Der Yosemite-Nationalpark (ausgesprochen "Yo-SEM-it-tee", ), ist ein Nationalparks in den USA. Er liegt in Zentral-Kalifornien, ca. 200 Kilometer östlich von San Francisco. Flächenmäßig erstreckt er sich über 3081 Quadratkilometer entlang der westlichen Hänge der Sierra Nevada. Jährlich zieht der Yosemite-Nationalpark 3 Millionen Besucher an, von denen ein Großteil lediglich den zentralsten Teil des Parks, das Yosemite Valley, besichtigt. Im Jahr 1984 erklärte man den Park zum UNESCO-Weltnaturerbe, da seine beeindruckenden Felsen aus Granit, seine Wasserfälle und klaren Bäche, die Haine von Mammutbäumen und seine Artenvielfalt weltweit bekannt sind. Das Gebiet des heutigen Parks war zudem das erste, das von der Bundesregierung der Vereinigten Staaten offiziell als Park eingeplant war. Der Arbeit von Menschen wie John Muir ist es zu verdanken, dass Yosemite zu einem Schwerpunkt in der Entwicklung des Konzeptes Nationalpark wurde, auch wenn Yosemite nicht der erste Nationalpark war.
Der Park stellt einen der größten und am wenigsten fragmentierten Lebensräumen der Sierra Nevada dar, der einer Fülle von Pflanzen und Tieren beheimatet. Der Park hat einen Höhenunterschied von 600 bis 4000 Metern Höhe, in ihm befinden sich fünf verschiedene Vegetationszonen. Von den 7000 in Kalifornien beheimateten Pflanzenarten sind etwa 50% in der Sierra Nevada zu finden, wobei mehr als 20% innerhalb der Parkfläche angesiedelt sind. Für mehr als 160 seltene Pflanzenarten bietet der Park den passenden Lebensraum, mit wenig lokaler geologischer Formation und einzigartigen Böden, die bezeichnend (sind) für die eingeschränkten räumlichen Verhältnisse sind, denen sich diese Pflanzen anpassen müssen.
Die Geologie des Yosemite-Nationalparks zeichnet sich durch Granitsteine und Überreste älteren Gesteins aus. Vor über zehn Millionen Jahren wurde die Sierra Nevada in die Höhe gedrückt. Sie neigte sich schließlich und bildete die weniger steil abfallenden Westabhänge und die steil abfallenden Ostabhänge. Durch die Anhebung bildeten sich aus den Strömen und Flussbetten tiefe, enge Canyons. Vor ungefähr einer Million Jahren stapelten sich Schnee- und Eismassen. Aus ihnen entstanden in den höheren alpinen Lagen, die sich bis in die Flusstäler erstreckten, Gletscher. Die Eisschicht im Yosemite Valley wird auf bis zu 1200 Meter während der frühen Eiszeit geschätzt. Die Fallbewegung der Eismassen höhlte das U-förmige Tal aus und prägte eine für viele Touristen heute landschaftlich reizvolle Aussicht.
Der Yosemite-Nationalpark liegt im zentralen Hochgebirge Sierra Nevada in Kalifornien. Um von San Francisco aus dorthin zu gelangen, muss man dreieinhalb Stunden Fahrt einkalkulieren, von Los Angeles aus dauert die Anfahrt ca. sechs Stunden. Der Park ist von Wildnis umgeben, der Ansel Adams Wilderness im Südwesten, der Hoover Wilderness im Nordosten und der Emigrant Wilderness im Norden. Der beinahe 3100 Quadratkilometer umfassende Park besitzt viele Seen und Teiche auf, 2,600 Kilometer Fluss-, 1,300 Kilometer Wanderweg und 560 Kilometer Straße. Zwei angelegte und landschaftlich schöne Flüsse, der Merced und Tuolumne, entspringen an den Parkgrenzen und fließen westwärts in das California Central Valley. Die jährlichen Besucherzahlen liegen bei über 3,5 Millionen Menschen, wobei sich die Hauptbesucherströme lediglich auf die 18 Quadratkilometer große Fläche des Yosemite Valley konzentrieren.
Fast alle Landschaftsformen im Gebiet des Parks stammen vom Granitstein des Sierra Nevada Batholith. Mit dem Begriff Batholith bezeichnet man eine große Menge magmatisches Gestein, dass sich tief unter der Erdoberfläche gebildet hat. Etwa 5% des Parks, hauptsächlich an seinem östlichen Rand nahe des Mount Dana gelegen, besteht aus metamorphorisch verändertem vulkanischen und sedimentären Gestein. Erosionen, die auf verschiedene Arten auf die durch Anhebung entstandenen Verwerfungen einwirken, gelten als Auslöser für die Entstehung von Tälern, Canyons, Kuppeln und anderen Formen, die das heutige Landschaftsbild prägen. Diese Verwerfungen sind, anders als die beweglichen Verschiebungen, fest und unterliegen keiner Art von Bewegung. Die Zwischenräume, die sich oft bei Verwerfungen finden, sind auf das Siliziumdioxid in den Granit- und granitähnlichen Felsen zurückzuführen. Je höher der Gehalt an Siliziumdioxid im Gestein ist, desto größer sind die Abstände zwischen den Verwerfungen, und desto widerstandsfähiger ist das Gestein. Säulen- und pfeilerartige Berge wie der Washingtom Column und der Lost Arrow kommen durch Querfugen zustande. Durch Erosionen, die auf große Verwerfungen einwirken, entstehen lassen Täler und später Canyons entstehen. Die stärkste Abtragung innerhalb der letzten Millionen Jahre kam durch große alpine Gletscher zustande, welche die zu Beginn V-förmigen, durch Seen geteilte Täler zu U-förmigen, durch Gletscher geteilte Canyons werden ließen. Beispiele für diese Entwicklung sind im Yosemite Valley und Hetch HetchyValley zu finden. Aufgrund der Verwitterung des Granitgesteins durch die Tendenz von Kristall, sich in plutonischem Gestein an der Oberfläche auszudehnen, entstehen Kuppeln wie der Half Dome und der North Dome. Außerdem können gewölbte Bögen entstehen, wie zum Beispiel bei den Royal Arches.
Das Kernstück Yosemite Valley macht lediglich 1% der Gesamtfläche des Parks aus, aber genau dorthin zieht es die meisten Besucher. El Capitan ist ein hoher Granitfelsen, der sich über dem Tal auftürmt. Der Berg stellt eines der beliebtesten Ziele für Bergsteiger dar, da ihn seine verschiedenen Schwierigkeitsgrade auf zahlreichen Kletterpfaden für Anfänger und Fortgeschrittene attraktiv machen. Außerdem kann der Berg zu jeder Jahreszeit bestiegen werden. Eindrucksvolle Granitkuppeln wie der Sentinel Dome und der Half Dome erheben sich in 900 und 1450 Metern Höhe über dem Tal. Das Hochland des Parks weist viele landschaftlich schöne Gegenden auf, wie die Wiesenlandschaften Tuolumne Meadows, Dana Meadows, die Gebirgsketten Clark Range und Cathedral Range sowie die Hügelkuppe Kuna Crest. Weitere Gebirgsketten und der Fernwanderweg Pacific Crest Trail erstrecken sich außerdem über den Yosemite-Nationalpark, mit Bergspitzen aus metamorphem Gestein, wie dem Mount Dana und Mount Gibbs, sowie Granitfelsen wie dem des Mount Conness. Der Mounty Lyell ist der höchste Berg im Park mit einer Höhe von 3994 Metern. Im Park befinden sich insgesamt drei Haine mit Riesenmammutbäumen (Sequoiadendron giganteum). Größter Hain ist der Mariposa Grove mit 200 Bäumen, vor dem Toulumne Grove mit 25 Bäumen und dem Merced Grove mit 20 Bäumen. Riesenmammutbäume gelten als die massivste Baumart der Welt und ebenso als eine der größten bei einer langen Lebensdauer. Die „Coast Redwoods“, die an der Ostküste Nordkaliforniens zu finden sind, stellen die größte und die „Great Basin Pine Trees“ in Ostkalifornien die älteste Baumart der Welt dar. Vor Beginn der letzten Eiszeit waren Riesenmammutbäume weit häufiger verbreitet.
Der Park ist dafür bekannt, dass in einem verhältnismäßig kleinen Gebiet eine große Anzahl Wasserfälle vorzufinden sind. Stellenweise treten bei Regen auch immer wieder Wasserfälle auf, die nur aufgrund des Wetters entstehen und auch wieder verschwinden. Die bekanntesten Wasserfälle sind in alphabetischer Reihenfolge:
Sicht vom North Dome
Image:Sequoiadendron1.jpg|Mariposa Grove
Image:Mount Dana.jpg|Mount Dana
Image:Yosemite Nevada Fall11.JPG|Nevada Fall
Die Flüsse Tuolumne River und Merced River entspringen am Sierra Nevada-Kamm und fließen in Richtung Yosemite Valley, in welches sie 900 bis 1200 Meter tiefe Flussbecken eingeschnitten haben. Der Tuolumne River“ zieht sich durch den gesamten Nordteil des Parks bei einer Ausdehnung von 1760 Quadratkilometern. Der Merced River beginnt im Süden des Parks in den Cathedral Ranges und Clark Ranges'' und zieht sich auf 1320 Quadratkilometern hin. Hydrologische Prozesse wie das Eiszeitalter, Hochwasser und flussartige geomorph bedingte Reaktionen haben entscheidend zur Bildung der Landschaftsgestalt des Parks beigetragen. Im Park befinden sich 3200 Seen (als See wird ein Gewässer bezeichnet, dass eine Größe von über 100 Quadratmetern übersteigt), zwei Stauseen und 2700 Kilometer Flüsse, die gemeinsam die zwei großen Wassereinzugsgebiete bilden. Feuchtgebiete gibt es innerhalb des Parks immer wieder in Randgebieten im Tal. Sie sind oft flussartig mit nahegelegenen Seen und Flüssen durch saisonal bedingtes Hochwasser und Grundwasserverschiebung verbunden. Bei den Wiesenlandschaften, die auf Höhen von 900 bis 3500 Metern innerhalb des Parks verteilt sind, handelt es sich generell um Feuchtgebiete, ebenso wie beim Auwald, der sich an den Flussufern der zahlreichen Ströme und Flüsse befindet. Von den vielen steil abfallenden Klippen, Vorsprüngen und Hangtälern im Park können sich gut Wasserfälle herabsenken, besonders in den Monaten April, Mai und Juni während der Schneeschmelze. Die Yosemite Falls sind die größten Wasserfälle in ganz Nordamerika und gehören zu den größten der Welt. Im Yosemite Valley befindet sich überdies auch der Wasserfall Ribbon Falls, dessen Fall 492 Meter in die Tiefe geht. Der wohl bekannteste Wasserfall ist der Bridalveil Fall. Wenn man vom östlichen Ende des Wawona-Tunnel geradeaus durch diesen hindurchschaut, kann man den Bridalveil Fall erkennen, der jährlich mehrere Millionen Besucher anzieht. Weitere erwähnenswerte Wasserfälle sind die Wapama Falls im Hetch Hetchy Valley. Alle im Park vorkommenden Gletscher sind relativ klein und befinden sich meist vollständig in schattigen Gegenden, wie die nach Norden und Nordosten zugewandten Kare. Der Lyell Glacier ist der größte Gletscher sowohl des Parks als auch der gesamten Sierra Nevada und erstreckt sich über eine Fläche von 65 Hektar. Keiner der Gletscher im Yosemite-Nationalpark ist ein Überrest der bedeutend größeren alpinen Gletscher aus der Eiszeit, welche die gesamte Landschaft in ihre heutige Form brachten. Die heutigen Gletscher bildeten sich während einer der neoglazialen Episoden, die seit Ende der Eiszeit aufgetreten sind (eine dieser Episoden ist die Kleine Eiszeit). Die globale Erwärmung hat dazu geführt, dass die Gletscher weltweit kleiner und weniger werden. Viele Gletscher im Park sind verschwunden und bei den meisten anderen reduzierten sich bis zu 75% ihrer Oberfläche. Davon betroffen ist auch der Merced Glacier, den John Muir 1871 entdeckte und der seine Theorie zur Gletscherbildung im Yosemite Tal stützte.
Während des Kabriums und des frühen Paläozoikums erstreckte sich der Park entlang des passiven Kontinentalrandes. Sedimente waren kontinentalen Ursprungs wurden ins Flachwasser abgetragen. Im Zuge einer Metamorphose unterlagen diese abgetragene Gesteine großen Veränderungen.
Die durch das Abtauchen der Farallon-Platte unter der Nordamerikanische Platte entstandene Hitze, führte während dem späten Devon und jüngeren Perm zur Entstehung von Inselbogen-Vulkanen an der westlichen Küste Nordamerikas. Durch Vulkanisums im Jura, wurden diese Gesteine wahrscheinlich mit Magma bedeckt, wobei die magmatische Aktivität mit den Anfangsphasen der Entstehung des Sierra Nevada Batholiths zusammenhing. Etwa 95% dieser Gesteine wurden schließlich durch Erosionen abgetragen.
Die erste Phase des Plutonismus begann vor 210 Millionen Jahren in der späten Trias und dauerte bis vor 150 Millionen Jahren an. Etwa zur gleichen Zeit entstand die Nevada-Gebirgskette mit einer Höhe von 4500m. Dies trug Auch dies trug zur Entstehung des Sierra Nevada Batholiths bei, die daraus resultierenden Gesteine ähnelten Granitgesteinen und lagen ca. 10km unter der Erdoberfläche. Die zweitgrößte Phase der Plutoneinlagerung fand während der Kreidezeit vor ca. 120-80 Millionen Jahren statt. Vor 20 Millionen Jahren, im Känozoikum, brachen Vulkane einer heute inaktiven Verlängerung der Kaskadenkette aus, dieser Prozess dauerte bis vor ca. 5 Millionen Jahren an. Dadurch wurden große Mengen magmatischer Materialien hervorgebracht. Diese magmatischen Rückstände bedeckten die Gegend nördlich der Yosemite-Region. Östlich der heutigen Parkgrenzen, in den Gebieten des Mono Lake and Long Valley, dauerte die Vulkanaktivität noch bis vor weniger als 5 Millionen Jahren an.
Vor etwa 10 Millionen Jahren wurde durch vertikale Bewegungen entlang der Sierraverwerfung die Sierrra Nevada angehoben. Spätere Abtragung des Sierra-Blocks und die Anhebung der Sierra Nevada erhöhten den Neigungsgrad der westlich verlaufenden Strömungen. Daraufhin flossen diese schneller und verkürzten somit die Täler (am auffälligsten ist dabei das Yosemite Valley). Weitere Anhebungen erfolgten, als sich große Verwerfungen in Richtung Osten ausbreiteten, besonders bei der Entstehung des Owens Valley. Ausgehend vom Basin and Range wurden diese Kräfte ausgedehnt. Während des Pleistozän vor etwa 2 Millionen Jahren wurde die Sierra nochmals angehoben.
Diese Anhebungen und Erosion setzten in der Gegend Grantigestein bis zur Erdoberfläche frei, wodurch Abblätterungen (verantwortlich für die runde Form von vielen Kuppeln) und Verfallserscheinungen entlang der zahlreichen durchbrochenen Ebenen (Bruchstellen, besonders verikale) in die heutigen erstarrten Plutons übergingen. Im Pleistozän entstandene Gletscher beschleunigten diesen Vorgang noch und die grösseren Gletscher transportierten den entstandenen Gesteinsschutt und das Gesteinsmaterial aus dem Yosemite Valley.
Zahlreiche vertikale Ebenen waren dafür verantwortlich, ob und mit welcher Geschwindigkeit es zu Erosionen kam. Die meisten dieser langen, in geraden Linien verlaufenden und sehr tiefen Bruchstellen richteten sich nordöstlich oder nordwestlich aus und formten parallele Sets in gleichmäßigen Abständen. Sie entstanden durch den Druck der Anhebungen und durch Abfallen des Deckgebirges aufgrund von Erosionen.
Vergletscherungen veränderten und prägten die Region vor ca. 2-3 Millionen Jahren und endeten vor ca. 10.000 Jahren. Mindestens vier große Vergletscherungen ereigneten sich in der Sierra Nevada, die vor Ort unter den Namen Sherwin (auch pre-Tahoe genannt), Tahoe, Tenaya und Tioga bekannt sind. Die Sherwin-Gletscher gehörten zu den grössten Gletschern, die sich zu diesem Zeitpunkt im Yosemite Valley befanden, während spätere Stufen weit kleinere Gletscher hervorbrachten. Sherwingletscher waren für die Aushöhlungen und Gestaltungen des Yosemite Valleys und anderen Canyons verantwortlich.
Die Gletscherformationen erreichten eine Tiefe von bis zu 1200m und hinterließen ihre Spuren im Yosmite Nationalpark. Der längste Gletscher im Park erstreckte sich über 95km bis zum Canyon des Tuolumne River und vorbei an Hetch Hetchy Valley. Der Merced Gletscher floss aus dem Yosemite Yalley und mündete im Merced River Gorge. Der Lee Vining Gletscher höhlte den Lee Vining Canyon aus und endete im Lake Russel. Nur die höchsten Bergspitzen, wie die des Mount Dana und Mount Conness, wurden nicht von Gletschern bedeckt. Sich zurückbewegende Gletscher hinterließen oft Schuttablagerungen, die Seen wie den Lake Yosemite aufstauten. Der Lake Yosemite ist ein flacher See, der periodisch große Teile des Bodens des Yosemite Valley bedeckte.
In Lebensräumen wie den Dickichtgefilden bis hin zu Flächen in den Hochgebirgsgebieten, leben im Yosemite National Park über 250 Arten Wirbeltiere, darunter Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere. Diese Artenvielfalt ist auch den intakten Lebensräumen im Yosemite Park zu verdanken, da die Lebensräume ausserhalb des Parks durch die Menschen teilweise verwahrlost sind, oder sogar zerstört wurden.
Entlang der westlichen Begrenzung des Parks werden die Lebensräume von Nadelwald-Landschaften geprägt. Dort befinden sich zum Beispiel die Gelbkiefer, die Zuckerkiefer, aber auch Weihrauchzedern, Weißtannen und Douglasien, sowie einige Riesenmammutbäume zusammen mit Färber-Eichen und der Eichenart Canyon Live Oak. Diese Lebensräume sind besonders für eine recht große Vielfalt an Wildtieren wichtig, da sie ein relativ mildes Klima und eine gute Zusammensetzung aus Lebensräumen und verschiedene Pflanzenarten bieten. Wildtiere, die in diesen Lebensräumen leben, sind der amerikanische Schwarzbär, der Rotluchs, der Graufuchs, der Maultierhirsch, die (Berg) Königsnattern, die Skinke (Glattechse), besondere Spechtarten, der Andenbaumläufer, der Fleckenkauz und mehrere Arten von Fledermäusen. Die Fledermäuse benötigen als Schlafplatz große Baumstumpfe.
In den höher gelegenen Regionen findet man in den Nadelwäldern reinere Arten der Pracht-Tanne, der Westlichen Weymouths-Kiefer, der Jeffrey-Kiefer, der Küstenkiefer und gelegentlich auch der Fuchsschwanz-Kiefer. In diesen Lebensräumen leben weniger Wildtiere, aufgrund der Erhöhung und der niedrigeren Verflechtung. Dort lebende Tierarten sind zum Beispiel der Goldmantel-Ziesel, das Douglas-Hörnchen, Marder, der Diademhäher, die Einsiedlerdrossel und der Habicht. Reptilien treten dort nicht sehr häufig auf, dennoch findet man Boas, die Westliche Zauneidechse und die Nördliche Krokodilschleiche.
Je höher die Landschaft gelegen ist, desto kleiner und karger werden die Bäume und die Flächen sind teilweise von Granit unterbrochen. Darunter befinden sich die Küstenkiefer, die Weißstämmige Kiefer, die Berg-Hemlocktanne, die dann, je höher die Landschaft, in immer größere Granitflächen übergehen. Das Klima in diesen Lebensräumen ist eher rau und die Vegetationszeit recht kurz, aber Arten wie die Pfeifhasen, das Gelbbauchmurmeltier, der Präriehase, der Kiefernhäher und Finken sind an diese Bedingungen gewöhnt. Das Dickhornschaf bevorzugt die baumlosen alpinen Lebensräume. Diese Spezies kommt im Yosemite Park nur in der Gegend um den Tioga-Pass vor, in der eine kleine, wieder eingegliederte Population existiert.
Trotz mehreren unterschiedlichen Erhöhungen dienen Wiesen als wichtiger Lebensraum für Wildtiere. Die Tiere ernähren sich von Gras und den fließenden Gewässern und Seen. Allerdings sind auch Raubtiere in diesen Gebieten recht häufig. In der Übergangsfläche von Wiese zu Wald leben ebenfalls viele Tiere. Die nahe liegenden Flächen, dienen zum Einen der Futtersuche und zum Anderen bieten sie Schutzmöglichkeit. Tierarten, die von diesen grünen Lebensräumen abhängig sind, sind unter anderen der Bartkauz, der Weidenschnäppertyrann, Kröten und das Biberhörnchen.
Trotz der vielen Lebensräume im Yosemite-Nationalpark sind während historischer Zeit drei Tierarten im Park gänzlich ausgestorben, weitere 37 Arten stehen unter besonderem Schutz der kalifornischen Gesetzgebung für bedrohte Tierarten. Die größten Bedrohungen für das Tierreich des Parks stellen unter anderem sogenannte Neobiota, Luftverschmutzung, Zersplitterung der Lebensräume und Klimaveränderungen dar. Außerdem haben auch Faktoren wie durch Unfälle resultierendes Tiersterben und Probleme aufgrund der Tierfütterung durch die Touristen die Populatioon der Wildtiere angegriffen. Die amerikanischen Schwarzbären waren einst dafür bekannt, dass sie in parkende Autos einbrachen, um Essen herauszuholen. Jahrelang waren sie auch an der Müllkippe des Parks eine oft gesichtete Attraktion. Sie versammelten sich dort, um die Müllreste der Besucher zu essen und die Touristen nahmen diese Gelegenheit wahr, um die Bären dabei zu fotografieren. Zunehmende Begegnungen zwischen den Bären und den Menschen, sowie zunehmende Sachbeschädigungen führten zu einer Maßnahme, welche die Bären davon abhalten sollte sich von den Touristen füttern zu lassen. Die Begegnungen mit den Menschen, sowie die Beschädigung deren Eigentums sollte so unterbunden werden. Die unüberdachten Müllkippen wurden geschlossen, alle Abfallbehälter wurden durch für Bären nicht erreichbare Abfallbehälter ersetzt. Alle Campingplätze wurden zudem mit Schließfächern speziell für die Unterbringung von Nahrungsmitteln ausgestattet, sodass die Touristen ihre Nahrung nicht im Auto lassen würden, da Bären sich gerne in den Wägen der Touristen bedienten. Da Bären, die sich Menschen gegenüber aggressiv verhalten normalerweise eingeschläfert werden müssten, hat sich das Parkpersonal innovative Möglichkeiten einfallen lassen, damit die Bären die Besucher und deren Eigentum mit unangenehmen Erfahrungen assoziieren, wie zum Beispiel mit Gummigeschossen angeschossen zu werden. Heutzutage werden pro Jahr etwa 30 Bären gefangen und mit einem Ohrenklipp versehen. Außerdem wird ihnen eine Probe ihrer DNA entnommen, sodass Bären, die Sachschäden anrichten, bestimmt werden können.
Die zunehmende Ozonverschmutzung zerstört das Gewebe der massiven Riesenmammutbäume des Parks. Das Ozon macht die Bäume anfälliger für Insektenbefall und Krankheiten. Da die Zapfen dieser Bäume auf mit Feuer in Kontakt geratenen Boden angewiesen sind um zu keimen, verhinderten Feuerbekämpfungsmaßnahmen diesen Keimvorgang. Die Methode, absichtlich gelegte und kontrollierte Feuer zu legen, wird der Keimung hoffentlich zugute kommen.
Der Yosemite-Nationalpark verfügt über mehr als 130 dokumentierte, nicht einheimische Pflanzenarten. Diese nicht einheimischen Pflanzen kamen erstmalig durch die Migration der europäisch-amerikanischen Siedler um 1850 in den Nationalpark. Natürliche und durch Menschenhand hervorgerufene Störungen, wie zum Beispiel Feuer und Bautätigkeiten, trugen dazu bei, dass sich diese Pflanzenarten schnell verbreiteten. Etliche dieser Arten befielen und verdrängten die heimischen Pflanzengesellschaften, was sich auch auf die Parkressourcen auswirkte. Nicht einheimische Pflanzen können bedeutende Veränderungen im Naturhaushalt des Parks hervorrufen, indem sie die heimischen Pflanzen und die Prozesse, auf welche die Pflanzen angewiesen sind, verändern. Durch einige dieser nicht einheimischen Pflanzen steigt die Brandgefahr in bestimmten Gebieten. Weiterhin könnte der Stickstoffgehalt im Boden durch gewisse Pflanzen zunehmen, wodurch weiteren Pflanzen derselben Art das Wachstum ermöglicht würde. Unter diesen nicht einheimischen Pflanzen gibt es viele, wie zum Beispiel die Sonnenwend-Flockenblume, die über Pfahlwurzeln verfügen, welche es ihnen ermöglichen, heimische Pflanzen im Kampf um Wasser auszustechen.
Die Gewöhnliche Kratzdistel, die Kleinblütige Königskerze und das Echte Johanniskraut gelten seit den vierziger Jahren als giftige Pflanzenschädlinge im Park. Weitere Arten, die erst kürzlich als gefährlich eingestuft wurden und kontrolliert werden müssen, sind die Sonnenwend-Flockenblume, der Steinklee, die schlitzblättrige Brombeeren und das Immergrün. Um dieses Problem zu bekämpfen, werden diese Pflanzen entweder von Hand oder durch Brandrodung entfernt.
Das Yosemite Valley ist das ganze Jahr über geöffnet, aber viele Gebiete des restlichen Parks sind aufgrund von Schneefall im Spätherbst geschlossen und öffnen erst im Frühling wieder. Wandertouren durch das Yosemite Yalley und entlang der Riesenmammutbäume, aber auch Spaziergänge oder längere Wanderungen zu den Wasserfällen des Yosemites Valley werden von den Touristen gerne unternommen. Weiterhin lohnt sich eine Fahrt oder eine Bustour zum Glacier Point, um eine spektakuläre Sicht auf das Yosemite Valley und das Hochland zu bekommen. Viele Besucher fahren auch die Tioga Road (California State Route 120) entlang zu den Tuolumne Meadows, um von dort aus einen Spaziergang zu unternehmen.
Die meisten Besucher bleiben nur für einen Tag und besichtigen die Plätze innerhalb des Yosemite Valley, welche mit dem Auto einfach zu erreichen sind. Daher ist der Verkehrsstau während der Hauptsaison im Sommer ein ernstzunehmendes Problem. Im Yosemite Valley befördert ein kostenloser Shuttle Bus die Besucher das ganze Jahr hindurch. Die Park Ranger ermutigen die Besucher diesen zu nutzen, da Parkmöglichkeiten im Valley vor allem im Sommer schwer zu finden sind. Der Großteil des Parks besteht allerdings aus geschützter Wildnis ohne Strassen, in der keine motorisierten Fahrzeuge gestattet sind und in der man eine Erlaubnis für Übernachtungen braucht (viele Einschränkungen kommen hier zum Tragen, für genauere Informationen stehen die Park Ranger zur Verfügung).
Wanderwege mit einer Gesamtlänge von über 1300 Kilometern bieten für jeden Spaziergänger eine Möglichkeit. Gemütliche Spaziergänge, anspruchsvolle Wanderungen auf Berge des Parks oder aber auch Rucksacktouren über mehrere Tage werden von den Besuchern unternommen.
Für den Tagesbesucher lässt sich der Park in mehrere Bereiche unterteilen : das Yosemite Valley, Wawona/Mariposa Grove/Glacier Point, Tuolumne Meadows, das Hetch Hetchy Valley, sowie die Campingplätze Crane Flat und White Wolf. Etliche Bücher beschreiben Wanderwege und kostenlose Informationen. Diese sind im Park Service (Institution zur Erhaltung des natürlichen Zustandes und zur Förderung des Tourismus) erhältlich. Auch das Internet bietet Informationen für Wanderwege im Yosemite-Nationalpark. Die meisten Mitarbeiter des Yosemite-Nationalparks regen die Besucher dazu an, auch andere Gebiete außerhalb des Yosemite Valley zu erkunden.
Klettern ist ein wichtiger Teil des Yosemite-Nationalparks. Es heißt, dass Camp 4 –ein walk-in Campingplatz (d.h. ohne Reservierungsmöglichkeit) im Vosemite Valley- einer der wichtigsten Plätze in der Welt des Kletterns ist. Er wurde bereits in einer Liste erhaltungswürdiger Naturstätten von historischer Wichtigkeit aufgelistet. In den schneefreien Monaten können Bergsteiger auf Plätzen über 3 Metern Höhe bis hin zu der Bergwand von El Capitan in 1 Kilometer Höhe gesichtet werden. Zum Erlernen werden etliche Bergsteigerkurse angeboten.
• Rucksacktouren: Zwischen Frühling und Herbst bietet der Park Rucksack-Tagestouren an. Alle Übernachtungstouren innerhalb des Parkes setzen eine Erlaubnis voraus, sowie eine Genehmigung für das Mitführen von Nahrungsmitteln. Weitere Informationen sind im Park erhältlich.
• Fahrradtouren: Im Yosemite Valley erstrecken sich Fahrradwege von über 24 Kilometern. Aufgrund der Parkvorschriften ist das Fahrradfahren nur auf gepflasterten Strecken erlaubt. Das Radfahren fernab der angelegten Wege ist nicht erlaubt.
• Schwimmen/Rafting: Im Sommer ist der Merced River meist warm genug und verfügt über die nötige Wassertiefe, um auf mehreren Abschnitten Wildwasserr-Rafting zu betreiben. Beheizte Pools stehen ebenfalls zur Verfügung.
• Reiten: Die Ställe sind im Sommer geöffnet. Unter der Führung eines Parkmitarbeiters kann man Touren unternehmen (meist auf einem Maultier). Öffentliche Ställe findet man im Yosemite Valley, Wawona and Tuolumne Meadows. Viele Betriebe außerhalb des Yosemite-Nationalpark kommen auf dem Pferd in den Park. Pferde sind in den meisten Gebieten des Hinterlandes erlaubt, dennoch sollte man deren Mitnahme vorher beim Büro für Wildnis anmelden.
Der Großteil des Parks wird im Winter aufgrund von heftigen Schneefällen geschlossen, aber das Yosemite Valley ist das ganze Jahr über geöffnet.
• Skifahren: Das älteste Skigebiet in Kalifornien, die Badger Pass Ski Area, öffnet im Winter. Skifahren ist zwar nicht mit dem am Lake Tahoe oder dem Colorado Resort zu vergleichen, aber dennoch ist es etwas ganz Besonderes. Es gibt mehrere Abfahrten und sogar eine Skischule. Große Teile des Parks sind für Skilanglauf geeignet und viele Skihütten im Hinterland bieten Möglichkeiten für einen Zwischenstopp. Für Ausflüge ins Hinterland inklusive Übernachtung sind Genehmigungen erforderlich.
• Schneeschuh-Wandern: Mit den Schneeschuhen kann man bestimmte Teile des Yosemite-Nationalpark entdecken. Der Park, aber auch andere Organisationen, bietet Spaziergänge unter der Führung von erfahrenen Mitarbeitern an.
• Schlittschuhlaufen: Die Schlittschuhbahn des Curry Village ist zwischen November und März geöffnet. Obwohl die Bahn früher einmal grösser war, bietet sie dennoch genug Raum für erfahrene Läufter als auch Anfänger. Die Bahn ist je für zwei bis drei Stunden befahrbar, zwischendurch wird das Eis gesäubert.
• Bracebridge Dinner: Seit 1927 findet im Ahwahnee-Hotel die alljährliche Weihnachtsveranstaltung statt. Die Veranstaltung wurde von Washington Irvings Beschreibungen der Squire Bracebridge und englischen Weihnachtstraditionen aus seinem Buch „The Sketch Book of Geoffrey Crayon, Gent“ inspiriert. Zwischen 1929 und 1973 wurde die Veranstaltung unter der Leitung von Ansel Adams durchgeführt.
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