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Wollishofen ist ein Quartier der Stadt Zürich. Die ehemals selbstständige Gemeinde Wollishofen wurde 1893 eingemeindet und bildet heute zusammen mit Enge und Leimbach den Kreis 2.

Wappen


Blasonierung
Gespalten von Gold und von Silber mit zwei roten Balken

Geographie


Zwischen Sihl und Zürichsee gelegen, bildet es die südliche Grenze des Stadtgebiets am linken Seeufer. Der See nimmt 28.5% (1.64 km²) der Gesamtfläche des Quartiers ein.

Geschichte


Das Gebiet war schon während der Pfahlbauer- und Römerzeit besiedelt. Die früheste erhaltene urkundliche Erwähnung von Woloshoven stammt aus dem Jahre 1227. Der Name leitet sich ab vom Hof eines Alamannen namens Wolo, der hier gesiedelt haben soll.

Wollishofen wurde gegen den Willen seiner Stimmbürger 1893 zusammen mit zehn weiteren Gemeinden in die Stadt Zürich eingemeindet; der damals noch zur Gemeinde gehörende Weiler Oberleimbach wurde dabei an die Nachbargemeinde Adliswil abgetreten, zu dem er bis heute gehört.

Wirtschaft und Infrastruktur


In Wollishofen wurde 1897 der Friedhof Manegg eingerichtet. Auf ihm finden sich die Grabstätten einiger Prominenter, wie etwa von Alfred Escher.

Der 1875 eröffnete Bahnhof Zürich Wollishofen ist einer von dreizehn SBB-Bahnhöfen auf dem Gebiet der Stadt Zürich. Unmittelbar östlich der Bahnstation liegt die Werft der Zürichsee-Schiffahrtsgesellschaft (ZSG), die zugleich Sitz des Unternehmens ist.

Einen Anschluss an das Tramnetz erhielt Wollishofen im Oktober 1900 mit der Eröffnung der Strecke Stockgasse (Enge)–Morgental (Wollishofen) durch die Städtische Strassenbahn Zürich. Im Juli 1928 wurde die Strecke durch den Abschnitt Morgental–Albisstrasse (heute Wollishofen) verlängert und das bei der Endhaltestelle liegende Depot Wollishofen in Betrieb genommen.

Das Seewasserwerk Moos, das erste von heute zwei städtischen Seewasserwerken, wurde 1914 im Wollishofer Moos, an der Grenze zu Adliswil, eröffnet.

Sehenswürdigkeiten


  • Quartiermuseum (sonntagnachmittags geöffnet)
  • Kulturzentrum Rote Fabrik

Literatur


  • Hochbaudepartement der Stadt Zürich, Amt für Städtebau: Enge, Wollishofen, Leimbach. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2006 (Baukultur in Zürich, Band V), ISBN 3-03823-074-X
  • Rudolf Meier, Fred Winkler: Wollishofen – Damals und heute. Niggli AG, Sulgen 1993, ISBN 3-72120-275-9
  • Viviane Egli: Finale in Wollishofen. Kriminalroman. Orte-Verlag, Wolfhalden 2002, ISBN 3-85830-117-5

Weblinks


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Stadtteil (Zürich)

 

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