Wolfgang Brezinka (* 9. Juni 1928 in Berlin) ist ein emeritierter Professor der Erziehungswissenschaft.
Brezinka habilitierte sich 1954 an der Universität Innsbruck und lehrte an den Universitäten Würzburg, Innsbruck und Konstanz. Er gilt als führender Vertreter einer empirisch-analytischen Erziehungswissenschaft bzw. einer wissenschaftlichen Pädagogik. Brezinka zählt zu den bedeutendsten Erziehungswissenschaftern der Gegenwart.
In seiner Metatheorie der Erziehung begründet Brezinka die systematisch bedeutenden drei Klassen von Erziehungstheorien: Erziehungswissenschaft, Philosophie der Erziehung und Praktische Pädagogik.
Brezinka unternahm in diesem Zusammenhang auch den Versuch, Katholizismus und Kritischen Rationalismus bzw. Empirismus miteinander zu verschmelzen. Dieses Bemühen ist vor allem in seinen späteren Schriften zu erkennen. Inhaltlich soll die Erziehungswissenschaft katholisch ausgerichtet sein, in methodisch-methodologischer Hinsicht soll sie sich an einschlägigen Ideen von Karl R. Popper, Carl G. Hempel, Hans Albert und Wolfgang Stegmüller orientieren. Ob dieser Versuch gelungen ist (und überhaupt gelingen kann), ist in der Fachwelt umstritten.
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