| Wappen | Karte | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Wappen Worms.jpg | Lage_Worms_WO.png | - | Basisdaten | - bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Rheinland-Pfalz | - bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Kreisfreie Stadt | - bgcolor="#FFFFFF" | Regionen: | Rheinhessen Rhein-Neckar | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 81.457 (31. Oktober 2005) | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 108,73 km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 749 Einwohner je km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 86-167m ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | - bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 67501–67551 (alt: 6520) | - bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 06241, 06242, 06246, 06247 | - bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | WO | - | Verwaltung | - bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 07 319 (00) 000 | - bgcolor="#FFFFFF" | Stadtverwaltung: | Marktplatz 2, 67547 Worms stadtverwaltung@worms.de | - bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.worms.de | - | Fremdenverkehr | - bgcolor="#FFFFFF" | Tourist Information: | Neumarkt 14, 67547 Worms Tel.: 06241/25045 touristinfo@worms.de | - | Politik | - bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Michael Kissel (SPD) | - bgcolor="#FFFFFF" | Stadtrat: (Wahl am 13. Juni 2004): | CDU: 21 Sitze (-1) SPD:19 Sitze (-4) Grüne: 4 Sitze (+1) FDP: 3 Sitze (+1) Bürgerforum: 3 Sitze (+1) FWG: 2 Sitze (+2) | |||||
Wormser Dom Seitenansicht.jpg St. Peter]]
Worms im Dialekt (lat. Borbetomagus bzw. Civitas Vangionum; jidd. Vermayze bzw. װערמײַזע) ist eine kreisfreie Stadt im südöstlichen Rheinland-Pfalz und liegt direkt am westlichen Rheinufer. Es ist ein Mittelzentrum (mit Teilfunktion eines Oberzentrums) am Rande der Metropolregion Rhein-Neckar.
Die von den Kelten als Borbetomagus gegründete Stadt Worms streitet sich mit Köln und Trier um den Titel der ältesten Stadt Deutschlands. Sie ist indes einziges deutsches Mitglied im Most Ancient European Towns Network (Arbeitskreis der ältesten Städte Europas).
Bekannt ist Worms auch als Nibelungenstadt, als Lutherstadt und für seinen Dom, der neben denen von Mainz und Speyer einer der drei romanischen Kaiserdome ist.
Im Südwesten, 15 km entfernt, liegen die Ausläufer des Pfälzer Waldes, im Westen die Hügellandschaft des Wonnegaus, auf der rechten Rheinseite schließt sich an die Ebene der hessische Teil des Odenwaldes an.
Worms liegt innerhalb der Metropolregion Rhein-Neckar und gilt aufgrund seiner Lage gleichzeitig als Bindeglied zwischen dem Verdichtungsraum Rhein-Neckar im Süden und dem Rhein-Main-Gebiet im Norden.
| (Stand der Einwohnerzahlen: 31. Dezember 2003) | ||
| Stadtteil | Einwohner | Lage zum Stadtzentrum |
|---|---|---|
| Abenheim | 2.744 | außerhalb im Nordwesten (10 km) |
| Heppenheim | 2.073 | außerhalb im Südwesten (9 km) |
| Herrnsheim | 6.368 | im Norden der Stadt (5 km) |
| Hochheim | 3.823 | nordwestlich des Zentrums |
| Horchheim | 4.770 | im Südwesten der Stadt (4,5 km) |
| Ibersheim | 692 | außerhalb im Norden (13 km) |
| Leiselheim | 1.983 | außerhalb im Westen (4 km) |
| Neuhausen | 10.633 | nördlich des Zentrums |
| Pfeddersheim | 7.414 | außerhalb im Westen (7 km) |
| Pfiffligheim | 3.668 | westlich des Zentrums |
| Rheindürkheim | 3.021 | außerhalb im Norden (8 km) |
| Weinsheim | 2.800 | im Südwesten der Stadt (4 km) |
| Wiesoppenheim | 1.796 | außerhalb im Südwesten (5,5 km) |
Auf der unscheinbaren Anhöhe Adlerberg am Rhein im Süden von Worms sind von 1896 bis 1951 insgesamt 25 Gräber aus verschiedenen Zeiten entdeckt worden. Davon stammen nach heutiger Kenntnis acht Gräber von der Adlerbergkultur (etwa 2300/2200-1800 v. Chr.) aus der Frühbronzezeit. Um die Erforschung dieser Funde hat sich der Wormser Arzt Karl Koehl verdient gemacht, auf den der Begriff „Adlerbergkultur“ zurückgeht (Ernst Probst 1996, S. 78).
Der älteste überlieferte Ortsname ist keltischen Ursprungs und lautete Borbetomagus (Land der Borbet). Die Römer nannten den im 3./4. Jahrhundert weit ausgreifenden Stadtbereich nach dem hier seit dem ersten nachchristlichen Jahrhundert ansässigen Stamm der Vangionen Civitas Vangionum. "Vangionen" nannten sich die Wormser noch bis in das 16. Jahrhundert. Von dieser Bezeichnung ist auch der Name Wangengau für die Umgebung von Worms abgeleitet, der dann vom Volksmund in das verständlichere Wonnegau umgesetzt wurde. Worms heißt die Stadt seit dem 6./7. Jahrhundert, in der lateinischen Form Wormatia.
In fränkischer Zeit setzt die gesicherte Wormser Bischofsliste mit Bischof Berchtulf ein, der 614 an der Pariser Synode teilnahm. Unter den Karolingern bildete Worms eines der Machtzentren, so dass seine Bischöfe im 8. und 9. Jahrhundert dem Königshof nahe standen.
Durch zwei alliierte Bombenangriffe am 21. Februar und 18. März 1945 wurde die Stadt fast völlig zerstört. Der britische Luftangriff vom 21. Februar 1945 zielte auf den am Rand der Innenstadt gelegenen Hauptbahnhof und die südwestlich des Stadtzentrums gelegenen Chemiefabriken, zerstörte aber auch weite Teile des Stadtzentrums. Der Angriff erfolgte mit 334 Flugzeugen, diese warfen innerhalb weniger Minuten 1100 Tonnen Bomben über der Innenstadt ab. In Brand gesetzt wurde dabei auch der Wormser Dom. Durch die Angriffe wurden 239 Einwohner der Stadt getötet, 35.000 Einwohner (60,34 % der Gesamtbevölkerung von damals 58.000) wurden obdachlos. Insgesamt wurden 6.490 Gebäude sehr schwer beschädigt oder vollständig zerstört. Die Innenstadt wurde nach dem Krieg in größtenteils modernem Stil wieder aufgebaut.
Das vormalige hessische Provinz Rheinhessen wurde 1946 zu einem Regierungsbezirk des neu gegründeten Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Von 1968 bis zur Auflösung der rheinland-pfälzischen Regierungsbezirke 2000 gehörte Worms dem zusammengelegten Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz an.
Rechtsrheinische Gebiete
Im Oktober 1937 wurde der rechtsrheinische Erbhöfeweiler Rosengarten aus Teilen der Gemarkungen Bürstadt, Hofheim und Lampertheim gebildet und der Stadt Worms angegliedert. Im Zuge der Grenzziehung zwischen französischer und amerikanischer Besatzungszone fiel er jedoch 1945 dem Land (Groß)-Hessen zu.
Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Worms nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz 81.385 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Damit ist Worms die sechstgrößte rheinland-pfälzische Stadt und die viertgrößte im Rhein-Neckar-Dreieck.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1820 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1500 | 6.000 |
| 1667 | 3.000 |
| 1689 | 5.000 |
| 1798 | 4.984 |
| 1805 | 5.461 |
| 1816 | 6.259 |
| 1820 | 7.085 |
| 1. Dezember 1831 ¹ | 8.230 |
| 1. Dezember 1840 ¹ | 8.358 |
| 3. Dezember 1852 ¹ | 9.102 |
| 3. Dezember 1855 ¹ | 9.720 |
| 3. Dezember 1858 ¹ | 10.178 |
| 3. Dezember 1861 ¹ | 11.587 |
| 3. Dezember 1864 ¹ | 11.988 |
| 3. Dezember 1867 ¹ | 13.381 |
| 1. Dezember 1871 ¹ | 14.484 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1. Dezember 1875 ¹ | 16.594 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 19.024 |
| 1. Dezember 1885 ¹ | 21.927 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 25.444 |
| 2. Dezember 1895 ¹ | 28.611 |
| 1898: Gebietsveränderungen | |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 40.705 |
| 1. Dezember 1905 ¹ | 43.841 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 46.819 |
| 1. Dezember 1916 ¹ | 39.688 |
| 5. Dezember 1917 ¹ | 40.036 |
| 8. Oktober 1919 ¹ | 44.285 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 47.015 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 51.346 |
| 17. Mai 1939 ¹ | 50.661 |
| 1937–1945: Gebietsveränderungen | |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 31. Dezember 1945 | 47.994 |
| 29. Oktober 1946 ¹ | 47.074 |
| 13. September 1950 ¹ | 52.239 |
| 25. September 1956 ¹ | 56.740 |
| 6. Juni 1961 ¹ | 62.392 |
| 31. Dezember 1965 | 63.578 |
| 1969: Gebietsveränderungen | |
| 27. Mai 1970 ¹ | 76.697 |
| 31. Dezember 1975 | 75.732 |
| 31. Dezember 1980 | 73.603 |
| 31. Dezember 1985 | 71.829 |
| 25. Mai 1987 ¹ | 73.635 |
| 31. Dezember 1990 | 76.503 |
| 31. Dezember 1995 | 80.014 |
| 31. Dezember 2000 | 80.361 |
| 31. Oktober 2005 | 81.457 |
Das früheste bekannte Stadtsiegel zeigt in einer Architekturumrahmung den heiligen Petrus, Patron des Wormser Doms, mit seinem Beizeichen, dem Schlüssel. Um 1500 änderte der Rat der Stadt Wappen und Siegel; es zeigte fortan einen silbernen Schlüssel auf rotem Grund. Seit einem Stadtratsbeschluss von 1890 ist das Wappen außerdem mit einem fünfzackigen Stern versehen.
Dazu kommen im Rahmen der rheinland-pfälzischen Verbindungen zu Ruanda freundschaftliche Beziehungen zu Kivumu.
Der Wormser Stadtteil Pfeddersheim pflegt eine eigenständige Partnerschaft zu Nolay, der Stadtteil Heppenheim zu Ampilly-le-Sec, beide im Département Côte-d'Or, Frankreich
Kulturelle Veranstaltungen
Musikfestivals
Gewerbe
Im produzierenden Gewerbe gibt es in Worms chemische Industrie und Kunststoffherstellung, Metallerzeugung und Maschinenbau, Herstellung von EDV-Geräten und Optik sowie Holz verarbeitende Industrie. Die früher bedeutende Lederindustrie spielt hingegen heute keine Rolle mehr.
Dienstleistung und Handel verzeichnen in den vergangenen Jahren eins starkes Wachstum. Gerade in der Logistikbranche haben sich aufgrund der guten verkehrlichen Situation zahlreiche Betriebe neu angesiedelt.
Landwirtschaft
Der traditionelle Weinbau in und um Worms ist durch die Wormser Liebfrauenmilch international bekannt. Daneben befindet sich in Worms eine der größten Mälzereien Europas.
Arbeitsmarkt
Die Arbeitslosigkeit in der Stadt Worms lag Ende Juni 2005 mit 11,2 % höher als im restlichen Rheinhessen, bewegt sich allerdings regelmäßig im Bundesdurchschnitt. 45 % der beschäftigten Einwohner von Worms pendeln in die umliegenden Wirtschaftsräume aus, insbesondere nach Ludwigshafen und Mannheim, aber auch nach Mainz und in den Frankfurter Raum.
Fremdenverkehr
Für den Fremdenverkehr stehen in 22 Hotels und Gasthäusern insgesamt 1018 Betten zur Verfügung. Außerdem gibt es ein Jugendgästehaus (gegenüber dem Dom), eine Gruppenherberge im Nibelungenturm sowie eine Campingstation am Rhein. 2004 wurden knapp 60.000 Gäste (darunter rund 7.500 Ausländer) gezählt, die im Durchschnitt zwei Nächte in Worms verbrachten.
Straßenverkehr
Worms liegt an der linksrheinischen Autobahn A 61 und der in Richtung Süden vierspurig ausgebauten Bundesstraße B 9, über die auch eine schnelle Verbindung zur Autobahn A 6 besteht. Durch den Bau einer zweiten Rheinbrücke (Baubeginn Februar 2005) im Zuge der B 47 erhält Worms außerdem eine vierspurige Anbindung nach Südhessen und an die rechtsrheinischen Autobahnen A 5 und A 67.
Eisenbahn
Worms liegt an der linksrheinischen Hauptstrecke Mainz–Worms–Ludwigshafen/Mannheim. Neben dem dichten Regionalverkehr halten auch einzelne Fernverkehrszüge. Worms ist außerdem ein Endpunkt der „Rheinhessenbahn“ nach Alzey, der „Nibelungenbahn“ nach Bensheim und der „Riedbahn“ nach Frankfurt.
Für das Jahr 2010 ist eine Anbindung von Worms an das Netz der S-Bahn RheinNeckar geplant. Die neue S-Bahn-Linie wird von Mannheim über Ludwigshafen und Frankenthal nach Worms verlaufen und bis Mainz durchgebunden werden. Hierfür soll ein S-Bahnhof Worms-Süd neu entstehen.
ÖPNV
Das gesamte Stadtgebiet wird von 10 Stadtbus- und 3 Spätbuslinien bedient. Die Wormser Straßenbahn ist seit 1956 stillgelegt. Näheres siehe Nahverkehr in Worms.
Schiffs- und Flugverkehr Worms besitzt einen bedeutenden Rheinhafen sowie einen Regionalflugplatz (ICAO-Code: EDFV).
FH Worms Gebäude.jpg in der ehemaligen Polizeikaserne]]
Medien
Als Tageszeitung erscheint die Wormser Zeitung als Regionalausgabe der Mainzer Allgemeinen Zeitung. Ferner werden die kostenlosen Anzeigenzeitungen Nibelungen-Kurier und Wormser Wochenblatt (je 2x wöchentlich) an alle Wormser Haushalte verteilt. Monatlich erscheint das Stadtmagazin WO! und alle 3 Monate das "W1" - Das Magazin für Worms .
Eine weitere Institution ist der Offene Kanal Worms; seine bekannteste Sendung ist wohl das Wormser Montags-Magazin, welches wegen seines langen Bestehens und seiner Nachhaltigkeit oft mit dem Offenen Kanal identifiziert wird.
Worms ist der Sitz mehrerer überregionaler Behörden:
Wichtige Infrastrukturprojekte
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