| Zürich HB | |
|---|---|
| Haupt-/Bahnsteig-gleise | 16 (3–18, oberirdisch) |
| S-Bahn-Gleise | 10 (1+2; 21–24, unterirdisch; 51–54, oberirdisch) |
| Zugbewegungen (täglich) | 870 (Gl. 3–18, Fernverkehr) 429 (Gl. 51–54, v.a. S-Bahn) 1250 (Gl. 21–24, S-Bahn) 190 (Gl. 1+2, S-Bahn, SZU) Total: 2739 Züge |
| Rangierbewegungen (täglich) | ca. 5000 (inkl. Abstellanlage Herdern und Vorbahnhof) |
| Reisende (täglich) | 350'000 |
| Hbplan.jpg | |
Zürich Hauptbahnhof (kurz Zürich HB, bis 1893 Bahnhof Zürich) ist die grösste Bahnstation der Schweiz. Er ist ein Bahnknotenpunkt für Züge aus dem Inland und den angrenzenden Ländern (Deutschland, Italien, Frankreich und Österreich).
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1902 wurden die Geleise bis auf die Höhe der Bahnhofstrasse zurück genommen. Nördlich der Halle wurden vier weitere Geleise und der Nordtrakt mit Restaurant und Bahnpost angefügt. 1933 entstanden die schlichte Querhalle – für welche die Haupthalle um zwei Segmente gekürzt wurde – und die Perronhalle aus Eisen und Glas mit 7,5 Bögen und 15 Geleisen.
Zuerich hauptbahnhof.jpg Im Gleisfeld, etwa 500 Meter vor der Querhalle, wurde 1963 der imposante, sechsstöckige Betonkubus errichtet, der seit 1966 das Zentralstellwerk Zürich beherbergt. Das damals hochmoderne, relaisgesteuerte Stellwerk ersetzte die dezentralen mechanischen und elektro-mechanischen Stellwerke im Vorfeld, unter anderem das Stellwerk «Seufzerbrücke», welches östlich der Langstrasse den gesamten Vorbahnhofbereich überquerte. Die Stellwerkanlage wurde für die Inbetriebnahme der S-Bahn modernisiert und mit einer Rechnersteuerung ausgerüstet, welche die Standardoperationen ausführt. Die ganze Steuerung der Weichen und Signale im Bereich Langstrasse–Querhalle läuft aber auch heute noch zum grössten Teil über eine Relaissteuerung, teilweise sogar noch mit den Original-Relaissätzen aus dem Jahr 1966.
Zuerich Hauptbahnhof.jpg Seit 1990 verbinden Ladenpassagen zwei unterirdische S-Bahnhöfe mit der Haupthalle. Schwarz-weiss gestreifte Wände aus Marmor und Böden aus Granit sind das wichtigste Gestaltungsmerkmal eines der grössten Einkaufszentren der Schweiz. 1996 wurde die Haupthalle von nachträglichen Einbauten befreit. 1997 erhielt die Perronhalle auf beiden Seiten schräge Dächer auf schiefen Betonstützen, entworfen vom Zürcher Architekturbüro Meili, Peter.
Erstaunlich ist, dass in den 1960er Jahren die Verantwortlichen der SBB-Baudirektion (Kreis III) trotz Platznot die Planung eines unterirdischen Durchgangsbahnhofs stoppten. Es folgten Jahrzehnte von aufwendigen und kostenintensiven «Flickarbeiten», die aber nur zu teilweise befriedigenden Lösungen führten.
Ab dem Bahnhof Museumstrasse verkehren die S-Bahnlininen , , , , , und .
Am südlichen Rand des Areals, unter dem Bahnhofplatz, liegen im Untergeschoss unter dem ShopVille die zwei Gleise der Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn (Gleis 1 und 2). In diesem Bereich ist mit dem «Bahnhof Löwenstrasse» bereits die nächste grosse Erweiterung geplant.
Ab den Gleisen 1 und 2 verkehren die Züge der S-Bahn-Linien und .
Als Übergangsmassnahme wurde südlich von Gleis 3 eine provisorische Anlage mit vier Zusatzgleisen (Gleise 51–54) erbaut, um die Haupthalle (Gleise 3–18) vom S-Bahn-Verkehr zu befreien. Spekuliert wird, ob der ungeliebte Ersatzbau, der ein wenig versetzt liegt und deshalb die Wege verlängert, nicht zu einem dauerhaften Behelf wird, da der Bahnhof Löwenstrasse erst 2013 fertiggestellt werden soll und die Verkehrsentwicklung bis dahin bereits wieder neue Gleise benötigen dürfte.
Ab dem Bahnhof Sihlpost verkehren die S-Bahnlinien , , , und .
Der zweite unterirdische Durchgangsbahnhof «Bahnhof Löwenstrasse» an der sogenannten «Durchmesserlinie Altstetten/Wiedikon–Zürich HB–Oerlikon» soll die direkte Durchfahrt von Fernverkehrszügen auf den nationalen West-Ost- und Nord-Süd-Verbindungen ermöglichen. Ausserdem sollen damit auch die heutigen Spitzkehren wegfallen, welche die S-Bahnen von der linksufrigen Seebahn her kommend, nach Oerlikon vollführen müssen. Neben den (zunächst bloss) vier neuen unterirdischen Gleisen (Gleise 31–34) braucht es dafür aber noch den fünf Kilometer langen Weinbergtunnel nach Oerlikon.
Die Vorarbeiten für den Bau sind angelaufen, der Eröffnungstermin von 2013 ist immer noch ungewiss, da die Finanzierung noch nicht sichergestellt ist. Als Politikum ist sie Teil des «Umverteilungskamfps» der Bundespolitik – Subventionen und Bauaufträge Bahn 2000, NEAT.
Weblink: über den Bahnhof Löwenstrasse mit Querschnitt durch den Hauptbahnhof
Im Vorfeld befindet sich der ehemalige Rangierbahnhof, der nach Eröffnung des neuen Rangierbahnhofes Zürich-Limmattal zwischen Dietikon und Spreitenbach stillgelegt wurde, sowie die Eisenbahnhauptwerkstätte. Hier wurde vor allem während der letzten Jahre viel gebaut (Bahn 2000). Die Gleise im Bereich «Vorbahnhof» dienen heute als Abstellbahnhof für Reisezugwaggons. Ausserdem befindet sich das Lokdepot «F» dort. Diverse Brücken- und Tunnelkonstruktionen erlauben die kreuzungsfreie Ein- und Ausfahrt der Züge.
Da im Bereich des Vorbahnhofes wegen der vielen zusätzlichen Überwerfungen und Tunnels immer mehr Abstellgleise weg fielen, wurde eine neue Abstell- und Unterhaltsanlage «Herdern» zwischen den Bahnhöfen Zürich Hardbrücke und Altstetten gebaut. Sie besteht aus einer 2-gleisigen Unterhaltshalle für Reisezüge, einer eingleisigen Halle für die Grundreinigung der Züge und einer Durchlaufwaschanlage. Für das Abstellen von S-Bahn-Zügen und Einzelwagen stehen 23 ca. 200 Meter lange Gleise, für ganze Zugskompositionen 11 ca. 400 Meter lange Gleise zur Verfügung. Da die Abstellanlage Herdern auf der Nordwestseite von Zürich HB liegt, musste eine Überwerfung gebaut werden, welche die 4 Streckengleise zwischen Zürich HB und Altstetten überquert.
Rund um den Bahnhof sorgen die Trams, Trolleybusse und Busse der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) für die ÖPNV-Feinverteilung. Der Hauptbahnhof ist eines der wichtigsten Drehkreuze der Zürcher Trams.
Mehr als 350'000 Passagiere benutzen den Bahnhof täglich. Zürich Hauptbahnhof ist nur während weniger Nachtstunden geschlossen. Die ersten Züge fahren bereits kurz vor 5 Uhr, die letzten um 1 Uhr in der Nacht. Freitag- und Samstagnacht besteht ausserdem ein wachsendes Angebot an nächtlichen Nahverkehrs-Zugverbindungen der S-Bahn Zürich.
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"Zürich Hauptbahnhof".
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