haizahn-foss.jpg Zähne (latein. Dentes; der Zahn = Dens; dentis = des Zahnes; dental = den Zahn betreffend; griech. Odous; Plural Odontes) sind Hartgebilde in der Mundhöhle, die als modifizierte Teile des Hautskeletts in ihrer Gesamtheit das Gebiss bilden. Sie sind aus den einfachen Hautzähnen vorzeitlicher Fische entstanden. Im Verlauf der Evolution verschmolzen die Schuppenzähne zu Hartgebilden mit basaler Knochenmasse, Dentinkrone und innerer Pulpahöhle.
Mit den Zähnen wird Nahrung ergriffen, zerkleinert und zermahlen. Sie haben sich bei den Wirbeltieren und beim Menschen nach dem Form-Funktionsprinzip entwickelt. Beim Menschen kommen als Funktionen noch die Lautbildung (insbesondere des S-Lautes) und soziale Funktionen hinzu, bei Tieren fungieren sie auch als Waffen.
Im Tierreich unterscheidet man echte und unechte Zähne.
Der erwachsene Mensch besitzt mit den Weisheitszähnen im Regelfall 32 Zähne: im Ober- und Unterkiefer rechts und links je 2 Mahlzähne und 2 Vormahlzähne und einen Weisheitszahn (zusammen also 20), je einen Eckzahn (zusammen 4) und je 2 Schneidezähne (zusammen 8). Das Milchgebiss (temporäres Gebiss der Kinder) besitzt hingegen nur 20 Zähne; die Zähne 6,7,8 beidseits (also die hinteren Backenzähne) fehlen, weil der Kiefer noch nicht die endgültige Größe hat.
Siehe auch: Zahnformel
Das F.D.I.-Schema welches seit 1970 von der Fédération Dentaire International empfohlen wird, ist somit computergerecht und derzeit weltweit am häufigsten genutzt.
Insbesondere ist darauf zu achten, dass in der Zahnmedizin - wie auch in der Allgemein-Medizin - das System grundsätzlich aus der Sicht des Patienten geschildert wird. Das heißt, während beispielsweise Zahn 38, der linke untere Weisheitszahn, beim Patienten in der linken Mundhälfte liegt, wird die Linke vom gegenübersitzenden Behandler als rechts wahrgenommen.
Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz des menschlichen Körpers. Er besteht zu 95 Prozent aus Hydroxylapatit (Ca5(PO4)3(OH)), einem kristallinen Material, dessen Hauptanteil Kalzium und Phosphat ist. Der Zahnschmelz ist für wasserlösliche Stoffe geringfügig durchlässig, zum Beispiel für seine Bestandteile Kalzium und Phosphat, sowie für Fluoride. Mit Hilfe von Fluoriden wird das Hydroxylapatit in das härtere Fluorapatit (Ca5(PO4)3(F)) umgewandelt. Deshalb werden diese zur Härtung des Zahnschmelzes in Zahnpasten verwendet. Hingegen können Säuren dem Zahn schaden, weil sie aus dem Zahnschmelz das Kalzium und Phosphat herauslösen und ihn damit aufweichen (siehe Karies).
Unter dem Zahnschmelz liegt das Zahnbein oder Dentin. Es stellt die Hauptmasse des Zahnes dar. Die Hartsubstanz des Dentins besteht wie beim Zahnschmelz aus Kalzium und Phosphat, allerdings nur zu zwei Dritteln, der Rest ist Eiweiß und Wasser, weshalb Dentin weicher und anfälliger gegen Karies ist als der Zahnschmelz. Das Dentin ist schmerzempfindlich. Hitze-, Kälte- und Berührungsreize führen zu Flüssigkeitsbewegungen in den Dentinkanälchen (die im Bereich des Zahnhalses bis an die Oberfläche reichen können). Dies reizt die Tomes'schen Fasern, Zellfortsätze der Odontoblasten (Dentin-bildende Zellen). Die Odontoblasten stehen mit freien Nervenendigungen in Verbindung, die den Reiz als Schmerzempfindung ans Zentralnervensystem weiterleiten.
Das Dentin umschließt wiederum den inneren Teil des Zahns, Pulpa oder Zahnmark genannt, die von Blutgefäßen und Nervenfasern durchzogen wird.
Im Wurzelbereich wird das Dentin vom Zahnzement bedeckt, der dritten Zahnhartsubstanz neben dem Zahnschmelz und dem Dentin. Der Zahnzement umschließt als dünne Schicht das Wurzeldentin, ist die äußere Hülle des Zahnes und „mauert“ die Zahnwurzel im Kiefer ein. Doch hat die Verbindung zum Kieferknochen, in dem jeder Zahn in seinem Zahnfach (Alveole) aufgehängt ist, eine gewisse Elastizität (siehe Zahnhalteapparat).
Bei einigen Säugetieren sind wurzel
Bei Fischen, Amphibien und Reptilien können die Zähne zeitlebens immer wieder durch neue ersetzt werden (Polyphyodontie). Bekannt sind hierfür z.B. die Zebrafische und das "Revolvergebiss" der Haie.
Bereits in der Steinzeit wurden entzündete Zähne fachkundig gezogen, und seit Jahrtausenden gehören Zahnfüllungen (vulgo "Plomben"), vereinzelte Zahnkronen und Kiefer-Operationen zur Gesundheitspflege von Kulturvölkern.
Wenn heute durch notwendig gewordene Extraktionen größere Zahnlücken entstehen, wird häufig eine Zahnprothese ("drittes Gebiss") oder eine Brücke eingesetzt. Seit etwa 20 Jahren besteht auch die Möglichkeit metallener Zahnimplantate, die im Kiefer einwachsen und später überkront werden. Wachsende Bedeutung hat auch die Mundhygiene, die von Zahnärzten zur Gesunderhaltung des Zahnfleisches angeboten wird.
Cave: in seltenen Fällen kann akut auftretender Zahnschmerz einziges Symptom eines Herzinfarkts sein.
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