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Die Wrangelinsel ist eine Insel im Arktischen Ozean und gehört zu Russland (Asien).

2004 wurde ihre einzigartige Landschaft von der UNESCO zum nördlichsten Weltnaturerbe erklärt und in die in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen. Daraus entstand das "Naturreservat Wrangelinsel".

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Geographie


Die Insel - bzw. das Naturreservat - besteht aus einer etwa 7.608 km² großen Hauptinsel und ein paar kleinen vorgelagerten Eilanden und der etwa 135 km weiter nordöstlich liegenden und nur 11 km² großen Insel Herald. Sie stellt die Trennstelle zwischen der westlich angrenzenden Ostsibirischen See und der östlich gelegenen Tschuktschensee (die zur tückischen Beringstraße überleitet) dar; südlich trennt die De Long-Straße die Insel vom etwa 150 km entfernten asiatischen Festland und damit von Ostsibirien ab.

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Obwohl ihre Gebirgswelt bis zu 1.096 m hoch aufragt ("Herald" bis zu 364 m) und die Wrangelinsel im Winter völlig von Treibeisschollen eingeschlossen wird, ist das Land nicht vergletschert. Allerdings ist die Insel, die etwa 500 bis 600 km jenseits des Nördlichen Polarkreises und etwa 2.080 km vom Nordpol entfernt ist, nicht nur in der Polarnacht des Winters von einer teils dicken Schneedecke überzogen. Die sich nördlich anschließende polare Packeisgrenze ist in dieser Gegend in der Regel nur etwa 100 bis 200 km entfernt. Daher kommt es vor, dass die Wrangelinsel selbst im Sommer zumeist nur schwer erreichbar ist, wenn sie von dicken Treibeisschollen umschlossen wird.

Die etwa 150 km lange (West-Ost-Achse) und 80 km breite (Nord-Süd-Achse) Insel befindet sich auf .

Geschichte


Fossile Funde ergaben, dass zu den "Ureinwohnern" der Wrangelinsel unter anderen das Mammut gehörte - und zwar das zwergwüchsige, zottige Wollhaarmammut, das dort noch bis etwa 1700 v. Chr. (weitere Angaben reichen von 5700 bis 1500 v. Chr.) überlebt haben soll. Die damals aufgrund des niedrigeren Meeresspiegels mit dem nordostasiatischen Festland verbundene Insel stellte damit eines der letzten Rückzugsgebiete des Mammuts in der Nach-Eiszeit dar.

1823 vermutete Ferdinand Petrowitsch Baron von Wrangel bei der Kartographierung der Tschuktschen-Halbinsel ihre Existenz, nachdem er beobachtet hatte, dass Vogelschwärme weiter auf das Polarmeer hinausflogen. Die einheimischen Tschuktschen bestätigten dies, jedoch wurde die Insel erst 1849 gesichtet und einige Jahre darauf erstmals betreten.

Flora und Fauna


Die Landschaft auf der Wrangelinsel wird ausschließlich von der arktischen Tundra beherrscht; in den Höhenlagen finden sich unbewachsene Frostschuttwüsten; der nördliche Teil der Insel wird von einer Niederung eingenommen, die im Sommer sumpfig ist und sogar von einem kleinen Fluss durchflossen wird. In dieser nur wenige Wochen andauernden warmen Jahreszeit stürzen außerdem noch einige Bäche von den Berghängen. Wegen des Permafrosts und dem nur geringen Wassergehalt im Boden können sich keine hohen Pflanzen, wie zum Beispiel Bäume entwickeln. Daher herrschen Flechten, Moose, Mohne und Farne vor. Die Flora ist im Vergleich mit anderen arktischen Gebieten sehr artenreich. Mit 417 Pflanzenarten leben hier doppelt so viele Arten wie auf vergleichbaren Flächen und mehr als auf jeder anderen arktischen Insel. Die meisten dieser Pflanzen, die auf den Berghängen gedeihen, werden nur wenige Zentimeter hoch. Auf der Wrangelinsel leben u.a.:

Siehe auch


Insel (Russland) | Insel (Arktis) | Weltnaturerbe (Asien und Ozeanien)

Illa de Wrangel | Wrangel Island | Isla de Wrangel | Wrangeli saar | Wrangelinsaari | Wrangeli saar | Île Wrangel | ウランゲリ島 | 브란겔 섬 | Wrangeleiland | Wrangel-eiland | Wyspa Wrangla | Врангеля (остров) | Wrangels ö | 弗兰格尔岛自然保护区

 

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