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Sigarettenauto.jpg Ein Zigarettenautomat ist ein Verkaufsautomat für Zigaretten. Zigarettenautomaten sind häufig im öffentlichen Raum oder in Gaststätten aufgestellt. Die Bezahlung der ausgegebenen Tabakwaren, die in handelsüblichen Zigarettenpackungen abgegeben werden, erfolgt fast ausschließlich mittels Bargeld, meist Münzen. Zunehmend sind aber auch Geldkartensysteme oder Einzüge für Banknoten an Zigarettenautomaten zu finden. An modernen Automaten können auch Feuerzeuge und Prepaid-Karten zum Aufladen von Mobiltelefonen gezogen werden. In Fahrraddominierenden Städten gibt es sogar Fahrradschläuche aus Automaten zu kaufen.

Deutschland


In Deutschland werden über 800.000 Zigarettenautomaten gezählt. Es ist damit das Land mit der weltweit höchsten relativen Dichte an Zigarettenautomaten. Durch die Änderung des Jugendschutzgesetzes (seit dem 1. April 2003 gilt hier ein Abgabeverbot von Tabakwaren an Jugendliche unter 16 Jahren) müssen alle Automaten auf eine Technik umgerüstet werden, die die Einhaltung des Abgabeverbots garantiert. Die Automatenindustrie setzt hierbei in erster Linie auf Chipkarten-Systeme, unter anderem auf das Altersmerkmal der Geldkarte. Für die Umstellung gilt noch eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2006.

Aufgestellt und betrieben werden Zigarettenautomaten meist durch spezialisierte Firmen, so genannte Automatenaufsteller oder Zigarettengroßhändler. Die Inhaber der Aufstellfläche (Haus- bzw. Grundstücksbesitzer, Gastronomen etc.) erhalten eine Provision, die sich an der Anzahl der verkauften Zigaretten bemisst.

Österreich


In Österreich gibt es Zigarettenautomaten sowohl in Gaststätten als auch auf der Straße, meist vor Tabaktrafiken. Es gibt aber bislang keinerlei Beschränkungen durch das ebenfalls existierende Jugendschutzgesetz. Auf öffentlichen Flächen werden sie meist von Tabaktrafiken betrieben. Anders als in Deutschland gab es in Österreich nie spezielle Automatenpackungen, die Packungen beinhalten üblicherweise 20 Zigaretten. Durch die konstante Packungsgröße sind die Verkaufspreise von Marke zu Marke unterschiedlich. Ein genauer Einwurf der Münzen war nie wirklich ein Problem, da die Preise vor der Euroumstellung auf ganze Schillingbeträge gerundet waren. Es mussten also nie genaue Groschenbeträge eingeworfen werden. Auch nach der Euroumstellung wurde die konstante Packungsgröße beibehalten. Allerdings gibt es seit der Währungsumstellung immer mehr Automaten, an denen man auch mit Papiergeld bezahlen kann. Das Rückgeld wird in Münzen ausbezahlt, ein Bezahlen mit einem 10 €-Schein hat meistens einen Kaufzwang von 2 Packungen zur Folge. Der Preis ist bei den Automaten, die von Trafikanten betrieben werden, identisch mit denen im Geschäft, während in Lokalen meist 10 - 15 % auf den Verkaufspreis aufgeschlagen werden.

Schweiz


In der Schweiz findet man Zigarettenautomaten in den meisten Gaststätten. Außerdem kann man Zigaretten aus Snackautomaten (sog. Selecta-Automaten) beziehen, die häufig entweder an Bahnhöfen oder, falls die Ortschaft keinen Bahnhof hat, an zentralen Lagen in diesen Ortschaften zu finden sind. Hier ist die Auswahl jedoch meist auf zwei bis drei Marken beschränkt. Tabakpapier und Feuerzeuge kann an letzteren Automaten auch bezogen werden.

Es existieren keine Beschränkungen beim Bezug, was Automaten für Minderjährige attraktiv macht. Einzig Aufkleber weisen darauf hin, dass Minderjährige keine Zigaretten beziehen dürfen.

Wie in Österreich ist der Preis und die Packung bei allen Bezugsarten gleich.

Italien


Normalerweise werden Zigaretten in Läden verkauft, die eine Lizenz für "Sali e Tabacchi" besitzen. Vor diesen Geschäften befindet sich öfters ein Automat, der Zigaretten, Blättchen und Feuerzeuge verkauft, wenn der Laden geschlossen ist. Sehr vereinzelt finden sich mittlerweile auch Zigarettenautomaten.

Japan


Im Automaten-Land Japan gibt es auch viele Zigarettenautomaten sowohl in Gaststätten als auch im Freien. Viele der früher im Stadtbild häufig vertretenen kleinen Tabakhändler, die in einer winzigen Durchreiche wirklich nur ein begrenztes Sortiment der gängigen Zigarettenmarken anbieten (und sonst nichts verkaufen) haben mittlerweile ihre Ladennische durch zwei oder drei Automaten ersetzt. Wie alle japanischen Automaten bieten auch die Zigarettenautomaten maximalen Verkaufskomfort mit Akzeptanz von Scheinen, Wechselgeld-Ausgabe, digitalen Anzeigen für Leerfächer und dekorativer Ausleuchtung.

Öffentlich zugängliche Zigarettenautomaten stellen genauso wie die Automaten für alkoholische Getränke den Verkauf automatisch ab elf Uhr abends ein bis zum nächsten Morgen um sechs. Damit soll der Verkauf an Minderjährige, die bis zum Erreichen der Volljährigkeit von 20 Jahren weder rauchen noch trinken dürfen, erschwert werden.

Andere Länder


In vielen Ländern gibt es keine oder nur wenige Zigarettenautomaten. Gründe dafür sind meist gesetzliche Regelungen. So gibt es z. B. in Frankreich zwar Zigarettenautomaten, jedoch befinden sich diese ausschließlich in Bars, in denen Jugendliche unter 16 keinen Zutritt haben; öffentliche Zigarettenautomaten existieren nicht.

Siehe auch


Weblinks


Verkaufsautomat

Cigarette machine

 

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