Zeitlupe ist eine in der Filmtechnik verwandte Methode, um eine schnelle Bewegung sehr langsam darzustellen, oder gar um Momente einzufrieren. Bei der Computersimulation kann man ebenfalls ein Vorgang verlangsamt darstellen, auch dies wird als Zeitlupe bezeichnet.
Beim Film wird Zeitlupe dadurch realisiert, dass man die Aufnahmegeschwindigkeit erhöht und den entstandenen Film später mit normaler Geschwindigkeit wiedergibt.
Für extreme Zeitlupenaufnahmen werden spezielle Kameras eingesetzt. Im künstlerischen Film sind dies insbesondere MOS-Kameras, für technische Zwecke finden Hochgeschwindigkeitskameras Verwendung.
Wenn kein Ausgangsmaterial mit erhöhter Bildrate zur Verfügung steht, können auch nachträglich Zwischenbilder generiert werden. Im einfachsten Fall werden vorhergehende Bilder einfach verdoppelt, besser sind schon Zwischenbilder, die aus einer Überblendung der beiden benachbarten Bilder bestehen und für besonders natürlich aussehende Bewegungsabläufe gibt es auch Algorithmen, die bewegte Objekte im Bild aufspüren und deren Position interpolieren. All diese Techniken können aber natürlich nicht mit der Qualität tatsächlich aufgenommener Einzelbilder mithalten.
Zeitlupe wird in Dokumentationsfilmen benutzt, um schnelle oder komplizierte Vorgänge anschaulich darzustellen. Die Methode wird aber auch gerne benutzt, um besonders ästhetische Bilder oder Effekte zu erzeugen. Sehr häufig eingesetzt wird die Zeitlupe bei Sport-Aufnahmen, beispielsweise im Fußball oder in der Formel 1.
Verweis: Die entgegengesetzte Wirkung wird mit dem Zeitraffer erzielt.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Zeitlupe".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world