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Zakopane * ist eine Stadt in der Woiwodschaft Kleinpolen im südlichsten Teil Polens, rund 90 Kilometer südlich der Stadt Krakau in einem weiten Talbecken der Hohen Tatra nahe der slowakischen Grenze gelegen. Die Gemeinde ist das größte Wintersportzentrum des Landes und beheimatet das über die Landesgrenzen hinweg bekannte Tatra-Museum.
Geographie
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Zakopane ist eine der südlichsten Städte und die höchstgelegene Stadt Polens. Die höchsten Berge Polens (bis 2499 m Seehöhe) gehören zur Gemeinde, das Stadtgebiet selbst reicht von 750 bis zu 1000 m ü. NN. Die Stadtmitte (Kreuzung von Krupowkistraße und Kosciuszkostraße) befindet sich in einer Höhe von 838 m. Zakopane besitzt wegen seiner Höhenlage etwas niedrigere
Temperaturen und deutlich höhere Niederschläge als Orte im Flachland. Südlich an die Stadt grenzt der
Nationalpark Hohe Tatra.
Geschichte
Zakopane wurde erst Mitte des
19. Jahrhunderts bekannt, wenngleich die Geschichte der Stadt bis ins
17. Jahrhundert zurückreicht, als sie unter dem Namen
Zakopisko erstmals erwähnt wurde. Seinerzeit siedelten sich hier die ersten
Hirten,
Bauern und Holzfäller an. Im nahegelegenen Kuźnice (heute ein Stadtteil von Zakopane) entstand Mitte des
18. Jahrhunderts ein
Hüttenwerk, in der das aus der
Hohen Tatra gewonnene
Eisenerz verarbeitet wurde.
Die Goralen
Zakopane blieb bis Ende des 19. Jahrhunderts ein beschauliches Dörfchen, in dem die
Goralen ihre einfachen Holzhäuser bauten, die sie ab etwa 1850 zum Teil auch ortsfremden Besuchern zur Verfügung stellten. Zakopane entwickelte sich zu jener Zeit immer mehr zu einem beliebten Urlaubsziel - insbesondere für
Künstler, die hier Inspiration und Schaffenskraft suchten. Um die Jahrhundertwende entstanden die ersten
Hotels und
1899 schließlich auch eine Eisenbahnlinie, die Zakopane mit
Krakau verband. Ab diesem Zeitpunkt reisten immer mehr Menschen an den Fuß der Hohen Tatra; erholten sich, gründeten die ersten
Bergsteigervereine oder erforschten
Sitten und Gebräuche der ihnen bis dato unbekannten Goralen. Deren
Kultur, ihre traditionellen Gesänge und ihre
Sprache - ein polnisch-slowakischer
Dialekt - ist bis heute in der Umgebung von Zakopane erhalten geblieben.
Zakopane-Stil
Nicht nur die sportlichen Großereignisse und die mit ihnen einhergehenden Besucherströme veränderten das Bild von Zakopane, das im Jahre
1933 das
Stadtrecht zugesprochen bekam. Neben den vielen traditionellen Holzhäusern der Goralen hielt ab
1893 der sogenannte
Zakopane-Stil Einzug, der nach den Vorstellungen des
Architekten
Stanisław Witkiewicz die Tradition der Goralenarchitektur mit Elementen des modernen
Jugendstils vereinte. Das erste dieser von Witkiewicz entworfenen Häuser ist die
Villa Koliba, die heute ein Museum beherbergt, das sich jener regionalen Stilepoche ausführlich widmet.
Politik
Skisprungschanze Zakopane im Winter bei Nebel.jpg
Projekte
Nach der Wiederentstehung des polnischen Staates im Jahre
1918 wurde die Ferienregion um Zakopane zu einem der ehrgeizigsten Projekte der polnischen Touristenvereine.
1925 wurde die erste Sprungschanze eröffnet,
1939 startete die erste Seilbahn auf den
Kasprowy Wierch. Ab
1929 wurde Zakopane als Austragungsort der
FIS-Weltmeisterschaft, die man sich danach auch in den Jahren
1939 und
1962 sicherte, weltweit bekannt. Auch die
Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 1929, 1939 und 1962 sowie die
Biathlon-Weltmeisterschaften 1969 fanden hier statt. Bei der Bewerbung um die
Olympischen Winterspiele im Jahr
2006 blieb Zakopane dagegen chancenlos.
Städtepartnerschaften
Wirtschaft
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Fremdenverkehr
Zakopane trägt zwei inoffizielle Bezeichnungen, die bereits die Bedeutung der
Ferienregion treffend bezeichnen:
Hauptstadt der Tatra und
Winterhauptstadt Polens. Die Stadt zählt jährlich rund drei Millionen Besucher, damit kommt auf einen Einwohner etwa 100 Touristen.
Im Vordergrund steht der Skisport. Sportler finden aber auch andere Möglichkeiten wie Snowboarden oder Gleitschirmfliegen vor. Der Ausbau von Seilbahnen und Schneekanonen wurde stetig vorangetrieben, Hotelnetze verdichteten sich und fernab der Pisten entstanden in den Straßen der Stadt traditionelle, mit der Kultur der Goralen verbundene Märkte. Die Stadt bietet zudem etliche Restaurants, Kaffeehäuser und Diskotheken.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Weblinks
Ort der Woiwodschaft Kleinpolen
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