Die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee ist eine Moschee im Mannheimer Stadtteil Jungbusch. Sie ist benannt nach dem Sultan Selim I., genannt „Yavuz“ (= der Gestrenge).
Die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee ist die größte Moschee Deutschlands und wurde im Jahr 1995 eröffnet. Träger der Moschee ist der 1973 gegründete Islamische Bund Mannheim e.V.
Standort
Das Besondere an der Yavuz-Sultan-Selim-Moschee ist ihre Präsenz inmitten einer nicht-muslimischen Gemeinde. Dies bedeutet den Auszug aus den
Hinterhofmoscheen und soll der Isolation und Abgrenzung entgegenwirken.
Das
Minarett wurde in den Jahren 2004/2005 erneuert, da sein Vorgänger einzustürzen drohte. Das neue Minarett ist größer als das ältere. Die Moschee steht unmittelbar neben der Liebfrauenkirche, und nach lokal geltenden Bauvorschriften darf die Höhe des Minaretts diejenige des Kirchenturms nicht übertreffen.
Sultan Selim I.
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Selim I. entschloss sich, die
schiitische Häresie in seinem Machtbereich zu bekämpfen und zog in den Krieg gegen
Persien, wo diese Glaubensrichtung vorherrschte. Er beendete diesen Feldzug mit Erfolg, eroberte Syrien und Ägypten
1517, wurde Herrscher über die heiligen Stätten des Islam. Daraufhin veranlasste er den letzten
Kalifen der
Abbasiden-Dynastie, ihm den Titel des
Kalifen und die damit verbundenen Insignien zu übergeben. Seitdem waren die osmanischen Sultane zugleich auch die Kalifen.
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