| Wappen | Karte | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Zagreb (grb).gif | Hr-map.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Staat: | Kroatien | bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | 17 Stadtbezirke | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Fläche: | 641 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Höhe: | 120 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Einwohner: | 780.097 (2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner in der Metropole: | 1.000.000(2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 1.217 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 10000 | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Vorwahl: | +385-(0)1 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | ZG | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Website: | http://www.zagreb.hr/ | Politik | ||||
| Bürgermeister: | Milan Bandić (SDP) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Zagreb * (deutsch, insbesondere in Österreich, auch Agram) ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt der Republik Kroatien. Der Stadtkern selbst zählt als eigene kroatische Gespanschaft. Die gesamte umliegende Region wiederum bildet eine weitere Verwaltungseinheit, die Gespanschaft Zagreb.
Zagreb liegt am Fuß des Medvednica-Gebirges an beiden Seiten der Save im Südwesten der Pannonische Tiefebene. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Kathedrale. Die Stadt ist Sitz der katholischen Erzdiözese Zagreb.
Etwa ein Fünftel der Gesamtbevölkerung Kroatiens lebt im Großraum Zagreb. Zagreb ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes.
Verwaltungsmäßig bildet Zagreb heute eine Gespanschaft für sich. Gleichzeitig ist sie Verwaltungssitz der Gespanschaft Zagreb (kroatisch Zagrebačka županija), die die Umgebung der Stadt umfasst.
Tomislav Denkmal Zagreb.jpg-Platz]] Draskoviceva-ZG.JPG Der Name Zagreb wurde zum ersten Mal im Jahre 1094 erwähnt, als der ungarisch-kroatische König Ladislaus I. die Zagreber Diözese gegründet hatte. Zagreb bedeutet „am Graben“, woraus später das deutsche „Agram“ abgeleitet wurde. Die Stadt entwickelte sich aus den beiden Siedlungen, Kaptol (dt: Kapitel) und Gradec, die heute den Kern der Altstadt Zagrebs bilden. In Gradec hatten sich Kaufleute und Handwerker angesiedelt. Kaptol war die Stadt des Klerus, in der die Kanoniker des Zagreber Bistums wohnten. Interessenskonflikte zwischen den beiden Siedlungen führten immer wieder zu Auseinandersetzungen.
Im 13. Jahrhundert hatte Südosteuropa unter verheerenden Plünderungen der Tataren (mongolische Volksstämme) zu leiden. Der König von Kroatien und Ungarn, Béla IV., versteckte sich auf der Flucht vor den Tataren in Gradec und versuchte von dort die Verteidigung zu organisieren. Aus Dankbarkeit für seine Rettung verlieh er 1242 den Einwohnern von Gradec die Bulla Aurea. Durch dieses Dokument wurde Gradec zur freien königlichen Stadt. Die Bulla Aurea war ein Symbol der Freiheit und Unabhängigkeit. Nun erlebte Gradec seine wirtschaftliche Blüte. Es entstanden schöne Paläste, Kirchen und Befestigungswerke nach mittel- und westeuropäischem Vorbild, die der Stadt noch heute eine romantische Atmosphäre geben.
1557 wurde Zagreb erstmals als Kroatiens Hauptstadt erwähnt.
Auch die Unterstadt (Donji grad) begann sich schnell zu entwickeln und übernahm bald die Rolle von Gradec in Handel und Handwerk.
Von 1756 bis 1776 übernahm Varaždin vorübergehend die Rolle als Kroatiens Hauptstadt. 1850 wurden die zwei Städte Gradec und Kaptol zur Stadt Zagreb vereint und mit der Unterstadt verbunden. Ein schweres Erdbeben richtete 1880 beträchtlichen Schaden an, ermöglichte jedoch auch eine Modernisierung und dynamische Weiterentwicklung der Stadt.
Kaptol ist bis heute das Zentrum der katholischen Kirche und des geistlichen Lebens in Kroatien. Gradec, heute Oberstadt genannt, wurde zum politischen und administrativen Zentrum. In der Unterstadt mit ihren vielen prächtigen Gebäuden aus dem späten 19. Jahrhundert pulsiert das wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Leben.
Zagreb war zur Zeit des Königreiches Ungarn Sitz des Komitates (Gespanschaft) Zágráb.
Am 29. Oktober 1918 beschloss das kroatische Parlament in Zagreb die Aufhebung sämtlicher staatsrechtlicher Beziehungen zwischen Kroatien und der österreichisch-ungarischen Monarchie. Einen Monat später folgte der Beitritt Kroatiens zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen.
1926 wird der erste Zagreber Radiosender in Betrieb genommen.
Am 10. April 1941 marschierte die deutsche Wehrmacht in Zagreb ein. Kroatische Nationalisten feierten die Deutschen als Befreier und riefen den so genannten „Unabhängigen Staat Kroatien“ aus. Am 8. Mai 1945 marschierten die Tito-Partisanen in Zagreb ein. Kroatien wurde daraufhin in die kommunistische Volksrepublik Jugoslawien eingegliedert.
1970-1971: Zagreb war der Mittelpunkt des Widerstandes gegen das kommunistische Regime. Es fanden Demonstrationen gegen die Politik der Belgrader Zentralregierung statt, der Kroatische Frühling wurde niedergeschlagen und endete mit Massenverhaftungen.
Am 10. September 1976 kollidierten bei Zagreb ein jugoslawisches und ein britisches Flugzeug. Das Unglück forderte 176 Tote, davon 27 Deutsche. 1987 fand in Zagreb die Universiade statt.
1990 fand in Zagreb der von 500 Millionen Fernsehzuschauern verfolgte fünfunddreißigste Grand Prix d'Eurovision de la Chanson (Eurovision Song Contest) statt.
Am 30. Mai 1990 fand die erste Sitzung des ersten demokratisch gewählten kroatischen Parlaments statt.
Am 25. Juni 1991 erklärte das kroatische Parlament die Unabhängigkeit und Souveränität der Kroatischen Republik. Zagreb wurde die Hauptstadt.
Am 7. Oktober 1991 wurde Zagreb im Zuge des Jugoslawienkrieges von der „jugoslawischen Volksarmee“ angegriffen. Die Stadt war zum Zeitpunkt der Bombardierung überfüllt mit Flüchtlingen aus Ostslawonien und Vukovar. Am darauf folgenden Tag, am 8. Oktober 1991, setzte Kroatiens Regierung die nach einer Volksabstimmung erklärte Unabhängigkeit offiziell in Kraft.
1994 feierte man Zagrebs 900-jähriges Jubiläum. Im September besuchte Papst Johannes Paul II. die Stadt.
Am 2. und 3. Mai 1995 schlugen serbische Raketen in der Innenstadt von Zagreb ein. Der militärisch sinnlose Angriff kostete sieben Zivilisten das Leben; 176 wurden verletzt. Der damalige befehlshabende serbische Anführer Milan Martić muss sich heute vor dem Den Haager Kriegsverbrechertribunal verantworten. Im Dezember 1995 wurde der Vertrag von Dayton unterzeichnet.
Am 2. Oktober 1998 kam Papst Johannes Paul II. zum zweiten Mal nach Zagreb. Er besuchte anschließend den Wallfahrtsort Marija Bistrica und die Stadt Split.
Am 11. Dezember 1999 starb Kroatiens Präsident, Franjo Tuđman in Zagreb.
Am 24. November 2000 fand in Zagreb der EU-Südosteuropa-Gipfel statt. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union sowie der Staaten des westlichen Balkans, also Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Bundesrepublik Jugoslawien (heute Serbien), Albanien und Mazedonien besprachen die langfristige Assoziierung der Staaten Südosteuropas an die EU.
Am 30. Oktober 2003 hielt sich der damalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder zu einem Besuch in Zagreb auf. Es war der erste Besuch eines deutschen Bundeskanzlers in Kroatien.
Im südöstlichen Teil der Stadt liegt das größte Industriegebiet Žitnjak.
Viele Unternehmen wie z. B der Öl- und Gaskonzern INA haben ihren Hauptsitz in Zagreb. Im Westen der Stadt sind an mehreren Standorten der Pharmakonzern Pliva, der Elektrotechnikkonzern Končar und Ericsson-Tesla angesiedelt.
Besucher aus den nahegelegenen EU-Nachbarländern entdecken zunehmend Zagreb als günstige Einkaufsstadt: Neben großen Einkaufszentren in der Peripherie im Osten und Westen der Stadt lädt in der Zagreber Innenstadt besonders die Hauptgeschäftsstraße Ilica mit ihren zahlreichen traditionsreichen Handwerkergeschäften wie z. B. Schustern, Hutmachern, Ledertaschenläden, Küfnern, Boutiquen und Juwelieren zum Einkaufen ein.
Die Messe Zagreb (Zagrebački Velesajam) ist die bedeutendste Messestandort auch über die Grenzen Kroatiens hinweg.
In Zagreb hat auch die Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer ihren Sitz.
Zagreb besitzt einen internationalen Verkehrsflughafen, gelegen etwa 20 km südöstlich des Stadtzentrums auf dem Gebiet der Ortschaft Pleso. Der IATA-Flughafencode ist ZAG. Der ÖPNV der Stadt wird unter anderem von der ZET und Stadtbussen durchgeführt. Seit dem Jahr 2005 wird die moderne TMK2200 eingesetzt.
Siehe auch: Infrastruktur, Verkehr und Telekommunikation in Kroatien
Die Universität Zagreb (gegründet am 23. September 1669) ist eine der ältesten in Ostmitteleuropa. Die Gebäude der Fakultäten befinden sich in mehreren Stadtteilen.
Das im Jahr 1950 gegründete Ruđer Bošković-Institut ist das größte interdisziplinäre Institut Kroatiens und beschäftigt im Jahr 2005 insgesamt 200 Wissenschaftler.
Eine Auswahl der in Zagreb erscheinenden Zeitungen und Zeitschriften:
| Zeitraum | Bezeichnung | Inhalte |
|---|---|---|
| Februar | Zagrebdox | Dokumentarfilmfestival |
| April | Tage der kroatischen und internationalen Musik (dani hrvatske glazbe) | Biennale, Kammermusik Konzerte, Moderne Musik |
| Mai | Zagrebački književni razgovori (Literarische Gespräche in Zagreb) | Zusammenkunft internationaler Schriftsteller |
| 23. - 30. 06 | Eurokaz | Internationales Theaterfestival des neuen Theaters |
| Juli - August | Zagreber Sommerfestival (Zagrebački ljetni festival) | Kammermusik, Symphoniekonzerte, Jazz und Musikszene |
| 01. - 07. 08 | Woche der modernen Tanzes (tjedan suvremenog plesa) | Moderne Tanzkunst |
| 19. - 23. August | Internationales Folklorefestival (Međunarodna smotra folklora) | Folklore Aufführungen auf dem Jelačić-Platz in Zagreb |
| August- September | PIF | internationales Puppenspieler Festival |
| Oktober - November | Zagreber Salon (Zagrebački salon) | Themenbezogene Ausstellungen |
Haus der kroatischen Kunst, Zagreb.JPG geschaffen]]
Die Bezirke (kroat. "kvartovi" oder "četvrti") in alphabetischer Reihenfolge mit in Klammern angegeber Bevölkerungszahl aus dem Jahr 2001 sind:
| Nr. | Bezirk | Übersetzung | Fläche (km²) | Bevölkerung (2001) | Siedlungen |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Donji Grad | Unterstadt | 3,016 | 45.178 | |
| 2. | Gornji Grad - Medveščak | Oberstadt - Medveščak | 10,125 | 36.475 | "August Cesarec", Gornji grad, Gupčeva zvijezda, "Ivan Kukuljević Sakcinski", Kraljevac, Medveščak, Nova Ves, Petrova, Ribnjak, "Stjepan Radić", Šalata, Tuškanac, Voćarska |
| 3. | Trnje | 7,365 | 45.199 | Cvjetnica, Cvjetno naselje, Kanal, Marin Držić, Martinovka, Staro Trnje, Trnjanska Savica, Sigečica und Vrbik | |
| 4. | Maksimir | 14,349 | 49.449 | Bukovac, "Dinko Šimunović", Dobri dol, Dotrščina, "Eugen Kvaternik", Kozjak, Maksimir, Maksimirska naselja, Mašićeva, Remetem, Ružmarinka | |
| 5. | Pešćenica - Žitnjak | 35,295 | 58.349 | Pešćenica: Stara Pešćenica, Donje Svetice, Folnegovićevo naselje, Volovčica, Ferenščica Žitnjak: Kozari Bok, Kozari putevi, Ivanja Reka, Vukomerec | |
| 6. | Novi Zagreb-istok | Neu Zagreb-Ost | 16,544 | 65.424 | Dugave, Hrelić, Jakuševec, Sloboština, Sopot, Središće, Travno, Utrine, Zapruđe, Buzin, Veliko Polje |
| 7. | Novi Zagreb-zapad | Neu Zagreb-West | 62,594 | 47.163 | Kajzerica, Lučko, Hrašće, Hrvatski Leskovac, Remetinec, Savski gaj, Siget, Sveta Klara und Trnsko. |
| 8. | Trešnjevka-sjever | Trešnjevka-Nord | 5,828 | 55.352 | "Antun Mihanović", Ciglenica, "Dr. Ante Starčević", Ljubljanica, "Nikola Tesla", Pongračevo, Rudeš, Samoborček, "Silvije Strahimir Kranjčević", Stara Trešnjevka |
| 9. | Trešnjevka-jug | Trešnjevka-Süd | 9,836 | 67.050 | Horvati-Srednjaci, Gajevo, Jarun, Knežija, Prečko, Vrbani |
| 10. | Črnomerec | 24,327 | 38.679 | "Ban Keglević", "Bartol Kašić", Gornja Kustošija, Kustošija centar, Jelenovac, Medvedgrad, Sveti Duh, Šestinski dol-Vrhovec | |
| 11. | Gornja Dubrava | Obere Dubrava | 40,277 | 61.112 | Branovec-Jalševec, Čučerje, Dankovec, Dubec, Dubrava-Središte, Gornja Dubrava, Granešina, Granešinski Novaki, Klaka, Miroševec, Novoselec, Oporovec, Poljanice, Stari Retkovec, Studentski grad, Trnovčica, Zeleni brijeg |
| 12. | Donja Dubrava | Untere Dubrava | 10,823 | 35.920 | Čulinec, Donja Dubrava, "Ivan Mažuranić", Novi Retkovec, Resnički Gaj, Poljanice, Stari Retkovec, "30. svibnja 1990.", Trnava |
| 13. | Stenjevec | 12,180 | 40.949 | Gajnice, Malešnica, "Matija Gubec", Stenjevec, Špansko, Vrapče-jug | |
| 14. | Podsused - Vrapče | 36,049 | 42.341 | Gornji Stenjevec, Gornje Vrapče, Perjavica-Borčec, Podsused, Vrapče-centar, Gajnice, Stenjevec | |
| 15. | Podsljeme | 60,116 | 17.531 | Šestine, Gračani und Markuševec | |
| 16. | Sesvete | 165,238 | 58.416 | Mindestens 42 Siedlungen | |
| 17. | Brezovica | 127,390 | 10.837 | Mindestens 12 Siedlungen |
In Zagreb finden das Tennisturnier Zagreb Open und die internationale Ruderregatta Grand Prix Jarun statt. Im August 2005 fand auf der Regattastrecke des Jarun-Sees die Weltmeisterschaft im Kanurennsport statt.
Im Januar 2005 fand auf dem Zagreber Hausberg und zugleich Naturpark Medvednica das erste Ski alpin-Slalom-Rennen der Damen statt. Im Jahr 2006 wird es wiederholt und für das Jahr 2007 ist auch ein Herren Weltcup Ski Alpin Rennen geplant.
Zagreb unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
Die folgende Übersicht enthält bedeutende, in Zagreb geborene Persönlichkeiten. Ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Zagreb hatten oder nicht ist dabei unerheblich. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Ort in Kroatien | Hauptstadt in Europa | Kroatische Gespanschaft
زغرب | Zagreb | Загрэб | Загреб | জাগরেব | Zagreb | Zagreb | Záhřeb | Zagreb | Ζάγκρεμπ | Zagreb | Zagrebo | Zagreb | Zagreb | Zagreb | Zagreb | Zagreb | זאגרב | Zagreb | Zágráb | Zagreb | Zagreb | Zagabria | ザグレブ | 자그레브 | Zagreb | Zagrebas | Zagreba | Загреб | Zagreb | Zagreb | Zagreb | Zagrzeb | Zagreb | Zagreb | Загреб | Zagreb | Zagreb | Záhreb | Zagreb | Загреб | Zagreb | ซาเกร็บ | Zagreb | 萨格勒布 | Zagreb