| Eigenschaften | - |
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| Indium - Zinn - Antimon | - | Ge Sn Pb | |
- | Isotop | NH | t1/2 | ZM | ZE MeV | ZP | - | 110Sn | {syn.} | 4,11 h | ε | 0,638 | 110In | - | 111Sn | {syn.} | 35,3 min | ε | 2,445 | 111In | - | 112Sn | 0,97 % | Sn ist stabil mit 62 Neutronen | - | 113Sn | {syn.} | 115,09 d | ε | 1,036 | 113In | - | 114Sn | 0,65 % | Sn ist stabil mit 64 Neutronen | - | 115Sn | 0,34 % | Sn ist stabil mit 65 Neutronen | - | 116Sn | 14,54 % | Sn ist stabil mit 66 Neutronen | - | 117Sn | 7,68 % | Sn ist stabil mit 67 Neutronen | - | 118Sn | 24,23 % | Sn ist stabil mit 68 Neutronen | - | 119Sn | 8,59 % | Sn ist stabil mit 69 Neutronen | - | 120Sn | 32,59 % | Sn ist stabil mit 70 Neutronen | - | 121Sn | {syn.} | 27,6 h | β- | 0,388 | 121Sb | - | 121mSn | {syn.} | 55 a | IT β- | 0,006 0,394 | 121Sn 121Sb | - | 122Sn | 4,63 % | Sn ist stabil mit 72 Neutronen | - | 123Sn | {syn.} | 129,2 d | β- | 1,404 | 123Sb | - | 124Sn | 5,79 % | Sn ist stabil mit 74 Neutronen | - | 125Sn | {syn.} | 9,64 d | β- | 2,364 | 125Sb | - | 126Sn | {syn.} | ~100000 a | β- | 0,380 | 126Sb |
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Zinn (altgermanische Bezeichnung: z. B. althochdeutsch zin „Stab, Zinn“) ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Sn (lat. stannum „Zinn“) und der Ordnungszahl 50. Es ist ein silberweiß glänzendes und sehr weiches Schwermetall, das sich mit dem Fingernagel ritzen lässt. Auffällig ist sein niedriger Schmelzpunkt und die relativ hohe Siedetemperatur.
In der Erdkruste ist es mit einem Anteil von etwa 0,0035 Massenprozenten vertreten.
Nach aktuellen Schätzungen reichen die vorhandenen Lagerstätten noch etwa 35 Jahre. Zinn kommt zu über 80% als Ansammlung in Schwemmlandablagerungen (Sekundärlagerstätten) an Flüssen sowie auf dem Meeresgrund vor. Hierbei ist eine Region beginnend in Zentralchina über Thailand bis nach Indonesien bevorzugt. Das Material in den Schwemmlandlagerstätten hat nur einen Metallanteil von etwa 5 %. Erst nach verschiedenen Schritten zur Konzentrierung auf etwa 75 % wird ein Schmelzprozess eingesetzt.
Die bedeutendste Fördernationen für Zinn ist China, gefolgt von Peru und Bolivien. In Europa sind Portugal und Spanien als größte Zinnproduzenten zu nennen.
| Rang | Land | Fördermengen (in t) | Rang | Land | Fördermengen (in t) |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | China | 55600 | 11 | Thailand | 980 |
| 2 | Peru | 40202 | 12 | Kongo, Dem. Rep. | 900 |
| 3 | Bolivien | 16754 | 13 | Ruanda | 427 |
| 4 | Brasilien | 13800 | 14 | Laos | 360 |
| 5 | Indonesien | 10656 | 15 | Portugal | 218 |
| 6 | Russische Föd. | 7200 | 16 | Myanmar | 190 |
| 7 | Vietnam | 4600 | 17 | Indien | 54 |
| 8 | Malaysia | 3359 | 18 | Mexiko | 21 |
| 9 | Australien | 1465 | 19 | Niger | 17 |
| 10 | Nigeria | 1300 | 20 | Spanien | 4 |
Siehe auch.
Zinn kann drei Modifikationen mit verschiedener Kristallstruktur und Dichte annehmen. α-Zinn (kubisches Gitter, 5,75 g/cm3) ist unterhalb von 13,2 °C stabil, β-Zinn (tetragonales Gitter, 7,31 g/cm3) bis 162 °C und γ-Zinn (rhombisches Gitter, 6,54 g/cm3) oberhalb von 162 °C oder unter hohem Druck. Natürliches Zinn besteht aus zehn verschiedenen stabilen Isotopen; das ist die größte Anzahl aller Elemente. Außerdem sind noch 28 radioaktive Isotope bekannt.
Die Rekristallisation von β-Zinn zu α-Zinn bei niedrigen Temperaturen äußert sich als die so genannte Zinnpest.
Beim Verbiegen des relativ weichen Zinns, beispielsweise von Zinnstangen, tritt ein charakteristisches Geräusch, das Zinngeschrei (auch Zinnschrei), auf. Es entsteht durch die Reibung der β-Kristallite aneinander. Das β-Zinn hat einen abgeflachten Tetraeder als Raumzellenstruktur, aus dem sich zusätzlich zwei Verbindungen ausbilden.
Durch die Oxidschicht, mit der Zinn sich überzieht, ist es sehr beständig. Von konzentrierten Säuren und Basen wird es jedoch unter Entwicklung von Wasserstoffgas zersetzt.
Als Legierungsbestandteil wird Zinn vielfältig verwendet, mit Kupfer zu Bronze oder anderen Werkstoffen legiert. Nordisches Gold, die Legierung der goldfarbigen Euromünzen, beinhaltet unter anderem 1 % Zinn.
Als Bestandteil von Metall-Legierungen mit niedrigem Schmelzpunkt ist es unersetzbar. Weichlot (so genanntes Lötzinn) zur Verbindung elektronischer Bauteile (beispielsweise auf Leiterplatten) wird mit Blei (eine typische Mischung ist etwa 63 % Sn und 37 % Pb) und anderen Metallen in geringerem Anteil legiert. Die Mischung schmilzt bei etwa 183 °C. In der Floatglasherstellung schwimmt die zähflüssige Glasmasse bis zur Erstarrung auf einer spiegelglatten flüssigen Zinnschmelze. In der modernen Industrie werden Zinnverbindungen dem PVC Kunststoff als Stabilisatoren beigemischt. Hochreine Zinn-Einkristalle eignen sich auch zur Herstellung von elektronischen Bauteilen.
In Form einer transparenten Zinnoxid-Indiumoxid-Verbindung ist es elektrischer Leiter in Anzeigegeräten wie LC-Displays. Das reine, weiße, nicht sehr harte Zinndioxid besitzt eine hohe Lichtbrechung und wird im optischen Bereich und als mildes Poliermittel eingesetzt. In der Dentaltechnik wird Zinn auch als Bestandteil von Amalgamen zur Zahnfüllung eingesetzt. Die sehr toxischen organischen Zinnverbindungen finden als Fungizide oder Desinfektionsmittel Verwendung.
Der Jahresweltverbrauch an Zinn liegt bei etwa 300.000 t. Davon werden etwa 35 % für Lote, etwa 30 % für Weißblech und etwa 30 % für Chemikalien und Pigmente eingesetzt. Durch die Umstellung der Zinn-Blei-Lote auf bleifreie Lote mit Zinnanteilen > 95 % wird der jährliche Bedarf um etwa 10 % wachsen. Die Preise steigen durch die hohe Nachfrage kontinuierlich. Im Jahre 2003 wurden an der LME (London Metal Exchanges) etwa 5000 US-Dollar pro Tonne bezahlt. 2004 lagen die Preise zwischenzeitlich bei etwa 8000 bis 10.000 US-Dollar pro Tonne. Die zehn größten Zinnverbraucher (2003) weltweit sind nach China auf Platz 1 die Länder USA, Japan, Deutschland, übriges Europa, Korea, übriges Asien, Taiwan, Großbritannien und Frankreich.
Zinn wird anstelle von Blei auch zum Bleigießen verwendet.
Stannum metallicum („metallisches Zinn“) findet auch bei der Herstellung von homöopathischen Arzneimitteln Verwendung.
Unter der Bezeichnung Argentin wurde Zinnpulver früher zur Herstellung von unechtem Silberpapier und unechter Silberfolie verwendet.
Chemisches Element | Gruppe-14-Element | Periode-5-Element | Schwermetall
قصدير | Estañu | Калай | Estany (element) | Cín | Tun | Tin | Κασσίτερος | Tin | Stano | Estaño | Tina | Tina | Étain | בדיל | Kositar | Ón | Timah | Stano | Tin | Stagno | スズ | 주석 (원소) | Pîl (metal) | Sten | Stannum | Alavas | Alva | Tinn | Tin (element) | Grunnstoffet tinn | Tinn (grunnstoff) | Estanh | Cyna | Estanho | Олово | Tin | Kositer | Калај | Tenn | ดีบุก | Kalay | قەلەي | Олово | 锡 | 錫