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Ystad
 

Ystad City Street.jpg Ystad (deutsch veraltet Ystadt) ist eine Stadt in Schonen (schwedisch Skåne) an der schwedischen Südküste. In der Stadt, Hauptort der Gemeinde Ystad, lebten im Jahr 2006 17.353 Einwohner.

Ystad ist bekannt für ihre Fachwerkarchitektur und ging in die Literatur als Wohnort von Kriminalkommissar Kurt Wallander ein, Hauptfigur der Romane von Henning Mankell. Sein legendäres Wohnhaus in der Mariagatan 10, ein schlichtes Gebäude aus rotem Backstein, gibt es wirklich, wenn auch der Tourist den Romanhelden vergeblich hinter seinen Fassaden sucht.

Der Name Ystad wurde 1244 erstmals in den Lunder Annalen erwähnt, doch war das Stadtgebiet bereits früher besiedelt. Die Ursprünge der Hauptkirche der Stadt, der Marienkirche (Mariakyrka), stammen aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts. Das 1258 gegründete Franziskanerkloster (Gråbröderklostret) St. Petri zählt zu den besterhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen in Schweden und beherbergt heute das Stadtmuseum. Wirtschaftliche Grundlage für den Aufschwung der Stadt bildete die Fischerei und der Handel mit Heringen, deren Vorkommen in der südlichen Ostsee im ausgehenden Mittelalter enorme Ausmaße hatte, um 1500 jedoch plötzlich drastisch abnahm.

Von Ystad aus bestehen Fährverbindungen zur dänischen Insel Bornholm und nach Świnoujście (Swinemünde) in Polen. Ystad ist Endpunkt der Eisenbahnlinie Malmö – Ystad, über die auch Direktverbindungen nach Kopenhagen bestehen, um die Bornholmfähre an das dänische Schienennetz anzubinden. Eine weitere Eisenbahnstrecke verbindet Ystad über Tomelilla mit Simrishamn an der Ostküste Schonens.

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