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Als Zahlungsverkehr werden alle Übertragungen von Zahlungsmitteln bezeichnet. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen dem beleghaften und dem nicht-beleghaften Zahlungsverkehr.

Der bargeldlose Zahlungsverkehr erfolgt üblicherweise über Kreditinstitute und betrifft Zahlungen in der Form von Buchgeld zwischen Kontokorrentkonten, auch Girokonten genannt, bei denen kein Bargeld bewegt wird. Das Konto des Auftraggebers wird mit dem Zahlungsbetrag belastet, der Empfänger erhält eine entsprechende Gutschrift auf seinem Konto. Die Kreditinstitute erbringen die Dienstleistung des Transfers und erhalten meist eine Gebührengutschrift, eventuell im Rahmen von Kontoführungspauschalen.

Zahlungsverkehrsarten und Auftragserteilung


Bargeldlose Zahlungsarten im Überblick
Vorgang Abrechnung Bonität
geprüft?
Kosten Sonstiges
ec-cash Maestro-Card-Karte oder
Bankkundenkarte + PIN
Online Ja 0,3% des Umsatzes (min 0,08€) Für Zahlungen am Tresen (mit Bonitätsprüfung)
ELV Maestro-Karte + Unterschrift Offline Nein keine Auf Vertrauensbasis (Stammkunden, geringe Beträge)
Online-
Lastschriftverfahren
Maestro-Karte + Unterschrift Online Nein 0,05€ (Sperrdateiabfrage) nur Abfrage nach Sperrung (keine Bonitätsprüfung)
Maestro ausländische Maestro-Karte + PIN Online Ja 0,95€ des Umsatzes für ausländische Kunden
Kreditkarte Kreditkarte + PIN On- und Offline Ja ca. 2% bis 4% sehr verbreitet
Geldkarte aufgeladene Geldkarte Offline Ja 0,3% des Umsatzes (min. 0,01 €) Garantie wegen vorherigem Aufladen der Karte

Übliche Wege der Auftragserteilung in Deutschland sind

Es gibt derzeit die folgenden grundsätzlichen Auftragsarten im klassischen Zahlungsverkehr:

  • Überweisung (eine Unterart der Überweisung ist z.B. der Dauerauftrag bei der eine regelmäßig wiederkehrende Zahlung von der Bank automatisch ausgeführt wird)
  • Scheck (Barscheck, Verrechnungsscheck und Orderscheck, der garantierte EC-Scheck wurde abgeschafft)
  • Wechsel
  • Lastschriften werden aufgrund einer Vertragsbeziehung durch den Zahlungsempfänger erstellt und laufen von seinem Kreditinstitut zum Kreditinstitut des Zahlungspflichtigen, dessen Konto mit dem Betrag belastet wird.

Neben diesen Grundarten gibt es eine Vielzahl von elektronisch basierten Zahlungsmöglichkeiten wie die Geldkarte, Debitkarten – frühere EC-Karte (heute z. B. SparkassenCard oder andere Kundenkarten mit Debitfunktion) – sowie die Kreditkarten. Neben der persönlichen Auftragsabwicklung in einer Filiale ist Beschaffung von Bargeld an Geldautomaten sowie die bargeldlose Bezahlung an sogenannten Point-of-Sale-Kassen (PoS) möglich.

Letztlich bedienen sich die Kartenzahlungen auch einer der oben genannten Grundzahlungsverfahren – meist werden die Beträge per garantierter, nicht rückgebbarer Lastschriften beim Karteninhaber eingezogen und seinem Konto belastet. Neben der Funktion der Karten als bargeldloses Zahlungsmittel dienen sie hauptsächlich der Bargeldbeschaffung und, bei der Kreditkarte, der kurzfristigen Kreditinanspruchnahme.

Internationaler Zahlungsverkehr


Innereuropäische Zahlungen und Auslandszahlungsaufträge gehen ab einer Einzelsumme von EUR 12.500,00 in die nationale Zahlungsbilanzstatistik ein, hierfür sind dann zusätzliche Angaben zum Grundgeschäft für nationale Statistiken erforderlich. Derartige Aufträge werden zwischen den Banken meist über SWIFT oder TARGET abgewickelt.

Weblinks


Zahlungsverkehr

 

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