Zamość * (1942-43 Himmlerstadt, 1943-44 Pflugstadt) ist eine Stadt im Verwaltungsbezirk Lublin im südöstlichen Teil Polens rund 240 km südöstlich der Hauptstadt Warschau und 110 km nordwestlich der ukrainischen Stadt Lemberg in der Landschaft Roztocze gelegen. Die Stadt wurde 1578 nach den Vorstellungen des venezianischen Baumeisters Bernardo Morando entworfen, der der Stadt jenen italienischen Renaissance-Stil verlieh, der ihr den Namen Padua des Ostens einbrachte. Die Altstadt gehört seit 1992 zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Im Jahre 1720 fand in Zamość eine Synode der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche statt, auf der wichtige Beschlüsse zur Reform der Liturgie gefasst wurden.
In der Zwischenkriegszeit lag die Region (Wyżyna Lubelska) fast im Zentrum Polens und wurde früher – mit den heute ukrainischen Gebieten östlich des Bug – Wolhynien genannt, zeitweilig auch "Russisch-Polen". Zamosc_29.jpg
Im Zweiten Weltkrieg gehörte die Region als Protektorat zum deutschen Generalgouvernement (1939–1944), das im besetzten Polen errichtet wurde. Fast die gesamte jüdische Bevölkerung kam in der Nazizeit um, durch deutsche Siedler sollte die polnische Mehrheit „germanisiert“ werden. 1945 wurde die Region Grenzgebiet zur Sowjetunion.
Die Adelsfamilie der Zamoyski wurde von den Nazis und später von den Kommunisten drangsaliert, stellt aber heute wieder den Bürgermeister.
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