| Wombats | ||||||||||||
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| Wombat.jpg (Vombatus ursinus)]] | ||||||||||||
| : | Landwirbeltiere (Tetrapoda) |
| : | Säugetiere (Mammalia) |
| : | Beutelsäuger (Metatheria) |
| : | Australidelphia |
| : | Diprotodontia |
| : | Wombats |
Die Bezeichnung "Wombat" wurde von den Ureinwohnern übernommen, welche die Tiere - je nach Gegend - "Wombach" oder auch "Womat" nannten.
Bemerkenswert ist das unter den Beuteltieren einzigartige Gebiss, das Ähnlichkeiten mit dem der Nagetiere aufweist. Sie haben im Ober- und Unterkiefer je ein Paar wurzellose Schneidezähne, die Backenzähne sind einfach gebaut und ebenfalls wurzellos. Hierdurch wachsen die Zähne dauernd nach und es kann hartes, abrasives Futter gefressen werden. Da die Eckzähne fehlen, klafft zwischen Vorder- und Backenzähnen eine Lücke (Diastema). Die Zahnformel lautet 1/1-0/0-1/1-4/4, somit haben Wombats die wenigsten Zähne aller Beuteltiere (24 Stück).
Ein erwachsener Wombat hat wenige natürliche Feinde. Der eingeführte Dingo ist vermutlich der größte Feind. Das Hinterteil der Wombats ist durch dicke Haut, Knorpel und Knochen verstärkt. Hiermit können sie bei Gefahr den Zugang zur Wohnhöhle blockieren und so die meisten Angreifer abwehren oder an der Decke der Wohnhöhle erdrücken. Für die weitaus meisten Tode sind Menschen und Autos verantwortlich. In Gegenden, wo der menschliche Einfluss gering ist, wird die Größe der Population durch die Verfügbarkeit der Futterpflanzen bestimmt.
Wombats besitzen ein Territorium, das je nach Umweltgegebenheiten 5 bis 25 Hektar groß sein kann. Territorien werden durch Kotmarkierungen, Bauten und aggressives Verhalten markiert und verteidigt. Männliche Wombats zeigen Drohgebärden, wenn ein anderer (unwillkommener) Besucher zum Beispiel durch einen bevorzugten Fressplatz geht. Der Kopf wird von Seite zu Seite geschwungen und die Zähne gebleckt und damit geknirscht, zusätzlich werden knurrende Geräusche abgegeben. Dies ist oft ausreichend, um den Eindringling zu vertreiben. Kämpfe können allerdings stattfinden und ernstzunehmende Verletzungen werden von kraftvollen Bissen zugefügt.
Sie können über kürzere Strecken bis zu 40 km/h schnell rennen, und entziehen sich der Gefahr auch durch Klettern und Schwimmen.
Die Möglichkeit Nahrung gezielt auszuwählen wird durch die geteilte Oberlippe unterstützt. Hierdurch können die Schneidezähne sehr nah an den Boden gebracht werden und die kleinsten grünen Triebe erfasst werden. Der Geruchssinn spielt bei der Futterauswahl für diese überwiegend nachtaktiven Tiere vermutlich eine große Rolle.
Sie besitzen einen sehr langsamen, extrem effizienten Stoffwechsel. Um eine Mahlzeit zu verdauen, brauchen sie bis zu 14 Tage. Wombats sind mit die effizientesten Wasserkonsumenten unter den Säugetieren. (Zum Vergleich: die auch an australische Verhältnisse angepassten Kängurus verbrauchen viermal soviel Wasser.)
Die Geschlechtsreife wird nach zwei Jahren erreicht und die Lebenserwartung ist in Freiheit mindestens fünf Jahre, in Gefangenschaft über 20 Jahre.
Die Familie der Vombatidae umfasst zwei lebende Gattungen: Nacktnasenwombats (Vombatus) und Haarnasenwombats (Lasiorhinus). Fünf weitere Gattungen sind ausgestorben.
Man unterscheidet die folgenden drei Arten in zwei Gattungen:
Das Auftreten wombatähnlicher Tiere kann bis rund 25 Millionen Jahre (Oligozän) zurückverfolgt werden. Die Familie der Vombatidae trat vor rund 18 Millionen Jahren (Miozän) auf.
Die nächstähnliche Tierfamilie ist die der Koalas. Mit ihnen teilen die Wombats Ähnlichkeiten u.a. im Gebissaufbau, Schädelbasis und den sichelförmigen Kopf der Spermien. Allerdings gibt es eine Reihe von morphologischen Unterschieden, die beide Arten voneinander trennen. Ebenfalls den Wombats ähnlich waren die Diprotodons, Beuteltiere von der Größe eines Nashorns, die erst vor rund 40.000 Jahren ausstarben.
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