Wolfgang Kapp (* 24. Juli 1858 in New York; † 12. Juni 1922 in Leipzig) war Generallandschaftsdirektor in Königsberg, der am 13. März 1920 zusammen mit General Walther von Lüttwitz unter Einsatz der Marinebrigade Hermann Ehrhardt einen erfolglosen Putsch gegen die demokratisch gewählte Reichsregierung in Berlin anführte.
Die Niederlage des 1. Weltkrieges empfand der national gesinnte Kapp als Schmach. Er wurde in der Folge ein Verfechter der Dolchstoßlegende und scharfer Kritiker des Versailler Vertrages. Bereits 1917 – noch während des Krieges – hatte Kapp als Reaktion auf die Friedensresolution die rechtsradikale Deutsche Vaterlandspartei gegründet.
Kapp erklärte am 13. März 1920 nach der militärischen Besetzung des Berliner Regierungsviertels die sozialdemokratisch-katholisch-liberale Koalitionsregierung unter Reichskanzler Gustav Bauer für abgesetzt, die Nationalversammlung und die preußische Regierung für aufgelöst und proklamierte sich selbst zum Reichskanzler und preußischen Ministerpräsidenten. Am 17. März 1920 brach der Kapp-Putsch infolge des Generalstreiks vor allem der Berliner Arbeiter zusammen, und Kapp setzte sich nach Schweden ins Exil ab.
Seine politischen Ziele und seine Geisteshaltung fasste er rückblickend in einem Brief zusammen:
Mann | Deutscher | Politiker (Deutsches Reich) | Corpsstudent | Geboren 1858 | Gestorben 1922
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