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Die Zeche Gneisenau war ein Steinkohlen-Bergwerk im Dortmunder Stadtteil Derne.

Die Gründung der Zeche geht auf die Zusammenlegung der Grubenfelder Union im Jahre 1872 zurück. Namensgeber der Zeche war der preußische Generalstabschef August Graf Neidhardt von Gneisenau.

Das Abteufen der Schächte begann 1873, die Förderung konnte dann 1886 aufgenommen werden. Die geförderte Kohle, 230.000 Jahrestonnen bei einer Belegschaft von über 1.000 Arbeitern, wurde 1890 nach Inbetriebnahme der Kokerei zu Koks weiterverarbeitet.

1891 wurden die Zechen Gneisenau, Scharnhorst und Preußen durch die Harpener Bergbau AG übernommen. Anfang des 20. Jahrhunderts kamen weitere Zechen im näheren Umfeld dazu:

1935 wurden mit 2.500 Beschäftigten erstmals mehr als 1 Million Tonnen Steinkohle gefördert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Produktion 1945 zwei Monate nach Kriegsende wieder aufgenommen und kontinuierlich gesteigert. Bis Mitte der 1970er Jahre wurde mit über 6.000 Beschäftigten eine Produktion von 4,5 Millionen Jahrestonnen erzielt.

1963 erfolgt der Verbund mit der Zeche Victoria in Lünen.

1969 wurde die Zeche Gneisenau Teil der Ruhrkohle AG. Die Stilllegung und die Einstellung der Förderung auf Gneisenau erfolgte am 5. August 1985.

Von den großen Betriebsflächen sind heute lediglich zwei Fördergerüste, ein Tomson-Bock sowie ein Doppelbockfördergerüst, als Industriedenkmal erhalten.

Siehe auch: Liste von Bergwerken in Deutschland

Weblinks


Bergbau (Dortmund) | Stillgelegtes Bergwerk | Route der Industriekultur

 

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