Swap10Y.png | TermStructre-Swap.png Ein Zinsswap ist ein Tausch von festen und variablen Zinsverpflichtungen auf zwei nominellen Kapitalbeträgen für einen festgelegten Zeitraum. Durch einen Zinsswap werden offene Positionen mit Zinsänderungsrisiken beseitigt oder geschaffen.
Der Swapsatz ist die fixe Zahlung eines der beiden Kontrahenten. Sie entspricht dem Kupon der Fixanleihe, die zu pari notiert.
Es gibt auch Optionen auf Swaps. Diese werden als Swaptions bezeichnet.
Man unterscheidet zwischen Payer-Swaps und Receiver-Swaps:
Jeder Swap ist daher ein Payer- und ein Receiver-Swap. Es kommt also lediglich darauf an, von welcher Vertragspartei aus man ihn betrachtet.
Die fixe Zinszahlung, d.h. der Swapsatz, die Frequenz der Zahlung, die Zeitkonventionen und die Bindung der variablen Zinszahlungen werden im voraus festgelegt. Nur die erste bzw. nächste variable Zahlung ist heute bekannt. Marktüblich sind halbjährlich variable und jährlich fixe Zahlungen.
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Neben den Standard-Swaps "fix" gegen "variabel" gibt es auch Swaps, die variable Zinssätze austauschen. Dies kann z. B. ein Tausch von dem 3-Monats-Zinssatz gegen den 6-Monatszinssatz sein. Bei einem Abschluss eines solchen Swaps spekuliert man auf die Steigung der Zinskurve. Darüberhinaus existieren Constant Maturity Swaps, bei denen ein variabler Zinssatz gegen einen regelmäßig angepassten längerfristigen Zins (z. B. 10-Jahreszins) getauscht wird.
Da Swaps nicht an der Börse gehandelt werden, werden sie OTC-Derivate genannt, das heißt Over-the-counter. Im Prinzip sind hierbei beliebige Absprachen möglich, allerdings wird sich jeder Händler an Standards halten, die die Vertragsausgestaltung betreffen.
Eine andere häufig anzutreffende Swaps-Ausgestaltung ist ein sog. EONIA-Swap. Hierbei wird der Tagesgeldsatz gegen einen variablen oder festen Zinssatz getauscht. Eine Auszahlung der Aufgelaufenen Zinsen erfolgt auf der Tagesgeldseite nicht täglich, sondern meist einmal pro Jahr in Form eines gemittelten Zinssatzes. Die Berechnung des gemittelten Zinssatzes simuliert die tägliche Anlage zu dem aktuellen Zinssatz. Der Tagesgeldsatz kann für einen, oder am Wochenende für 3 Tage gelten, an Feiertagen auch schon einmal länger. Sind (i=1,...,n) die beobachteten Tagesgeldsätze und die Anzahl der Tage, für die diese Sätze gelten, dann errechnet man den gemittelten Zinssatz r aus der Eigenschaft, dass eine Geldanlage zu diesem Zinssatz den gleichen Zinsertrag liefert wie die Anlage jeweils zu den Tagesgeldsätzen:
Aus den Swapsätzen lassen sich sowohl die Zinsstruktur als auch fair gepreiste Nullkuponanleihen herleiten.
Wert des Swaps bei Neuabschluss: 0
Wert des Swaps in t>0:
Ein Zinsswap kann durch ein Portfolio aus einer Bei der Duplikation werden die Cash Flows so ergänzt, dass die Zahlungsreihen einer
in jeweils gegensäzlichen Positionen dupliziert werden.
Der Cash Flow einer rollierenden Geldmarktanlage in Höhe von 100 ist identisch mit dem Cash Flow der Floating Rate Note.
Nach der No-Arbitrage Theorie müssen beide Instrumente den gleichen Preis haben. Damit die Einzahlung der Forward Rate Note neutralisiert wird, muss der Kurs der Kuponanleihe 100 sein. Der sich einstellende Swapsatz ist somit der Kupon bzw. die yield to maturity einer zu pari notierenden Anleihe.
Der faire Swapsatz für einen Zinsswap wird bezüglich einer Anleihe mit fixem Kupon berechnet, die zu Pari notiert. Bei einer zu pari notierenden Anleihe sind aber der Kuponsatz und der yield genau gleich.
Ausgehend von <=> <=> .
Bei zweijähriger Laufzeit:
Es ist keine isolierte Durationsberechnung möglich. Dies liegt daran, dass im Anfangszeitpunkt der Barwert aller zukünftigen Zahlungen Null ist.
Für den Zinsswap ist nur die Berechnung der Euro-Duration möglich. Die Euro-Duration lässt sich pber die Duration des Duplikationsportfolios berechnen.
Der Zinsswap hat kein PV. Der Marktwert des fairen Swap ist 0.
Ein Forward-Swap ist ein Zinsswap dessen erste Zinsperiode nach einer Vorlaufszeit beginnt. Beim Vergleich des 2jährigen Swapsatzes mit dem Forward Swapsatz 1 gegen 3 (ein Jahr Vorlaufszeit und eine Referenzperiode von zwei Jahren bei einer Laufzeit von drei Jahren) , ist der Forward Swapsatz höher.
Der Swapsatz ist die gewichtete Summe der Forward Rates oder anders ausgedrückt die Duplikation des Forward Swap.
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