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Die (östliche) Wu-Dynastie (), auch bekannt als Sun-Wu () wurde 220 von Sun Quan im Südosten des heutigen China begründet. Sie entstand zur sog. „Zeit der drei Reiche“ (San Guo), als die Wu-Dynastie, die Wei-Dynastie und die Shu-Dynastie nach dem Fall der Han-Dynastie um die Vorherrschaft in China rangen.

Das Wu-Gebiet im Süden des Yangtse-Flusses (Chang Jiang), in der Umgebung des heutigen Nanjing, wurde über lange Zeit von der Familie Sun kontrolliert. Nach dem Tod seines Bruders Sun Ce wurde Sun Quan der Kriegsherr der Wu-Region und Alliierter des Kaisers Xian (Han-Dynastie). Obwohl er eigentlich keinerlei Ambitionen in diese Richtung hatte, erklärte sich Sun Quan 222 zum Kaiser von China – um nicht zurück zu stehen, da sich seine Konkurrenten Cao Pi (Wei-Dynastie) und Liu Bei (Shu-Dynastie) jeweils selbst zum Kaiser von China erklärt hatten.

Unter seiner Führung entwickelte sich das bis dahin als rückständig gesehene Südchina zu einem der wichtigsten wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Zentren des Landes. Innerhalb der nächsten fünfhundert Jahre – während der Zeit der Fünf Dynastien und Zehn Königreiche – hatte der Süden die Entwicklung im Norden sogar übertroffen. Die Errungenschaften aus dieser Zeit begründen die kulturelle und politische Teilung in Nord- und Südchina, die bis ins moderne China heute spürbar ist. Der Begriff Südchina hier versteht sich exklusive Guangdong und anderer Provinzen im äußersten Süden, da diese erst während der Tang-Dynastie zu China kamen und bis ins 19. Jahrhundert wirtschaftlich und kulturell weit hinter den anderen Teilen des Landes zurückblieben.

Belegt ist, dass Gesandte der östlichen Wu Dynastie auf der Insel „Yizhou“ Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung aufnahmen. Ob es sich dabei allerdings um Taiwan oder die Ryukyu-Inseln handelte, ist umstritten. Die Wu-Dynastie war zwar das langlebigste der Reiche, wurde aber schlussendlich 280 vom ersten Jin-Kaiser Sima Yanerobert.

Die Kaiser der Wu-Dynastie


Huanglong (黃龍 huáng lóng) 229-231
Jiahe (嘉禾 jiā hé) 232-238
Chiwu (赤烏 chì wū) 238-251
Taiyuan (太元 taì yuán) 251-252
Shenfeng (神鳳 shén2 fèng) 252Wufeng (五鳳 wǔ fèng) 254-256
Taiping (太平 taì píng) 256-258oder Guiming Hou (歸命侯; gūi mìng hóu) Ganlu (甘露 gān lù) 265-266
Baoding (寶鼎 baǒ dǐng) 266-269
Jianheng (建衡 jiàn héng) 269-271
Fenghuang (鳳凰 fèng huáng) 272-274
Tiance (天冊 tiān cè) 275-276
Tianxi (天璽 tiān xǐ) 276
Tianji (天紀 tiān jì) 277-280
Postumer Name
(Shi Hao 諡號)
Geburtsname Regierungsjahre Regierungsperioden
(Nian Hao 年號)
''Konvention: „Wu“ + Posthumer Name
Da Di (大帝 dà dì) Sun Quan (孫權 sūn quán) 222252 Huangwu (黃武 huáng wǔ) 222229
Kuaiji Wang (會稽王 kuaì jī wáng) Sun Liang 252258 Jianxing (建興 jiàn xīng) 252-253
Jing Di (景帝 jǐng dì) Sun Xiu 258-264 Yong'an (永安 yǒng ān) 258-264
Wucheng Hou (烏程侯 wū chéng hóu)
Sun Hao 264280 Yuanxing (元興 yuán xīng) 264-265

Verweise


Chinesische Geschichte


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