Welthoelzer_DZMG.jpg | Streichholzschachtel_01_KMJ.jpg Das Zündwarenmonopol in Deutschland geht zurück auf das 1930 durch den Reichstag erlassene Zündwarenmonopolgesetz. Zündhölzer waren nur von der Deutschen Zündwaren-Monopolgesellschaft erhältlich (Welthölzer) und die Produktionskontingente und Marktanteile waren staatlich geregelt. Erst 1983 wurde das Zündwarenmonopol in der BRD aufgehoben, in der DDR wurden bis 1989 zentral in Riesa Streichhölzer hergestellt.
Sehr erfolgreich expandierte Kreuger auf immer neuen nationalen Märkten, indem er mit Dumpingpreisen die Konkurrenz so lange schwächte, bis er den Markt kontrollierte.
Auf diese Weise wuchs die 1917 in Swedish Match umbenannte Firma zu einer Holding an, der in den 30er Jahren rund 150 Tochterfirmen angehörten und die in 33 Ländern den Zündholzmarkt und etwa 60% der Weltproduktion kontrollierte. Daneben gehörten Kreuger eine Vielzahl an Berg- und Verhüttungswerken, ein großer Teil der schwedischen Papierindustrie mitsamt den dazugehörigen Wäldern und auch die Telefonfirma Ericsson.
Als Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reiches übernahm die Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auch das Zündwarenmonopol. Die Reichsanleihe lief wie vereinbart über 53 Jahre und wurde komplett zurückgezahlt und auch das Zündwarenmonopol wurde erst zum 15. Januar 1983 nach 53 Jahren aufgehoben. Bis dahin konnte man in Westdeutschland nur die Streichhölzer der staatlichen Monopolgesellschaft kaufen, die unter den Namen Welthölzer und Haushaltsware angeboten wurden.
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