803 und der politischen Neuordnung Deutschlands durch den Wiener Kongress 1815 die neuen Bistumsgrenzen innerhalb Deutschlands in enger Anlehnung an die neuen Staatsgrenzen:

  • 1818 für Bayern (im Rahmen eines Konkordats)
  • 1821 für Preußen und für Südwestdeutschland
  • 1824 für das Königreich Hannover

Diese Neuordnung bildete den äußeren Rahmen für die Neukonsolidierung des Katholizismus in Deutschland nach dem Zusammenbruch des alten Reichskirchensystems.

Die Bistumsumschreibungen von 1818-24 sind bis heute mit geringen Änderungen gültig und spiegeln noch immer die politische Landkarte des frühen 19. Jahrhunderts.

Kirchengeschichte | Kirchenrecht

 

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