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Der Ausdruck Witwe bezeichnet eine Frau, deren Ehemann verstorben ist. Ihr männliches Gegenstück ist der Witwer.

Die Zahl der Witwen ist höher als die der Witwer. Dies ist bedingt durch die höhere Lebenserwartung von Frauen und den Altersunterschied bei der Heirat (Frauen sind meist jünger als ihre Männer).

In Kriegszeiten vergrößert sich die Anzahl der Witwen relativ zu den Witwern, so lange der Krieg sich nicht auf die Heimatbevölkerung konzentriert und solange die Bürde der Beteiligung an Kampfhandlungen nicht gleichmäßig zwischen Soldatinnen und Soldaten verteilt ist.

Literarisch wird das Thema der Witwe beispielsweise in der 'Lustigen Witwe' von Franz Lehar aufgenommen: die reiche Dame wird heiß umschwärmt.

Häufig nutzen Witwen das Witwendasein, um nach dem Tode ihres Mannes in größerer Freiheit, auch größerer finanzieller Freiheit zu leben.

Dagegen haben in manchen Gesellschaften in Entwicklungsländern Witwen, vor allem kinderlose, einen niedrigeren sozialen Status als Ehefrauen. Im Extremfall gilt das Leben einer Witwe als wertlos, was sich in Bräuchen wie der Witwenverbrennung (Sati) ausdrückt, die selbst heute noch gelegentlich in Indien illegal gepflegt wird.

In streng patrilinearen Gesellschaften existiert auch heute noch der Brauch der Schwagerehe, wo ein Bruder des Verstorbenen dessen Witwe heiratet, um seine Linie fortzusetzen.

Siehe auch


Ehe | Soziale Rolle

Widow | Leski | 寡婦 | Weduwschap

 

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