| Strukturformel | |
|---|---|
| Allgemeines | |
| Name | Zink(II)-chlorid |
| Andere Namen | Zinkchlorür, Chlorzink, Salzsaures Zink |
| Summenformel | ZnCl2 |
| CAS-Nummer | 7646-85-7 |
| Kurzbeschreibung | weißes, körniges Pulver |
| Eigenschaften | |
| Molmasse | 136.29 g/mol |
| Aggregatzustand | fest |
| Dichte | 2,91 g/cm³ |
| Schmelzpunkt | 318 °C |
| Siedepunkt | 732 °C |
| Dampfdruck | 0,13 hPa (361 °C) |
| Löslichkeit | sehr leicht löslich in Wasser: 4300 g/l; gut löslich in Alkohol |
| Sicherheitshinweise | |
| R- und S-Sätze | R: 22-34-50/53 |
| MAK | - |
| LD50 | Meerschweinchen, oral: 200 mg/kg Maus, oral: 329 mg/kg Ratte, oral: 350 mg/kg |
Zinkchlorid (ZnCl2) ist ein weißes, körniges Pulver, das beim Erhitzen von Zink in Chlor oder von schwefelsaurem Zinkoxid mit Calciumchlorid, auch beim Lösen von Zink, Zinkoxid oder Zinkblende in Salzsäure entsteht.
Bei stärkerem Verdampfen entweicht Salzsäure, und das Präparat gibt dann infolge der Bildung von basischem Zink eine trübe Lösung. Verdampft man zur Trockne, so erhält man bei stärkerem Erhitzen ein Sublimat von wasserfreiem Zinkchlorid.
Im großen Maßstab erhält man Zinkchlorid durch Lösen zinkischer Ofenbrüche (Zinkoxid) in Salzsäure, durch Behandeln von Zinkblende mit Salzsäure, wobei das entweichende Schwefelwasserstoffgas (H2S) für die Schwefelsäurefabrikation verwertet wird, ferner durch Auslaugen gerösteten blendehaltigen Schwefelkieses.
Zinkchlorid schmeckt brennend, wirkt höchst ätzend, löst Pflanzenfasern, entzieht vielen organischen Stoffen - in der Weise wie konzentrierte Schwefelsäure - Wasser, verkohlt beispielsweise Holz, führt zur Umwandlung von Alkohol in Äther, Papier in Pergamentpapier etc.
Eine Lösung von sirupartigem Zinkchlorid, mit Zinkoxid angerührt, erstarrt und gibt eine aus basischem Zinkchlorid bestehende weiße, sehr harte Masse, die als Zahn- und Metallkitt benutzt werden kann, besonders wenn man etwas Glaspulver zusetzt. Auch Anstriche, in denen sich Zinkoxidchlorid bildet, sind empfohlen worden. Zinc_chloride.jpg Man mischt beispielsweise 4l säurefreie Zinkchloridlösung von 58° B. mit 10l einer Lösung, welche 2 Prozent kohlensaures Natron enthält, und setzt Zinkoxid bis zur gehörigen Konsistenz hinzu. Diese geruchlose und billige Mischung muss sofort verbraucht werden. Der Anstrich ist dauerhaft, verträgt aber keine färbenden Zusätze. Eine Lösung von Zinkchlorid vom spezifischen Gewicht 1,7, mit überschüssigem Zinkoxid gekocht, löst Seide.
Aus gemischten, sehr konzentrierten Lösungen von Zinkchlorid und Salmiak oder aus einer Lösung von Zinkoxid oder Zinkhydroxid in Salmiak kristallisiert Ammoniumzinkchlorid (NH4)2*. Eine Lösung von Zink in konzentrierter Salzsäure, welche ebensoviel Salmiak wie Zink enthält (Lötwasser), dient zum Löten und Verzinnen von Kupfer, Eisen etc.
Man kann alternativ aber auch eine mit etwas Salzsäure angesäuerte etwa 30%ige Lösung von Zinkchlorid in Wasser unter Zusatz von wenig Ammoniumchlorid als Lötwasser verwenden. Es wird in der Technik als Benetzungs- und Oberflächenaktivierungsmittel zur Verzinnung bei etwa 300 Grad Celsius eingesetzt. Das Zinkchlorid ist in der Lage, besonders in der Hitze die auf den Oberflächen z.B. von Stahl sich befindenden Oxide (Fe2O3) durch Komplexbildung aufzulösen, von der Stahloberfläche abzuführen und nach Verzinnung einen unmittelbaren Kontakt zwischen Stahl und Zinn zu ermöglichen: Es entsteht eine feste Bindung zwischen Stahl und Zinn.
Цинков хлорид | Zinc chloride | Sinkkikloridi | Chlorure de zinc | 塩化亜鉛 | Zinkchloride | 氯化锌
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"Zinkchlorid".
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