Zerstreuungskreise entstehen in der Fotografie bei Unschärfe im Bild, also wenn die Projektion eines Punktes eines Motivs außerhalb der Projektionsebene liegt.
Vom Objektiv aus gesehen entsteht ein Lichtkegel, dessen Spitze im Falle der Schärfe direkt die Filmebene trifft. Bei einer Abweichung davon wird die Spitze abgeschnitten oder über die Filmebene hinaus projiziert - so entstehen Zerstreuungskreise, die ab einer bestimmten Größe für ein bestimmtes Filmformat als Unschärfe definiert werden. Siehe auch Schärfe.
Der maximale Zerstreuungskreisdurchmesser für einen Fotoapparat wird mit Z bezeichnet.
Die folgende Tabelle veranschaulicht die maximale Größe der Zerstreuungskreise je nach Aufnahmeformat des jeweiligen Fotoapparats:
| Aufnahmeformat | Abbildungsgröße | Z | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| 1/2,7"-Digitalkamera-Sensor | 1/2,7"-Diagonale | 0,005 mm | z. B. Canon Powershot A70 mit 3,2 Megapixel Auflösung |
| 2/3"-Digitalkamera-Sensor | 2/3"-Diagonale | 0,008 mm | z. B. Minolta Dimage A1 mit 5 Megapixel Auflösung |
| Kleinbildformat | 24 x 36 mm | 0,03 mm | |
| Mittelformat | 57x57mm | 0,05 mm | z. B. Rollfilm |
| Großformate | z. B. 9x12cm | 0,09 bzw. 0,1 mm | z. B. Planfilm |
| Größere Formate | > 0,1 mm |
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"Zerstreuungskreis".
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