Der Begriff Überflussgesellschaft bezeichnet ein gesellschaftliches System, das von materiellem Überfluss für die breite Masse der Bevölkerung geprägt ist. Der Begriff wurde vom amerikanischen Ökonomen John Kenneth Galbraith geprägt. Die meisten Menschen in solch einer Gesellschaft leben in dem Konsens, sich keine Sorgen um die Grundversorgung machen zu müssen, sondern ihre persönlichen Bedürfnisse bis ins kleinste Detail zu definieren und zu realisieren. Daraus resultiert eine immer weiter gehende Facettierung von Produkten und Angeboten, die dem "Lifestyle" und der Selbstdefinition dienen und deren Preis je nach Aktualität oder Renommee des Herstellers sehr hoch angesetzt ist.
Die Überflussgesellschaft zeichnet sich jedoch nicht dadurch aus, dass es allen Menschen gleich "gut" geht – die sozialen Unterschiede zwischen denen, die im Überfluss leben und denen, die für wenig Geld dem Überfluss zuarbeiten, können je nach Land sehr groß sein: von bitterster Armut bis zu hermetisch abgeriegelten Villenvierteln. So muss man einschränkend sagen, dass die Überflussgesellschaft immer nur Teile der Gesamtbevölkerung beschreibt, wobei allerdings der durchschnittliche Lebensstandard entscheidend ist.
Siehe auch (mit Überschneidungen) Erlebnisgesellschaft, Konsumgesellschaft
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"Überflussgesellschaft".
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