Das Wort der/das Zamperl findet sich im sog. bairischen Sprachraum (also insbesondere in Bayern, in Teilen Österreichs und Südtirols) sowie in Baden-Württemberg.
Große, als gefährlich empfundene Hunde werden im Allgemeinen nicht als Zamperl bezeichnet. Gleiches gilt für Nutzhunde aller Art (z. B. Wach-, Hüte-, Jagd-, Blinden-, Kampfhunde). Eine Ausnahme bilden die Hunderasse der Dachshunde/Dackel/Teckel. Sie wurden ursprünglich für die (Dachs)Jagd gezüchtet. Dazu werden sie heute nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt. Der (oder das) Zamperl dient den Menschen als Lebensgefährte und erreicht häufig den Status eines Familienmitglieds.
Gelegentlich werden auch Kleinkinder, die gerade ihre ersten Gehversuche machen von ihren Bezugspersonen mit dem Kosenamen Zamperl gerufen. Vermutlich aufgrund ihrer noch unruhigen, „zappeligen“ Schritte.
Das Urbild des Zamperls stellt der schwarzhaarige, Münchener Kurzhaardackel („Bierdackel“) dar. Seit den 1980er Jahren wird er in der Beliebtheitsskala jedoch zunehmend vom Rauhaardackel verdrängt.
In der bayerischen Landeshauptstadt München wurden in Bauausschreibungen für öffentliche Trinkbrunnen münchenspezifische Versionen mit Hundetrinkschale(n) gefordert. Nachstehend ein Auszug aus dem Antrag Nr. 1049 der Stadtratsfraktion DIE GRÜNEN/RL vom 06. August 1998:
So wurden vom Baureferat Unterlagen und teilweise auch Modelle von Herstellern in Deutschland, aber auch im europäischen Raum eingeholt. Zurzeit liegen dem Baureferat acht Angebote bzw. Dokumentationen über Trinkbrunnen vor, von denen, soweit nicht schon vorhanden, für München modifizierte Modelle (mit „Zamperltränke“) im Maßstab 1:5 gebaut werden.
In der bayerischen Landeshauptstadt München gab es bis Ende der 1990er Jahre einen Trinkbrunnen ausschließlich für Hunde. In der Fußgängerzone (Neuhauserstraße) zeigte ein hölzernes Hinweisschild den Weg zu dieser (etwas versteckt gelegenen) „Zamperl Trinkstelle“.
Haushund | Bayern | Haustier | Hunderasse