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Der Yssykköl (kirgisisch Ысыккөл = „heißer See“; in Deutschland auch unter dem russischen Namen Иссык-Куль/Issyk-Kul bekannt) ist der größte See in Kirgisistan (Zentralasien).

Nach dem südamerikanischen Titicacasee ist der im Tienschangebirge liegende See mit 6.236 km² Fläche der zweitgrößte Gebirgssee der Erde. Er befindet sich im Gebiet Yssykköl, ist 178 km lang, 60 km breit, bis 702 m tief und liegt 1.609 m über dem Meeresspiegel. Man nennt den See auch das „Herz des Tienschan“. Nördlich des Sees liegt die Bergkette des Kungei-Alatau. Südlich des Sees hingegen befindet sich die Kette des Terskej-Alatau.

Der Yssykköl gefriert trotz einer Lufttemperatur von bis zu -40 °C im Winter nie. Dies liegt vermutlich daran, dass die rasche Mischung zwischen Oberflächenwasser und Tiefenwasser (mit einer Temperatur von >4 °C) im Winter eine Auskühlung der Oberfläche bis zum Gefrierpunkt verhindert Zudem wird die Temperatur der maximalen Dichte des Wassers aufgrund dessen Salzgehalts (ca. 6 g/kg) von 4 °C (Süsswasser) auf ~2.6 °C verringert, was die Auskühlung des Wasserkörpers und somit das Zufrieren erschwert [http://aslo.org/lo/toc/vol_47/issue_4/1210.pdf. Als weitere Gründe für das Fehlen einer Eisdecke im Winter werden häufig auch die große Tiefe oder das Auftreten warmer Quellen am Seegrund angeführt–allerdings sind diese Voraussetzungen auch in anderen Seen erfüllt, die im Winter aber dennoch zufrieren (z.B. Baikalsee). Der See besitzt mehrere Zuflüsse, aber keinen Abfluss. Über längere Zeiträume schwankt der Wasserspiegel deshalb durch lokale Klimaveränderungen stark.

Das fischreiche Stillgewässer ist sowohl Naturschutzgebiet als auch Erholungsgebiet. Am Ufer des Sees befinden sich die Städte Karakol und Tscholponata. Der See ist auch ein Schauplatz der Romane Tschingis Aitmatows. Am Ufer bei Tscholponata wurden prähistorische Felszeichnungen entdeckt, außerdem hat man Reste einer alten versunkenen Stadt im Yssykköl gefunden.

Während der Zugehörigkeit Kirgisistans zur Sowjetunion wurde der See zum Testen von Torpedos und Torpedosteuerungssystemen genutzt, große Wasser- und Uferareale waren militärische Geheim- und Sperrzonen.

Weblinks


See in Kirgistan | Geographie (Kirgisistan) | Naturschutzgebiet

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