Unter Zentralisation versteht man das Ergebnis der Fokussierung auf den eigentlichen Schwerpunkt.
In der Betriebswirtschaft wird unter Zentralisation die Zusammenfassung von gleichartigen oder ähnlichen Aufgaben, Arbeitsbereichen oder Verantwortungsbereichen nach einem organisatorischen Kalkül verstanden. Die Zentralisation verfolgt das Ziel, die Effizienz der beteiligten Prozesse zu steigern und Redundanzen abzubauen. Diesem Ziel kann man sich sowohl durch räumliche als auch durch sachliche Zentralisation annähern.
Die Effizienzsteigernde Wirkung zentralisierender Maßnahmen kann durch längere Entscheidungswege und zusätzliche Entscheidungsebenen gemindert werden.
Der gegensätzliche Ansatz ist die Dezentralisation.
Die Zentralisation des Kapitals ist bei Karl Marx eine wichtige Tendenz kapitalistischer Wirtschaften. Er meint damit, dass die Zahl der Unternehmen abnimmt, indem große Unternehmen die kleinen schlucken, oder indem es zu Unternehmenszusammenschlüssen kommt. In heutiger Sprache entspricht die Kapitalzentralisation ungefähr der relativen Konzentration. Die Zentralisation des Kapitals ist eng mit dem Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate verknüpft.
Im Unterschied zur Kapitalzentralisation beschreibt Kapitalkonzentration bei Marx den Wachstumsprozess der einzelnen Kapitalien, die Unternehmen werden immer größer. Dies entspricht ungefähr der "absoluten Konzentration" heutigen Sprachgebrauchs.
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"Zentralisation".
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