Wolfgang Völz (* 16. August 1930 in Danzig) ist ein bekannter deutscher Fernseh- und Filmschauspieler. In verschiedenen Publikationen wird immer wieder behauptet, Völz heiße mit richtigem Namen Aaron Treppengeländer. Er meint dazu allerdings, dass das ein Verwandter von ihm sei und die Geschichte nichts als eine schöne Fiktion (siehe Interview mit der BZ bei den Links).
Außer Auftritten in den Kriminalserien Stahlnetz und Das Kriminalmuseum und auch in Edgar Wallace-Filmen folgten 1967 78 Folgen der Fernsehserie Graf Yoster gibt sich die Ehre, eine seiner größten Erfolge in einer langen Reihe von Serienauftritten. Er erinnert sich gern an diese Rolle, in der er u. a. auch zwei Rolls Royce „kaputtfahren durfte”.
Neben etlichen Film- und Theaterrollen wirkte er in einem der ersten AIDS-Aufklärungsspots mit und ist eifriger Synchronsprecher – u. a. auch in der Werbung („Toyota: Nichts ist unmöglich”). Er lieh seine Stimme schon Peter Ustinov, Mel Brooks, Walter Matthau (den er als seinen Lieblingsschauspieler beim Synchronsprechen bezeichnete), Michel Piccoli, Majestix, Käpt’n Blaubär, Käpt'n Iglo und in der Zeichentrickserie Captain Future sprach er den Androiden Otho. Ironischerweise wurde Völz bei seinem einzigen Auftritt in einer englischsprachigen Produktion ("Finale in Berlin", 1966) in der deutschen Fassung von seinem Kollegen Rolf Schult synchronisiert.
Von seinen vielen Serien hat Völz einmal gesagt: „Ich habe an die 600 Fernsehrollen gespielt. Es war immer die gleiche Grütze.” Er sieht sich als „allererster Mann der 2. Klasse”; Schönherr vergleicht ihn dagegen mit Walter Matthau.
Heute reist er ständig zwischen München, Hamburg und seinem eigentlichen Wohnsitz Berlin hin und her, um seinen schauspielerischen Verpflichtungen nachzukommen.
Wegen seines markanten Gesichts (Warze!), seiner charakteristischen Stimme und seiner warmherzigen, volkstümlichen Art gehört Wolfgang Völz zu den beliebtesten lebenden, deutschen Schauspielern.
1998 erhielt Wolfgang Völz für seine Käpt’n-Blaubär-Mitwirkung den Münchhausen-Preis.
Völz heiratete Anfang der 60er-Jahre die Tänzerin Roswitha Völz, die er bei den Dreharbeiten zu Raumpatrouille kennen gelernt hatte, und hat zwei Kinder. Benjamin Völz und Rebecca Völz sind ebenfalls in der Synchronisation aktiv.
Mann | Deutscher | Schauspieler | Synchronsprecher | Geboren 1930
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