SumoAsashoryu.jpg bei seinem Yokozuna dohyo-iri.]] Yokozuna (jap. 横綱) ist der höchste Rang im Sumō-Ringen und der höchste der Sanyaku-Ränge. Den Titel gibt es seit etwa 300 Jahren, und seitdem haben nur 68 Kämpfer diesen Rang erreicht. Im Gegensatz zu allen anderen Rängen kann ein Yokozuna nicht degradiert werden. Sind seine Leistungen bei Turnieren allerdings wiederholt schlecht, wird von ihm erwartet, dass er freiwillig zurücktritt. Dieser Schritt beinhaltet stets auch den Abschied aus dem aktiven Ringen.
Der Yokozuna nimmt am Beginn eines Kampftages nicht an der Ringbetretungszeremonie der übrigen Rikishi teil. Er zelebriert mit zwei Gehilfen ein eigenes Yokozuna Dohyo-iri, in dem er mit Händeklatschen die Aufmerksamkeit der Götter zu erregen sucht und durch Aufstampfen der Füße den Ring symbolisch von "bösen Geistern" reinigt. Man unterscheidet bei dieser Zeremonie den Unryu- und den Shiranui-Stil, die nach ihren angeblichen Erfindern, dem zehnten und elften Yokozuna, benannt sind. Die beiden Stile unterscheiden sich durch die Körperbewegungen während der Zeremonie und in der Bindung der Tsuna.
Bei seiner Ernennung zum Yokozuna entscheidet sich jeder Großmeister für eine der beiden Varianten. Der Unryu-Stil ist in der jüngeren Geschichte wesentlich häufiger, der letzte Yokozuna, der den Shiranui-Stil wählte, war Wakanohana Masaru. Der Grund ist nicht eindeutig benennbar. Weil "Shiranui-Yokozuna" statistisch kürzere Amtszeiten hatten als ihre Kollegen, liegt es nahe, dass abergläubischere Ringer annehmen, der Shiranui-Stil bringe kein Glück.
Die heute verwendete Zusammenstellung der Yokozuna entstand erst im 20. Jahrhundert. 1895 beschloss der ehemalige zwölfte Yokozuna Jinmaku Kyugoro, eine solche Liste zusammenzutragen. Er starb jedoch bereits wenige Jahre darauf, bevor seine Liste offiziell veröffentlicht wurde. Die Reihenfolge der Yokozuna und Auswahl der 17 Kandidaten, die Jinmaku getroffen hatte, waren in den folgenden Jahrzehnten Gegenstand langer Diskussionen. Probleme verursachte natürlich der Umstand, dass es zu diesem Zeitpunkt mehrere Sumōverbände gab, die jeweils eigene Großmeister ernannt hatten. Es war aber auch umstritten, wer denn eigentlich als erster Yokozuna anzusehen sei. Erst 1926 wurde anlässlich der Gründung des Dai Nihon Ōzumō Kyōkai, der Vorgängerorganisation des heutigen Verbands, eine Aufstellung publiziert.
Der einzige zur Zeit aktive Yokozuna ist Asashōryū Akinori. Seit nunmehr 14 Turnieren gibt es nur einen einzigen aktiven Yokozuna, was in der neueren Geschichte des Sports noch nicht vorgekommen ist.
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