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Zentralasien_topo.png Zentralasien oder Mittelasien ist eine zusammenfassende Bezeichnung für die Großregion im Zentrum des Kontinentes Asien. Dazugerechnet werden meist die heutigen Staaten Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Kirgisistan sowie die zu China gehörenden Autonomen Gebiete Sinkiang (Xinjiang) und Tibet (westliche Provinzen, wo geographisch der Mittelpunkt Asiens liegt). Teilweise werden auch das südlicher gelegene Südturkestan Afghanistan sowie im Osten die Mongolei und die Wüste Gobi (Innere Mongolei) zu Zentralasien gezählt. Geographisch würde auch der an Kasachstan grenzende Süden Sibiriens dazugehören.

Mittelasien, Zentralasien, Innerasien


Zentralasien-politisch-2005 1-2048x1536.jpg | Russische Geographen unterscheiden zwischen „Mittelasien“ (Srednjaja Asija), das die fünf oben genannten ehemaligen Sowjetrepubliken umfasst, und „Zentralasien“ (Zentralnaja Asija). Letzteres umfasst in ihrer Definition die Mongolei und die zentralasiatischen Teile Chinas. In Anlehnung an diesen russischen Sprachgebrauch wurde auch im Deutschen in der DDR zwischen Mittelasien und Zentralasien unterschieden.

Im westeuropäischen Sprachgebrauch wurden die Begriffe Zentralasien und Mittelasien oft synonym verwendet, Innerasien hingegen von diesen unterschieden. Zu Innerasien im engeren Sinne werden nur Sinkiang (Ostturkestan), die (äußere) Mongolei, Tibet sowie die Republik Tuwa im sibrischen Russland) gezählt.

Neuerdings - mehr politisch als geographisch inspiriert - wird der Begriff „Zentralasien“ oft auch auf die heute selbstständigen asiatischen ehemaligen Sowjetrepubliken eingeschränkt. Allerdings gibt es hier keine allgemein verbindliche Konvention.

Geographie und Vegetation


Die Vegetation des Gebiets ist von Wüsten, Halbwüsten und Steppen geprägt; das Klima ist ausgesprochen kontinental und trocken.

Bevölkerung


Centralasia_(colormap).jpg Der westliche und zentrale Teil (einschließlich Sinkiangs) ist hauptsächlich von Turkvölkern bewohnt und kulturell vom Islam beeinflusst. Der dünner besiedelte östliche Teil ist von Tibetern und Mongolen bewohnt und vom Lamaistischen Buddhismus geprägt.

Siehe auch


Seidenstraße, Seidenstraßenstrategie, The Great Game

Literatur


  • Marie-Carin Gumppenberg, Udo Steinbach: Zentralasien. - 1. Aufl. - München: C.H. Beck, 2005. - ISBN 3-40651-113-9
  • Franz Binder: Mittelasien. Hirmer, 2004. - ISBN 3-77749-860-2
  • Klaus Pander: DuMont-Kunst-Reiseführer Zentralasien. - 6. Aufl. - Ostfildern: DuMont Reiseverlag, 2005. - ISBN 3-77013-680-2
  • Ion Karagounis: Mit dem Zug durch Zentralasien und China. Auf der Seidenstraße von Schaffhausen nach Shanghai. Frankfurt a.M.: Rita Fischer, 2004. - ISBN 3-83010-684-X

Weblinks


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