| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Wappen_Wolfratshausen.jpg | Karte wolfratshausen.png | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Bayern | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Oberbayern | bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Bad Tölz-Wolfratshausen | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 9,13 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 17.450 (30. Juni 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 1875 Einwohner/km² | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 574 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 82515 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 08171 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | TÖL
| bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindekennzahl: | 09 1 73 147 | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Marienplatz 1 82515 Wolfratshausen | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.wolfratshausen.de | bgcolor="#FFFFFF" | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Reiner Berchtold (SPD) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Wolfratshausen fand seine erste Erwähnung im Jahre 1003 in einer Urkunde des Königs Heinrich II., am Hofe von Regensburg - es feierte daher 2003 sein 1000-jähriges Bestehen.
Im Jahre 1280 wurde Wolfratshausen erstmals als Markt bezeichnet. Ab dem 12. Jahrhundert legten Flöße von Wolfratshausen Richtung München ab. Es wurden hauptsächlich Baumaterialien transportiert. Seit dem 13. Jahrhundert ist Wolfratshausen Sitz eines Landgerichts. Im Jahre 1632 - während des Dreißigjährigen Kriegs - brachen die Schweden in Wolfrathausen ein, steckten viele Gebäude (u.a. die Kirche) in Brand und töteten zahlreiche Bewohner. 1634 brachten spanische Soldaten die Pest nach Wolfratshausen, durch die wieder zahlreiche Einwohner starben. Am 7. April 1734 zerstörte die Explosion von mehr als 17 Tonnen Pulver nach einem Blitzeinschlag in den Pulverturm die Burg. Die Floßfahrt erreichte 1848 ihren Höhepunkt mit jährlich ca. 5800 Flößen. 1853 erlebte Wolfratshausen das größte Hochwasser seiner Geschichte. Am 27. Juli 1891 nahm die Isartalbahn ihren Betrieb auf und beförderte Personen und Fracht von und nach München. 1894 hielt die Elektrizität durch den Umbau der alten Kastenmühle in ein Wasserkraftwerk Einzug. 1937 wurde im Staatsforst Wolfratshausen mit dem Bau von Munitionsfabriken und den Unterkünften für deutsche Arbeiter und ausländische Zwangsarbeiter begonnen. Nach dem Krieg entstand aus einem dieser Lager, dem ehemaligen Lager Föhrenwald, der Ortsteil Waldram. Auf dem weitläufigen Gelände im Staatsforst entstand im Laufe der Jahre die Stadt Geretsried (Gerolzried). Bis auf die Sprengung der oberen Loisachbrücke im Jahr 1945 blieb Wolfratshausen in beiden Weltkriegen von schwerwiegenden Schäden verschont. Die Marktgemeinde wurde den Amerikanern kampflos übergeben. Am 25. Januar 1946 wurde bei der ersten Kommunalwahl demokratisch eine Gemeindeverwaltung gewählt. 1961 wurde die bisherige Marktgemeinde zur Stadt erhoben. 1972 entstand im Zuge der Gebietsreform aus den früheren Landkreisen Bad Tölz und Wolfratshausen der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Das Wolfratshausener Frühstück fand im Januar 2002 bei Edmund Stoiber zu Hause statt.
Erster Bürgermeister ist seit dem 16. März 1998 Reiner Berchtold (SPD).
Bei der letzten Bundestagswahl am 18. September 2005 gaben 10.541 Wolfratshauser ihre Stimme ab, was einer Wahlbeteiligung von 80,17 % entspricht. Stärkste Partei war die CSU mit 50,97 %. Bei den letzten Landtagswahlen am 21. September 2003 lag die Wahlbeteiligung bei 65,6 %. Die meisten Stimmen erhielt dabei die CSU (64,6 %). Bei den Europawahlen ist die Wahlbeteiligung, ähnlich wie im Bundesdurchschnitt, deutlich geringer: Bei der Wahl am 13. Juni 2004 lag sie bei 44,1 %. Stärkste Partei wurde auch hier die CSU mit 57,5 %.
Auch hier waren jahrelange persönliche Auseinandersetzungen mit Teilen der grünen Landtagsfraktion vorangegangen. Fleischer trat dann 2002 in die CSU ein und kandidierte erfolglos auch auf Vorschlag des Ministerpräsidenten und Wolfratshauser Bürgers Edmund Stoiber (CSU) als Bürgermeister. Beachtenswert ist, dass die CSU damals 100 000 Euro für den Wahlkampf ausgegeben hatte, wohingegen sich die letztlich erfolgreiche SPD mit nur 10 000 Euro begnügte.
67,8 % der Bevölkerung von Wolfratshausen sind katholisch und 21,3 % evangelisch (Stand lt. letzter Volkszählung vom 25. Mai 1987).
Am 31. Dezember 2003 lebten 17.118 Personen in Wolfratshausen, davon 8.284 männlich und 8.834 weiblich. Bei den Altergruppen stellen die 50 bis 65-jährigen den größten Anteil (19,8 %) und die 15 bis 18-jährigen den kleinsten Anteil (2,9 %). Im Jahr 2003 wurden 160 Kinder in Wolfratshausen geboren und 114 Einwohner verstarben. Im selben Jahr zogen 1.220 Personen zu und 1.196 weg. Nach der letzten amtlichen Volkszählung vom 25. Mai 1987 lag der Ausländeranteil bei 3,9 %.
Größter Arbeitgeber in Wolfratshausen ist die Firma Burgmann Industries GmbH & Co.KG mit mehr als 900 Arbeitnehmern. Sie wurde von Feodor Burgmann 1884 in Dresden unter dem Namen Burgmann Dichtungswerke gegründet. Die Säule des Geschäfts bildet die Herstellung und der Vertrieb von Gleitringdichtungen.
Die Autobahn München-Garmisch (A95) führt nahe an Wolfratshausen vorbei. Die Bayerische Landeshauptstadt München ist so in ca. 20 Minuten zu erreichen und die Skigebiete der Alpen in ca. 1 bis 1,5 Stunden. Die Autobahn München Salzburg (A8) ist über Sauerlach in ca. 20 Minuten erreichbar.
Wolfratshausen ist Endstation der S-Bahn-Linie S7. Der Münchner Hauptbahnhof wird in ca. 40 Minuten erreicht, der Flughafen München in ca. 90 Minuten. Der Bahnhof wird außerdem für den Güterverkehr verwendet, insbesondere von der Firma Tyczka, einem in Geretsried ansässigen Unternehmen für Flüssiggasherstellung und Energieversorgung. Der Wolfratshauser Bahnhof stellt auch einen zentralen Busbahnhof für das Umland dar. Neben Buslinien des Regionalverkehr Oberbayern, die Anbindungen zu den einzelnen Ortsteilen und umliegenden Gemeinden herstellen, verkehren von hier auch erdgasbetriebene Stadtbuslinien. Die S7 soll nach Geretsried verlängert werden. Mit der Fertigstellung wird im Jahr 2009 gerechnet. Aus Kostengründen wurde die Trasse über Geretsried-Gelting beschlossen.
Im Jahr 2003 ereigneten sich in Wolfratshausen 99 Straßenverkehrsunfälle ohne Personenschaden und 75 mit Personenschaden. Dabei verletzten sich 94 Personen (glücklicherweise waren keine Todesopfer zu verzeichnen).
In Wolfratshausen erscheint als Tageszeitung der Isar-Loisach Bote (Lokalausgabe des Münchner Merkurs).
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