article Related Topics:
Ypsilanti
 

gimmicks.jpg YPS ist ein Comic-Heft, das von 1975 bis 2000 im Phasenvertrieb erschien. Besondere Beliebtheit erreichte das Heft aufgrund des jedem Heft beigelegten Gimmicks (oft ein Spielzeug). 2005 wurde YPS wieder auf den Markt gebracht und es erschien eine Testausgabe, der 2006 bisher drei weitere Testausgaben folgten.

Das Konzept von YPS basierte auf dem französischen Heft Pif Gadget, das ab 1967 in dieser Form erschien und aus dem für YPS zahlreiche Gimmicks und Comics übernommen wurden.

Inhalt


Neben den Comics lag ein Schwerpunkt von YPS auf kreativer Beschäftigung, neben den Gimmicks z.B. mit Bastelbögen, die in manchen Heften das Niveau professioneller Kartonmodelle erreichten (z. B. bei den über mehrere Hefte verteilten Modellen von Scotland Yard oder der Saturn V-Rakete), und auf Hintergrundinformationen z. B. zu naturwissenschaftlichen Themen, die manchmal dem aktuellen Gimmick angelehnt waren. Das hohe Niveau dieser Beiträge konnte YPS jedoch nur in seinen ersten Jahren beibehalten, später lag der Schwerpunkt mehr auf Unterhaltung.

Erscheinungsweise


Vor dem Start der Reihe brachte Gruner + Jahr im Sommer 1975 nur in Hessen fünf Testausgaben heraus. In diesen Heften kam das namensgebende Känguruh Yps noch nicht vor, ebenso fehlte die Reihe Yinni und Yan, die ab der regulären Ausgabe 1 bis kurz vor der Einstellung der Reihe fast immer vertreten war. Vom 13. Oktober 1975 an erschien das Magazin regelmäßig wöchentlich.

1999 kaufte der Egmont Ehapa Verlag die Rechte an Yps auf. Die Erscheinungsweise wurde auf zweiwöchentlich geändert, die Seitenzahl von 48 auf 32 Seiten gesenkt und alle langjährigen Comicserien außer dem Yps-Känguruh selber aus dem Heft entfernt. Aufgrund der schlechten Verkaufszahlen wurde das Heft mit Nr. 1253 vorerst eingestellt. Die letzte reguläre Ausgabe erschien am 10. Oktober 2000 - drei Tage vor dem 25. Jubiläum.

Am 18. August 2005 brachte der Egmont Ehapa Verlag nach fünf Jahren Pause die Nummer 1254 mit einer Auflage von 150.000 Heften heraus. Als Zielgruppe gab der Verlag die 23- bis 32-jährigen an, das Heft enthielt jedoch außer Lucky Luke und dem Yps-Känguruh keine Comicserien aus der alten Zeit. Vom 13. März bis 8. Mai 2006 erschienen drei weitere Testausgaben. Nach Unternehmensangaben reichten die Verkaufszahlen jedoch nicht für ein monatlich erscheinendes Yps-Magazin aus. Der Verlag lässt sich jedoch die Option offen, bei veränderten Rahmenbedingungen oder einer tragfähigen Idee, über einen erneuten Relaunch nachzudenken.

Gimmicks


Das Gimmick war eine Beilage zum Heft, z.B. ein Spielzeug, und sollte einen zusätzlichen Kaufanreiz bieten. Gimmicks, wie beispielsweise die Urzeitkrebse, Agenten- und Überlebensausrüstungen, Zaubertricks und U-Boot-Bausätze wurden zu Kultobjekten. Das Gimmick in Heft 1 war ein kleines Schleuder-Katapult aus Kunststoff. Manche Gimmicks bewegten sich jedoch am Rande des guten Geschmacks, z.B. gab es in Yps mit Gimmick Nr. 263 drei echte tote Tropen-Schmetterlinge in Kästen und bei den "mexikanischen Springbohnen" waren der Auslöser für das Springen lebende Larven des Schmetterlings Laspeyresia saltitans, jedoch gab es auch sehr hochwertige Gimmicks, die allerdings meist in Spezialausgaben (Yps Extra, Yps Spezial und Yps Grün) herausgebracht wurden, wie z.B. ein UKW-Radio zum Selberbauen oder kleinere technische Modellbausätze wie die Marsraupe.

Comics


Neben einem Comic zum Gimmick waren unter anderem folgende Comics vertreten (die Nummern beziehen sich nur auf den Zeitraum, die Reihen waren nicht zwangsläufig in jeder dieser Ausgabe vertreten):

Eigenproduktionen

  • Yps & Co. (ab Ausgabe 1 als einseitiger Comic zum Gimmick, ab Ausgabe 88 mit eigenständigen Geschichten)
  • Yinni und Yan (Ausgabe 1-1235)
  • Schwyps und Gryps (Ausgabe 41-87)
  • Wangaroo das Dschungelkind (ab Ausgabe 83)
  • Captain York (Ausgabe 95-306)
  • Ben's Bande (Ausgabe 112-331)
  • Mister Melone (Ausgabe 122-359)
  • Thomas, der Trommler (ab Ausgabe 132)
  • Hombre (Ausgabe 145-252)
  • Gespenster GmbH (Ausgabe 165-1239)
  • Gries, Gram & Grimm (Ausgabe 400-417)
  • Jimmy das Gummipferd (Ausgabe 422-462)
  • Punk-Piraten (Ausgabe 864-1233)
  • Cybertoon (Ausgabe 1248-1253)

Lizenzcomics

Abgeschlossene Geschichten

Fortsetzungsgeschichten

Nebenreihen


Neben der Hauptreihe gab es vor allem in den 80ern zahlreiche kurzlebige Versuche, Nebenreihen auf den Markt zu bringen.

  • Yps Comic-Band (1 Ausgabe, 1976. Nachdruck der Comicserie Hector)
  • Pif Pocket (15 Ausgaben, 1980-1982. Taschenbuch)
  • Yps-Extra (19 Ausgaben, 1980-1988. Reihe mit aufwändigeren Gimmicks, meist ohne Comics)
  • Yps-Spezial (4 Ausgaben, 1981-1982. Ähnlich wie Yps-Extra)
  • Yps-Grün (3 Ausgaben, 1982. Reihe ohne Comics mit Pflanzen-Gimmicks)
  • Yps Extra-Blatt (1 Ausgabe, 1987. Zeitung mit Kleinanzeigen)
  • Yps Extra-Heft (1 Ausgabe, 1993. Zum damals wie heute beliebten Thema Dinosaurier)

1982 erschien zudem eine schwedische Ausgabe von Yps. Außerdem erschienen Anfang der 80er-Jahre jeweils zwei Hörspielen von Yinni und Yan und den Yps-Freunden (Yps, Kaspar, Patsch und Willi) auf LP und MC.

Weblinks


Comics | Comicmagazin

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "YPS".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld