Unter einem Zahlungsstrom versteht man eine Funktion, die für Zeitintervalle angibt, wieviel Geld in welche Richtung geflossen ist. Sie ist also verwandt mit Dichtefunktionen.
Üblicherweise werden negative Geldwerte für Auszahlungen, positive Geldwerte für Einzahlungen verwendet.
Ein solcher diskreter Zahlungsstrom wird dann oft als diskreter Zahlungsvektor dargestellt. Dieser listet einfach die Werte des Zahlungsstroms an benachbarten diskreten Zeitpunkten auf.
Bei Krediten und Darlehen - die nicht zur Tilgung ausgesetzt sind - setzt sich der Zahlungsstrom jeweils zusammen aus einem Zinsanteil und einem Tilgungsanteil. Während bei einem Ratenkredit Zins- und Tilgungsanteil über die gesamte Laufzeit des Kredites unverändert bleibt, ändern sich Zins- und Tilgungsanteil bei einem Annuitätendarlehen mit jeder Rate. Der Zinsanteil fällt dabei kontinuierlich, im Gegenzug steigt der Tilgungsanteil kontinuierlich an.
An Hand der Zahlungsströme kann - im Zweifelsfall - eine komplette Rückrechnung von Krediten und Darlehen durch Kreditsachverständige vorgenommen werden. Dieses ist in Streitfällen von erheblicher Bedeutung. Es gibt Fälle, in denen die Nachberechnung von Zahlungsströmen Unterschiede von einigen Tausend EURO erbracht haben.
In diesem Zusammenhang wird in zunehmenden Maße auch die unkorrekte Wertstellung von Zahlungströmen durch die Kreditinstitute bemängelt, die im Zweifelsfall zu einer erhöhten Zinsbelastung führen.
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