Die ehemalige Stadt Ziegenhain ist ein Teil von Schwalmstadt im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.
Ziegenhain, entstanden im 11. Jahrhundert zur Sicherung eines Übergangs über die Schwalm, und die Grafen von Cigenhagen wurden 1144 zum ersten Mal urkundlich genannt. 1275 erhielt Ziegenhain das Stadtrecht, fiel aber nach dem Tod des letzten Grafen von Ziegenhain 1450 an die Landgrafschaft Hessen. Von dem Landgrafen Ludwig II. (der Freimütige) von Hessen wurde die Burg in Ziegenhain 1470 zu einem Schloss umgebaut. Philipp I. (der Großmütige) von Hessen - ein Enkel Ludwigs II. von Hessen - baute sie von 1537 bis 1548 zu einer Wasserfestung aus, und diese galt bis 1807 als hessische Hauptfestung. Heute ist im Haus Hessen der "Graf von Ziegenhain" Bestandteil des Familiennamens.
1538 trat in Ziegenhain auf Anregung des Straßburger Reformators Martin Bucer eine Versammlung zusammen, die 1539 die sogenannte Ziegenhainer Zucht- und Ältestenordnung beschloss. Mit dieser Kirchenzuchtordnung wurde die Konfirmation und das Amt des Kirchenvorstehers eingeführt.
Im Zuge der hessischen Gebietsreform in den 70er Jahren wurden die beiden Städte Treysa und Ziegenhain mit umliegenden Dörfern 1970 zur Stadt Schwalmstadt zusammengelegt. Ziegenhain, bis 1974 Kreissstadt, verlor diese Funktion an Homberg, als die Kreise Ziegenhain, Melsungen und Fritzlar-Homberg 1974 zum neuen Schwalm-Eder-Kreis zusammengelegt wurden.
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"Ziegenhain (Nordhessen)".
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