| Allgemein
|
| Name, Symbol, Ordnungszahl
| Zink, Zn, 30
|
| Serie
| Übergangsmetalle
|
| Gruppe, Periode, Block
| 12, 4, d
|
| Aussehen
| bläulich blassgrau
|
| Massenanteil an der Erdhülle | 0,01 %
|
| Atomar
|
| Atommasse
| 65,409
|
| Atomradius (berechnet)
| 135 (142) pm
|
| Kovalenter Radius
| 131 pm
|
| van der Waals-Radius
| 139 pm
|
| Elektronenkonfiguration
| href="http://articles.gourt.com/de/Argon">Ar3d104s2
|
| Elektronen pro Energieniveau
| 2, 8, 18, 2
|
| 1. Ionisierungsenergie | 906,4 kJ/mol
|
| 2. Ionisierungsenergie | 1733,3 kJ/mol
|
| 3. Ionisierungsenergie | 3833 kJ/mol
|
| 4. Ionisierungsenergie | 5731 kJ/mol
|
| Physikalisch
|
| Aggregatzustand
| fest
|
| Kristallstruktur
| hexagonal
|
| Dichte (Mohshärte)
| 7140 kg/m3 (2,5)
|
| Magnetismus | diamagnetisch
|
| Schmelzpunkt
| 692,68 K (419,5 °C)
|
| Siedepunkt
| 1180 K (907 °C)
|
| Molares Volumen
| 9,16 · 10-6 m3/mol
|
| Verdampfungswärme
| 115,3 kJ/mol
|
| Schmelzwärme
| 7,322 kJ/mol
|
| Dampfdruck
| 192,2 Pa bei 692,73 K
|
| Schallgeschwindigkeit
| 3700 m/s bei 293,15 K
|
| Spezifische Wärmekapazität
| 390 J/(kg · K)
|
| Elektrische Leitfähigkeit
| 16,6 · 106/m S/m
|
| Wärmeleitfähigkeit
| 116 W/(m · K)
|
| Chemisch
|
| Oxidationszustände
| 2
|
| Oxide (Basizität)
| (amphoter)
|
| Normalpotential | -0,762 V (Zn2+ + 2e- → Zn)
|
| Elektronegativität
| 1,65 (Pauling-Skala)
|
| Isotope
|
|
|
| Isotop
| NH
| t1/2
| ZM
| ZE MeV
| ZP
|
| 62Zn
| {syn.}
| 9,186 h
| ε
| 1,627
| 62Cu
|
| 63Zn
| {syn.}
| 38,47 min
| ε
| 3,367
| 63Cu
|
| 64Zn | 48,6 %
| Zn ist stabil mit 34 Neutronen
|
| 65Zn
| {syn.}
| 244,26 d
| ε
| 1,352
| 65Cu
|
| 66Zn | 27,9 %
| Zn ist stabil mit 36 Neutronen
|
| 67Zn | 4,1 %
| Zn ist stabil mit 37 Neutronen
|
| 68Zn | 18,8 %
| Zn ist stabil mit 38 Neutronen
|
| 69Zn
| {syn.}
| 56,4 min
| β-
| 0,906
| 69Ga
|
| 70Zn | 0,6 %
| Zn ist stabil mit 40 Neutronen
|
| 71Zn
| {syn.}
| 2,45 min
| β-
| 2,813
| 71Ga
|
| 72Zn
| {syn.}
| 46,5 h
| β-
| 0,458
| 72Ga
|
| NMR-Eigenschaften
|
|
|
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
|
Zink ist ein
chemisches Element. Es ist ein bläulich-weißes
Metall und wird unter anderem zum
Verzinken von Eisen und Stahlteilen sowie für Regenrinnen verwendet. Der Name Zink kommt von
Zinke, Zind „Zahn, Zacke“, da Zink zackenförmig erstarrt.
Vorkommen
Bedeutende Zinkerz sind:
- Zinkblende (ZnS): Zink-Schwefel-Verbindung mit ca. 65 % Zinkanteil.
- Zinkspat (ZnCO3): Zinkcarbonat, auch Galmei, mit ca. 50 % Zinkanteil
Zinkerze werden hauptsächlich in der Volksrepublik China, Peru, Australien, Kanada, USA, Japan und Südafrika abgebaut. In Europa sind noch einige Zinkminen in Irland, Polen, Finnland, Bulgarien, Spanien und Schweden aktiv.
Auch in Deutschland gab es Zinkerzlagerstätten, z. B. bei Eschweiler im Rheinland, am Rammelsberg im Harz oder bei Ramsbeck im Sauerland. Oberirdisch kann man in diesen Gebieten seltene Pflanzen finden, die auf zinkhaltigen Böden besonders gut wachsen, wie das gelbe Galmeiveilchen, das nach dem alten Namen für das Zinkerz Galmei benannt ist. Zinkhütten standen im 19. Jahrhundert in Sachsen, Schlesien, im Rheinland und in Westfalen.
Die größten Fördernationen
Die bedeutendste Fördernation für Zink ist
China, gefolgt von
Peru und
Australien. In Europa sind Irland, Polen, Finnland und Bulgarien als Zinkproduzenten zu nennen.
Gewinnung
Zunächst erfolgt eine Aufarbeitung der Zinkerze zu
Zinkoxid. Sulfidische Erze (Zinkblende) werden dazu geröstet, Galmei im Schachtofen gebrannt. Die weitere Verarbeitung erfolgt entweder auf trockenem oder nassen Weg.
Trocken wird das Zinkoxid im Muffelofen mit Kohle vermischt bei ca. 1.400°C reduziert. Das dabei verdampfende Zink wird kondensiert und als 98 %iges Hütten- oder Rohzink in Formen gegossen. Es enthält als Verunreinigung insbesondere Blei und Cadmium. Durch fraktionierte Destillation läßt es sich zu 99,99 %igem Feinzink aufarbeiten.
Nasschemisch kann das Zinkoxid mit Schwefelsäure zu Zinksulfat umgesetzt werden, welches elektrolytisch zum Metall reduziert ebenfalls 99,99 %iges Elektrolysezink ergibt.
Eigenschaften
Zink ist einbläulich-weißes, unedles Metall, welches bei Zimmertemperatur und oberhalb 200°C ziemlich spröde ist. zwischen 100 und 200 °C ist es jedoch recht duktil und läßt sich leicht verformen. Sein Bruch ist silberweiß. An der Luft bildet Zink eine witterungsbeständige Schutzschicht aus Zinkoxid und -carbonat. Daher verwendet man es trotz seines ansonsten unedlen Charakters als Korrosionschutz (
Verzinken von Eisen). Zink löst sich in Säuren unter Bildung von Zink(II)-Salzen und in Laugen unter Bildung von
Zinkaten,
*2-, auf. Zink liegt in seinen Verbindungen fast ausnahmslos in der
Oxidationsstufe +II vor.
Chemisch zählt Zink zu den unedlen Metallen (Redoxpotential -0,763 Volt). Dies kann beispielsweise dafür ausgenutzt werden, edlere Metalle aus ihren Salzen durch Reduktion elementar abzuscheiden, wie hier am Beispiel der Umsetzung eines Kupfersalzes gezeigt wird:
Ein einfacher Zinknachweis beruht auf dem Erhitzen einer Probe mit wenigen Tropfen einer verdünnten Lösung eines Cobaltsalzes auf einer Magnesiarinne im Bunsenbrenner. Ist Zink zugegen, ist nach kurzer Zeit das sogenannte Rinmanns Grün zu erkennen.
Verwendung
Zink wird häufig zur Produktion von kostengünstigen Gussteilen verwendet, da der
Zinkdruckguss die schnelle Fertigung von großen Stückzahlen unterschiedlichster Produkte erlaubt. Weitere Vorteile dieses Werkstoffes im Zinkdruckgussverfahren sind hohe Maßhaltigkeit, Eignung zu unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen sowie die hohe mechanische Belastbarkeit. Das Spektrum der Anwendungen reicht von der Kfz–Industrie, dem Maschinen- und Apparatebau, Baubeschlag, Sanitärindustrie, der Feingeräte- und Elektrotechnik bis hin zu Gebrauchsgegenständen und Spielzeugen. Im Dachdecker- und Klempnerhandwerk wird in der Regel
Titanzink verwendet, welches weniger spröde und dadurch mechanisch deutlich belastbarer ist.
Rostschutz
Zink wird seit langem als Korrosionsschutz (Rostschutz) verwendet, im Volksmund "verzinken" genannt. „Verzinken“ ist jedoch keine einheitliche Technologie. Es gibt verschiedene Verfahren, mit denen Stahl durch Zink vor Korrosion geschützt werden kann:
- Das diskontinuierliches Feuerverzinken (Stückverzinken): ist ein diskontinuierliches Schutzverfahren, bei welchem die zu verzinkenden Teile einzeln in schmelzflüssiges Zink getaucht werden. Dicke der aufgetragenen Zinkschicht beträgt 50 bis 150 µm. Die Haltbarkeit zeichnet das Feuerverzinken vor anderen Korrosionsschutzverfahren aus. Selbst unter extremen Belastungen schützt eine Feuerverzinkung den Stahl jahrzehntelang. Schutzzeiträume von über 50 Jahren sind möglich - ohne Aufwendungen für Wartung und Instandhaltung.
- Das kontinuierliche Feuerverzinken (Bandverzinken, Drahtverzinken): ist ein kontinuierliches Schutzverfahren für Stahlband (deshalb Bandverzinken) oder Stahldraht, welche in automatisch betriebenen Anlagen einen Zinküberzug im Durchlaufverfahren durch schmelzflüssiges Zink erhalten. Die Dicke der aufgetragenen Zinkschicht beträgt 5 bis 40 µm.
- Das galvanische/elektrolytische Verzinken: ist ein Schutzverfahren durch Aufbringen eines Zinküberzuges in wässerigen Elektrolyten mit Gleichstrom. Verwendet werden meist saure, aber auch alkalisch-cyanidfreie oder cyanidische Elektrolyte. Die Dicke der aufgetragenen Zinkschicht beträgt 2,5 bis 25 µm.
- Das thermische Spritzen mit Zink/Spritzverzinken: ist ein Schutzverfahren, bei welchem mittels Flamme oder Lichtbogen aufgeschmolzenes Zink auf die Oberfläche des zu verzinkenden Teils aufgespritzt wird.
- Metallische Überzüge mit Zinkstub (mechanische Plattieren/Sheradisieren): Bei diesem Schutzverfahren werden unter Verwendung von Zinkstaub mechanisch (Mechanisches Plattieren) oder durch Diffusion (Sherardisieren) Zinküberzüge bzw. Fe + Zn-Legierungsschichten auf geeigneten Werkstücken erzielt. Die Dicke der Zinkschicht beträgt beim Sherdisieren 15 bis 25 µm, beim Plattieren 10 bis 20 µm.
- Das Zinkstaub-Beschichten: ist ein Schutzverfahren, bei dem zinkstaubpigmentierte Beschichtungsstoffe als Schutzschichten auf Stahlteile appliziert werden.
- Der kathodische Korrosionsschutz: ist ein Schutzverfahren für Stahl durch Kontakt mit einer Anode aus Zink bei Gegenwart eines Elektrolyten. Dabei geht das unedlere Metall, die Opferanode aus Zink, in Lösung, während der Stahl (als Kathode) nicht angegriffen wird.
Zink-Kohlebatterie
Aufgrund des niedrigen Redoxpotentials und der einfachen Formbarkeit wird Zink auch als negative Elektrode in
galvanischen Zellen, beispielsweise Zink-Kohle-Monozellen eingesetzt, aus denen auch
Trockenbatterien aufgebaut sind.
Biologische Bedeutung
Foodstuff-containing-Zinc.jpg
Zink zählt zu den essentiellen
Spurenelementen für den
Stoffwechsel. Es ist Bestandteil einer Vielzahl von
Enzymen, beispielsweise der
RNA-Polymerase und der
Glutathionperoxidase.
Zink erfüllt im Körper viele verschiedene Funktionen. So nimmt es Schlüsselrollen im Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel ein und ist beteiligt am Aufbau der Erbsubstanz und beim Zellwachstum. Sowohl das Immunsystem als auch viele Hormone benötigen Zink für ihre Funktion. Eine bedeutende Rolle spielt es bei der Wundheilung.
Das Spurenelement kann im Körper nicht gespeichert werden, es muss regelmäßig von außen zugeführt werden. Aufgrund von falschen Ernährungsgewohnheiten ist Zinkmangel auch in westlichen Ländern nicht selten, insbesondere bei Jugendlichen, die aufgrund des Wachstums besonders viel Zink benötigen.
Eine 2005 auf einer Konferenz der amerikanischen Gesellschaft für Ernährungswissenschaften in San Diego vorgestellte Studie deutet darauf hin, dass Kinder, die täglich ausreichend Zink erhalten (20 mg), eine deutliche Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit erfahren. Zink verbesserte das visuelle Gedächtnis, die Leistungen in einem Wortfindungstest und die Konzentrationsfähigkeit.
Zink ist neben Vitamin C auch ein wichtiges Grippemittel, dessen krankheitslindernde und -verkürzende Wirkung in Studien nachgewiesen werden konnte.
Zinkmangel führt zu einer Unterfunktion der Keimdrüsen, Wachstumstörungen und Blutarmut.
Folgende Nahrungsmittel sind gute Zinkquellen:
Siehe auch: Hereditäres Zinkmangelsyndrom
Wichtige Verbindungen
Weblinks
- http://www.feuerverzinken.com (Informationsportal zum Korrosionsschutz durch Feuerverzinken)
- http://www.initiative-zink.de
- http://www.iza-europe.com
- http://www.iza.com
- http://www.zincworld.org
Periode-4-Element | Gruppe-12-Element | Übergangsmetall | Schwermetall
Sink | خارصين | Cinc | Цинк | Cink | Zinc | Zinek | Sinc | Zink (grundstof) | Zinc | Zinko | Zinc | Tsink | روی (فلز) | Sinkki | Zinc | אבץ | Cink | Cink | Seng | Zinko | Sink | Zinco | 亜鉛 | 아연 | Çînko | Zincum | Zënk | Cinkas | Cinks | Konutea | Zink (element) | Sink | Sink | Zinc | Cynk | Zinco | Zinc | Цинк | Cink | Zinc | Zinok | Cink | Цинк | Zink | สังกะสี | Çinko | سىنك | Цинк | Kẽm | 锌