Der XX. Parteitag der KPdSU fand vom 14. Februar bis zum 26. Februar 1956 in Moskau statt. Er ist besonders wegen Nikita Chruschtschows vierstündigen Geheimrede bekannt, in der Stalins Verbrechen erstmals offengelegt wurden und gilt daher als Beginn der sogenannten Tauwetter-Periode.
Während der geschlossenen Morgensitzung am letzten Kongresstag ergriff Chruschtschow die Gelegenheit, die Politik seines Vorgängers Stalin scharf zu kritisieren. Er verdammte dessen Personenkult und kündigte an, eine Liste stalinscher Verbrechen zu veröffentlichen, die bisher von der Sowjetunion geleugnet worden waren. Zuvor hatte Chruschtschow in längeren Diskussionen innerhalb der KPdSU-Führung durchgesetzt, dass die schon länger vorliegenden Ergebnisse einer Untersuchung der Stalinschen Verbrechen den Delegierten dargestellt werden durften. Er legte besonderen Wert darauf, dass die Kritik allein auf die Person Stalins und nicht auf das sowjetische System bezogen würde. Vor allem sollte seine Rede der Öffentlichkeit verschwiegen werden, was aber nicht gelang.
Die Rede schockierte die Delegierten des Parteitags, da die staatliche Propaganda Stalin bisher als weisen, friedlichen und gerechten Führer verherrlicht hatte. Etwa einen Monat später erfuhr auch die Öffentlichkeit sowohl in der Sowjetunion, ihren verbündeten Staaten und in der westlichen Welt davon, dass Chruschtschow eine entsprechende Rede gehalten hatte; ihr Text wurde jedoch erst 1989 veröffentlicht.
Siehe auch: Entstalinisierung.
Radiobeitrag des Deutschlandfunks zur Geheimrede
Politik (Sowjetunion) | Stalinismus
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"XX. Parteitag der KPdSU".
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