Die Wuppertalbahn ist eine stillgelegte Eisenbahnstrecke zwischen Wuppertal-Oberbarmen (früher Rittershausen) über Radevormwald, dem Eisenbahnkreuzungspunkt Anschlag und Halver nach Oberbrügge. Sie wurde von der Deutschen Bundesbahn als Kursbuchstrecke KBS 403 geführt.
Auf der Wuppertalbahn ereignete sich am 27. Mai 1971 das Zugunglück von Dahlerau, das bis dato schwerste Eisenbahnunglück der Deutschen Bundesbahn.
Ihren Anfang nahm die Wuppertalbahn aber mit der Eröffnung eines ganz anderen Streckenabschnitts: Von dem Eisenbahnknotenpunkt Remscheid-Lennep mit direkten Anschluss an Köln, Barmen-Elberfeld, Solingen und Gummersbach wurde zunächst 1886 der Streckenabschnitt Lennep - Krebsöge eröffnet, der noch im gleicher Jahr bis nach Dahlerau verlängert wurde. Grund für den Bau waren die gestiegenen Anforderungen an einer brauchbaren Transportinfrastruktur der aufkeimenden Industrie an der Wupper (siehe Wupperortschaften). Um die drohende Standortverlagerung zu vermeiden, wurde auf Druck der ansässigen Fabrikanten und Gemeinden in Form von etlichen Eingaben von der preußischen Regierung 21. Mai 1883 per Gesetz der Bau dieser Eisenbahnstrecke beschlossen.
Knapp zwei Jahre später wurde die Strecke bis Barmen-Rittershausen (heute Wuppertal-Oberbarmen) hin verlängert, wo nun Anschluss an die Wuppertaler Hauptbahn bestand. Ein weiteres Jahr später wurde der Streckenabschnit Krebsöge - Radevormwald eröffnet. Der Streckenabschnitt Lennep - Krebsöge verlor daraufhin an Bedeutung und wurde schon frühzeitig 1956 stillgelegt. Ohnehin war eine Direktverbindung von Lennep nach Radevormwald ohne Umsetzen nicht möglich, da der Gleisplan im Kreuzungspunkt Krebsöge keine direkte Durchfahrt vorsah.
Die Strecke wurde für den Personenverkehr zuletzt mit Schienenbussen befahren. Schon Mitte der 1960er Jahre wurde das Mittelstück zwischen Radevormwald und Halver stillgelegt und damit die direkte Verbindung aus dem Bergischen Land in das Sauerland gekappt. Zwischen der Wuppertalsperre und Halver wurden die Gleise abgebaut, der einst bedeutende Eisenbahnknotenpunkt Anschlag ist vollständig aufgelassen.
Pünktlich kurz vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr am 1. Januar 1980 wurden die noch befahrenen Teile der Wuppertalbahn 1979, wie auch zahlreiche andere Nebenbahnstrecken stillgelegt. Der Grund bestand darin, dass die Deutsche Bahn mit Aufnahme des Geschäftsbetriebs des VRR einen Bestandsschutz für bestehende Strecken abzugeben hatte und sich zuvor den angeblich unrentablen Strecken entledigen wollte.
Ab den späten 1980er Jahren wurde die Strecke zwischen Krebsöge und Heide von der Wuppertalsperre überflutet, die Bahnhöfe Krebsöge und Kräwinklerbrücke versanken im Wasser. Obwohl noch Alternativstreckenführungen für eine Reaktivierung geplant wurden, liegt eine Realisierung in weiter Ferne.
Heute wird die Wuppertalbahn nur noch auf wenigen Abschnitten befahren.
Streckenabschnitt Lennep - Krebsöge
Streckenabschnitt Rittershausen - Krebsöge
Streckenabschnitt Krebsöge - Anschlag
Streckenabschnitt Anschlag - Oberbrügge
Ehemalige Bahnstrecke | Bahnstrecke in Nordrhein-Westfalen | Verkehr im Oberbergischen Land | Verkehr (Wuppertal)
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