Wohnturm Benneckenbeck.JPG, eine typische Lösung für eine mittelalterliche Burg, auch als Donjon bezeichnet]] Nuernberg-nassauerhaus-egug-v-no.jpg, erbaut etwa 1200]]Juliusturm Spandau zitadelle.jpg | Runneburg-Wohnturm-i.jpg - Wohnturm (um 1170) mit Stützkorsett vom Burghof]] Bewohnbare Türme wurden im Mittelalter zum Schutz vor feindlichen Angriffen erbaut. Anders als unbewohnbare oder nur vorübergehend provisorisch zum Wohnen ausgelegte Wehrtürme waren sie als dauerhafte Wohnstatt angelegt.
Bis in die heutige Zeit werden Wohntürme als Kerngebäude einzelner Gehöfte in den ländlichen Regionen des Irans, Afghanistans, Turkmenistans, Tibets und Nordchinas errichtet.
In Deutschland sind noch einige Wohntürme erhalten, die größtenteils unter Denkmalschutz stehen, wie zum Beispiel der Juliusturm der Zitadelle Spandau, der Frankenturm in Trier oder der fast 1000 Jahre alte "Wohnturm I" der Neuenburg in Sachsen-Anhalt. Der Granusturm in Aachen gilt als das älteste erhaltene Gebäude der Stadt; es wird vermutet, dass der Turm dem Kaiser Karl dem Großen als Wohnung gedient hat. Auch in einer der größten Burganlagen Deutschlands, der Reichsburg Kyffhausen in Thüringen, wurden bei Ausgrabungen Reste eines Wohnturms entdeckt. Ein weiterer Wohnturm existiert auf der Runneburg in Weißensee (Thüringen).
Teilweise wurden die Gebäude unter Beibehaltung der ursprünglichen Gebäudeausmaße inzwischen so weit renoviert, dass sie wieder vollständig genutzt werden können. So beherbergt der Turm Jerusalem in Trier heute das Standesamt, das Trierer Dreikönigenhaus ist wieder ein normales Wohnhaus.
Ein spezieller Wohnturm in einer mittelalterlichen Burg ist der Donjon.
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