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Mit Hilfe von Zinsstrukturmodellen möchte man die empirisch beobachtbaren Zusammenhänge zwischen Zinssätzen unterschiedlicher Laufzeiten durch möglichst wenige Zinsstrukturfaktoren erklären, welche idealerweise voneinander unabhängig sind. Diese Modelle dienen der Bewertung von festverzinslichen Anleihen und von Derivaten, deren Wert von bestimmten Zinssätzen abhängt (Zinsderivaten). Da Zinssätze von einander abhängen bzw. einander beeinflussen, ist die Modellierung einzelner Zinssätze unabhängig voneinander nicht sinnvoll. Aus diesem Grund wird die gesamte Zinsstruktur in einem Modell simuliert.

Letztlich geht es Zinsstrukturmodellen also nur um eine Erklärung der beobachteten unterschiedlichen Verläufe der Zinsstruktur bzw. Zinsstrukturkurve. Diese Zielsetzung unterscheidet Zinsstrukturmodelle von großen Theorien der Zinsen, welche die Höhe des Zinses durch außenstehende, meistens volkswirtschaftliche Einflußfaktoren erklären möchten.

Zinsstrukturmodelle gehören zur anspruchsvollsten Gattung unter den Finanzmarktmodellen. Dies vor allem, wenn die "erklärenden" Zinsstrukturfaktoren durch den Einsatz stochastischer Prozesse beschrieben werden.

Beispiele


Beispiele für gebräuchliche Zinsmodelle sind:

Literatur


  • Nicole Branger, Christian Schlag: ''Zinsderivate. Modelle und Bewertung. Springer, Berlin 2004. 199 Seiten. ISBN 3540212280.
  • Damiano Brigo, Fabio Mercurio: Interest Rate Models - Theory and Practice. Springer, Berlin, 2001. ISBN 3540417729.
  • Christian P. Fries: Finanzmathematik: Theorie, Modellierung, Implementierung. Frankfurt am Main 2006. 400 Seiten, PDF Datei, Creative Commons Lizenz
  • Riccardo Rebonato: Modern Pricing of Interest-Rate Derivatives: The Libor Market Model and Beyond. Princeton University Press, 2002. ISBN 0691089736.

Finanzmathematik | Zinsgeschäft

 

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