Wolfgang Gehrcke (* 8. September 1943 in Reichau) ist ein deutscher Politiker der Linkspartei.PDS.
Der gelernte Verwaltungsangestellte war seit 1961 Mitglied der KPD. Er war Mitbegründer der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ), von 1968 bis 1974 deren stellvertretender, von 1974 bis 1979 alleiniger Bundesvorsitzender.
Wolfgang Gehrcke war ebenfalls aktiv bei der Neugründung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) im Jahr 1968, von 1973 bis 1989 war er Parteivorstands- und zeitweise Präsidiumsmitglied und bis 1989 acht Jahre lang Bezirksvorsitzender in Hamburg. In der Auseinandersetzung innerhalb der DKP über den politischen Kurs der Partei Ende der 1990er Jahre gehörte er zu der Gruppe der sog. „Erneuerer“. 1990 verließ Wolfgang Gehrcke die DKP und wurde Mitglied der PDS.
Von 1998 bis 2002 war der gelernte Verwaltungsangestellte Mitglied des Deutschen Bundestags. Wolfgang Gehrcke war bis zu seiner Wahl in den Bundestag 2005 Mitglied des Brandenburgischen Landtages. Er ist Mitglied des Parteivorstandes der Linkspartei.PDS und deren außenpolitischer Sprecher.
Am 30. Juni 2005 wurde Wolfgang Gehrcke als Direktkandidat für die vorgezogenen Bundestagswahlen im Wahlkreis 184 (Frankfurt II) nominiert. Die Landesvertreter/Innenversammlung der Linkspartei Hessen wählte ihn am 30. Juli 2005 auf Platz 1 der Landesliste, für die er nach den Wahlen am 18. September in den 16. Bundestag einzog. Er ist dort Obmann der Linkspartei.PDS im Außenpolitischen Ausschuss.
Mann | Deutscher | Bundestagsabgeordneter | Linkspartei-Mitglied | Politiker (Brandenburg) | Geboren 1943
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