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Zhèng Mànqīng (, 1899-1974) war ein chinesischer Taijiquan-Meister, Künstler und Arzt. Er ist bekannt dafür, daß er der erste Lehrer war, der Taijiquan im Westen verbreitet hat.

Mànqīng war von 1928-1935 ein Schüler des Yang-Stil Meisters Yang Chengfu. Bis zum Jahre 1946 entwickelte er eine stark vereinfachte Kurzform in 37 Bildern des Yang-Stil Taijiquan. Im Jahre 1949 wanderte er zunächst nach Taiwan, im Jahre 1964 dann nach New York aus. Dort gab er als einer der ersten asiatischen Lehrer überhaupt diese vereinfachte Form an westliche Schüler weiter.

In seinem Unterricht legte Mànqīng besonderen Wert auf die Einhaltung der Prinzipien des Yang-Stil Taijiquan. Zusätzlich legte er großen Wert auf die Überprüfbarkeit der Fähigkeiten seiner Schüler durch das Tui Shou oder "Push Hands", einer der Partnerübungen des Taiji, die in vielen westlichen Schulen bis heute vernachlässigt oder gar nicht unterrichtet wird. Mànqīngs Fähigkeiten im Tui Shou sind vielbeachtet und filmisch dokumentiert worden.

Zheng Manqings Person und sein Stil geraten immer wieder in Kritik. Seine Kurzform wird von der offiziellen Yang-Familienlinie nicht anerkannt. Anhänger seiner Person und seines Stils vertreten die Meinung, dass "gutes Taijiquan" nur durch überprüfbare Fähigkeiten (wie z.B. im Tui Shou) bewiesen werden könne und das die Form nur "die Angel, um den Fisch zu fangen" ist, also das Mittel zum Zweck, die Prinzipien des Taijiquan zu verstehen und umsetzen zu können. Cheng Man-ch'ing

Kampfkunst (China)

 

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