article


Zinkblende

n=2,396 (rein)
n=2,47 (bei 30% Eisensulfid-Gehalt)

Zinkblende
-

-
Chemismus ZnS
-
Kristallsystem kubisch flächenzentriert (= kubisch dichtest)
-
Kristallklasse \bar{4}3\frac{2}{m}
-
Farbe farblos, gelbbraun bis schwarz durch Gehalt an Eisensulfid
-
Strichfarbe braun, gelblich
-
Härte 3,5 bis 4
-
Dichte 3,9 (eisenreich) bis 4,2 (rein)
-
Glanz Fett- oder Diamantglanz
-
Opazität durchscheinend bis undurchsichtig
-
Bruch uneben, spröde
-
Spaltbarkeit vollkommen nach {110}
-
kristallhabitus oft tetraedrisch
-
häufige Kristallflächen {110}, {311}
-
Zwillingsbildung {111}, {211}
-
Kristalloptik - Daten nach Tröger (1981)
-
Brechungsindices
-
Doppelbrechung ---
-
Pleochroismus ___
optische Orientierung isotrop, manchmal schwache Doppelbrechung
-
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
---
-
weitere Eigenschaften
-
chemisches Verhalten in konzentrierter Salzsäure löslich
-
ähnliche Minerale Rutil ist doppelbrechend
-
Radioaktivität nicht radioaktiv
-
Magnetismus nicht magnetisch
-
besondere Kennzeichen ____

Zinkblende, auch Sphalerit genannt, ist ein im kubischen System kristallisierendes Mineral, das chemisch dem Salz Zinksulfid (ZnS) entspricht. Zinkblende hat eine zwischen gelbbraun und schwarz variierende Farbe und ist mitunter schwer von anderen Mineralen wie Magnetit zu unterscheiden. Die mit Werten zwischen 3,5 und 4 geringe Härte ist Grund dafür, dass die manchmal gefundenen natürlichen braun bis grün gefärbten Schmuckkristalle keine kommerzielle Verwendung als Schmucksteine finden.

Varietäten


  • Cleiophan (grün, gelb, orange)
  • Marmatit (schwarz)
  • Honigblende (klar, gelbgefärbte Zinkblende)

Vorkommen


Es ist oft mit Bleiglanz und anderen Sulfid-Mineralen vergesellschaftet, tritt aber auch zusammen mit Magnetit und Pyrrhotin als Erz in Kalkstein auf.

Bedeutung als Rohstoff


Mit einem Zink-Gehalt von etwa siebenundsechzig Prozent und verhältnismäßig hohem Cadmium-Gehalt ist Zinkblende die Hauptquelle für die industrielle Zink- und Cadmiumgewinnung. Größere Abbaulagerstätten liegen in China, Australien und Kanada.

Geschichte


Der Name Sphalerit geht auf das griechische sphaleros, deutsch: heimtückisch, zurück, da es wie erwähnt oft mit anderen Mineralen verwechselt wird.

Literatur


  • Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie, Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0

Siehe auch: Liste von Mineralen

Weblinks


Mineral

Esfalerita | Sphalerite | Sinkkivälke | Sphalérite | Sfalerite | Sfaleritas | Zinkblende | Sinkblende | Sfaleryt | Сфалерит | Sfalerit | Zinkblände

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Zinkblende".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld