| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Wittenburg.PNG | Wittenburg in deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern |
| Landkreis: | Ludwigslust |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 40 m ü. NN |
| Fläche: | 46,25 km² |
| Einwohner: | 4.956 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 107 Einwohner/km² |
| Postleitzahl: | 19243 |
| Telefonvorwahl: | 038852 |
| Kfz-Kennzeichen: | LWL |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 54 117 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Molkereistraße 4 19243 Wittenburg |
| Website: | www.wittenburg.de |
| Bürgermeister: | Norbert Hebinck |
| Lage der Stadt Wittenburg im Landkreis | |
| Wittenburg_in_LWL.png | |
Wittenburg ist eine Stadt im Landkreis Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist seit 1. Januar 2004 Sitz des Amtes Wittenburg, dem weitere drei Gemeinden angehören.
Die Kleinstadt im Westen von Mecklenburg-Vorpommerns liegt an dem kleinen Fluss Motel.
Zu Wittenburg gehören die Ortsteile Helm, Klein Wolde, Wölzow und Ziggelmark.
Schon aus vorgeschichtlicher Zeit lassen sich in und um Wittenburg Spuren menschlicher Siedlungstätigkeit nachweisen. Mit der einsetzenden Völkerwanderung rückten aus den östlichen Gebieten wendische Siedler vor. In unserer Gegend ließ sich ein Stamm der Polaben nieder. Zu dieser Zeit mag auch die Burganlage mit dem späteren Namen "Amtsberg" im sumpfigen Gebiet der Modelniederung errichtet worden sein.
Um 1150 begann die Wiedereroberung des Wendenlandes durch die überlegene Kriegsmacht des Sachsenherzogs, Heinrich dem Löwen, der den größten Teil des mecklenburgischen Gebietes in Besitz nahm, aufteilte und die Wenden in Sandgegenden zurückdrängte. Die slawische Burganlage war sicherlich in den erbitterten Kämpfen zerstört worden. Deutsche Siedler nutzten den vorhandenen Standort und errichteten darauf eine neue Burg zum Schutze des eroberten Landes. Am Fuße dieser Burg entwickelte sich Handwerk und Handel. So wurde die neue Burg Ausgangspunkt für die Stadtgründung Wittenburgs.
Die Stadtgründung Wittenburgs ist urkundlich nicht eindeutig überliefert. 1226 verleiht Kaiser Friedrich II. der Stadt Lübeck die Reichsfreiheit und sichert ihr den ungehinderten Handelsverkehr mit Hamburg, Schwerin, Ratzeburg und Wittenburg zu. Dieses Datum steht auch für die Stadtgründung Wittenburgs, möglicherweise erfolgte diese aber auch schon früher.
In Alt - Wittenburg herrschte Lübisches Stadtrecht.
Die Stadt Wittenburg fällt 1358 durch Kauf an die mecklenburgischen Herzöge. Viele Jahre diente die Burganlage als Notlager und Nebenresidenz dieser und später als Wohnsitz fürstlicher Witwen. 1496 hat die Stadt 500 bis 600 Einwohner. Gegen Ende des 16. Jahrhundert weilte Herzogin Anna Sophie mehrere Male im Wittenburger Schloss. Die tatkräftige Herzogin setzte sich für die Einführung und Förderung der Eisenindustrie ein. Durch die Ausnutzung des in unserer Gegend vorkommenden Raseneisensteines siedelte sie Eisenschmelz- und Hammerwerke an und versuchte damit, den Wohlstand in der Stadt zu heben. Leider sind diese Werke schon nach dem 30jährigen Krieg wieder verschwunden.
Stadtbrände 1657 brannte fast die gesamte Stadt nebst Rathaus, Kirchendach und Glockenstuhl bis auf 3 Häuser nieder. 1679 und 1726 wüteten weitere Stadtbrände.
Verpfändung der Stadt 1735 wurde die Stadt und das Amt Wittenburg mit 7 anderen Ämtern von Herzog Karl Leopold, der immer in Geldverlegenheit war, an Hannover verpfändet. Eine lüneburgische Besatzung lag 33 Jahre in der Stadt. Erst 1768 wurden diese Landesteile mit einer Million Taler wieder eingelöst. Ein Motiv auf dem Wittenburger Notgeld zeigt den Tross mit der Ablösesumme.
Franzosenzeit In der im November 1806 anbrechenden "Franzosenzeit" hatten die Wittenburger besonders zu leiden. Die Stadt lag an der großen Heerstraße zwischen Boizenburg und Schwerin und war eine besonders günstige Station für unaufhörliche Truppendurchzüge und Einquartierungen.
Rasante Entwicklung Im Herbst 1989 wurde durch Kundgebungen und Friedensgebete, durch Demonstrationen und Bürgerforen die revolutionäre Wende auch in Wittenburg eingeleitet. Kurz nach der Grenzöffnung hat es die Stadt Wittenburg verstanden, ihre günstige örtliche Lage und vor allem die unmittelbare Anbindung an die BAB 24 Hamburg - Berlin zu nutzen. Durch die Bereitstellung eines attraktiven Gewerbegebietes beidseitig der Hagenower Chaussee siedelten in kürzester Zeit diverse hiesige und auswärtige Investoren. Die Fächerung der Firmen ist breit und reicht von der Nahrungsmittel- und Elektroindustrie, Maschinenbau und Druckerei, über Dienstleistungseinrichtungen bis hin zu den verschiedensten Fachmärkten. Neue Bauvorhaben namhafter Firmen im Bereich des Bebauungs-Planes 6/1 sowie im Umfeld der Wittenburger Mühle zeugen von ständigen Bemühungen der Stadt mit weiteren Gewerbeansiedlungen, die Infrastruktur zu verbessern und vor allem Arbeitsplätze zu schaffen. Aus städtebaulicher Sicht wurde mit der Beräumung des ehemaligen Molkereigelände ein unansehnlicher Missstand nahe dem Altstadtkern beseitigt. In kürzester Zeit entstanden auf dem Areal ein Einkaufsmarkt, kleinere Fachgeschäfte sowie attraktive Wohnungen in zentraler Stadtlage. Die Sparkasse bezog hier ihre neuen Geschäftsräume. Im Zuge der Altstadtsanierungen gilt der Erschließung und Instandsetzung der Straßen im südwestlichen Teil des Altstadtkerns große Aufmerksamkeit. Bereits sanierte Straßen, wie die Wasserstraße, zeigen sich im neuen, jedoch historisch angelehnten Ambiente. Mit dem ständigen Wachsen des Gewerbegebietes und der damit verbundenen Schaffung von Arbeitsplätzen steht die Verpflichtung, die Wohn- und Freizeitqualität zu verbessern. Neben dem bereits fertiggestellten Wohngebiet am Schäferbruch befinden sich gegenwärtig drei größere Wohnkomplexe im Bau. Die Fertigstellung einer großen Sport- und Mehrzweckhalle im Herbst 1998 erweiterte das sportlich-kulturelle Freizeitangebot der Stadt. Im Bereich der schulischen Einrichtungen kann die Kleinstadt Wittenburg sämtliche Schultypen aufweisen: Grundschule, Realschule mit Grund- und Hauptschulteil, eine Außenstelle der Allgemeinen Förderschule Hagenow und ein Gymnasium. Am Rande des Altstadtkerns, in fast zentraler Lage und trotzdem recht idyllisch gelegen, hat die Caritas ein Altenpflegeheim errichtet. Die Kleinstadt Wittenburg ist auf dem besten Wege, sich zu einem modernen Gemeinwesen zu entwickeln.
Heinrichstein Der Heinrichstein ist eines der ältesten Naturdenkmäler in Mecklenburg-Vorpommern stammt aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Wittenburg".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world