| Wappen | Karte |
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| Wappen Wismar.PNG. | Lage_der_kreisfreien_Stadt_Wismar_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern |
| Gemeindeart: | Kreisfreie Stadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 2 m ü. NN |
| Fläche: | 41,71 km² |
| Einwohner: | 45.502 (30. September 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.091 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 23952, -66, -68, -70 |
| Vorwahl: | 03841 |
| Kfz-Kennzeichen: | HWI |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 06 000 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Markt 1 23966 Wismar |
| Website: | www.wismar.de |
| Bürgermeisterin: | Dr. Rosemarie Wilcken (SPD) |
| Präsident der Bürgerschaft: | Dr. Gerd Zielenkiewitz (SPD) |
| Stadtteile in Wismar | |
| Wismar_Stadtteile.png | |
Die Hansestadt Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) im Norden Deutschlands liegt an der Südspitze der durch die Insel Poel geschützten Wismarbucht. Politischen Planungen zufolge wird die bisherige kreisfreie Stadt in einem künftigen „Landkreis Westmecklenburg“ mit der Kreisstadt Schwerin aufgehen.
Am 27. Juni 2002 wurde die Altstadt Wismar zusammen mit der von Stralsund in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.
Wismar gründete zusammen mit Stralsund die Deutsche Stiftung Welterbe.
Erstmals bezeugt ist der Name „Wismar“ 1147, als der dänische König Svend Grade in „Wizmar Havn“ – der Wismarer Bucht – gelandet war. 20 Jahre später begrenzte Heinrich der Löwe das Gebiet des Bistums Ratzeburg östlich „ad aquam Wissemara“. Aus dem Jahre 1211 existiert ein Dokument, das es den Schwerinern erlaubt, am Wismarer Hafen zwei Großschiffe festzumachen. Dieser Hafen ist jedoch vermutlich noch nicht identisch mit dem heutigen Hafen.
Von 1632 bis 1903 war Wismar schwedisch, wobei die Stadt im Westfälischen Frieden von 1648 zusammen mit der Insel Poel und dem Amt Neukloster auch rechtlich Schweden zugesprochen wurde. Ab 1653 war Wismar Sitz des Obertribunals, des höchsten schwedischen Gerichtshofs für die schwedischen Gebiete auf dem europäischen Festland, insbesondere bis 1815 Schwedisch-Pommern und bis 1712 das Herzogtum Verden. Ab 1803 von Schweden für 100 Jahre verpachtet, fielen diese Gebiete 1903 endgültig zurück an Mecklenburg-Schwerin. Im Schonischen Krieg wurde Wismar von dänischen Truppen am 13. Dezember 1675 angegriffen und vorübergehend eingenommen.
1848 wurde eine Eisenbahn nach Schwerin gebaut, 1883 nach Rostock und 1887 nach Karow.
Im Zweiten Weltkrieg litt Wismar unter schweren Bombenangriffen. Viele althistorische Gebäude, u.a. die Stadtkirchen, trugen schwere Schäden davon. Nach Besetzung durch britische Truppen zog am 1. Juli 1945 die Rote Armee ein.
Im Jahre 1989 erreichte die Bevölkerungszahl der Stadt Wismar mit über 58.000 ihren historischen Höchststand. Inzwischen ist die Einwohnerzahl jedoch wieder stark gesunken. Seit der Wende in der DDR hat die Stadt wegen der hohen Arbeitslosigkeit und dem Geburtenrückgang bis 2005 etwa 13.000 Einwohner verloren. Ende September 2005 lebten in Wismar nach Fortschreibung des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern 45.502 Menschen mit Hauptwohnsitz.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (1) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bevölkerung", ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die "Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner | - | 1300 | 5.000 | - | 1632 | 3.000 | - | 1799 | 6.000 | - | 1818 | 6.700 | - | 27. November 1830 1 | 10.560 | - | 29. November 1840 1 | 11.427 | - | 30. November 1850 1 | 12.975 | - | 1. Dezember 1860 1 | 13.253 | - | 1. Dezember 1871 1 | 14.068 | - | 1. Dezember 1875 1 | 14.462 | - | 1. Dezember 1880 1 | 15.518 | - | 1. Dezember 1885 1 | 15.797 | - | 1. Dezember 1890 1 | 16.787 | - |
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| Jahr | Einwohner | - | 2. Dezember 1895 1 | 17.809 | - | 1. Dezember 1900 1 | 20.222 | - | 1. Dezember 1905 1 | 21.902 | - | 1. Dezember 1910 1 | 24.378 | - | 1. Dezember 1916 1 | 21.513 | - | 5. Dezember 1917 1 | 21.819 | - | 8. Oktober 1919 1 | 25.201 | - | 16. Juni 1925 1 | 26.016 | - | 16. Juni 1933 1 | 27.493 | - | 17. Mai 1939 1 | 36.054 | - | 1. Dezember 1945 1 | 37.832 | - | 29. Oktober 1946 1 | 42.018 | - | 31. August 1950 1 | 47.786 | - |
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| Jahr | Einwohner | - | 31. Dezember 1955 | 54.834 | - | 31. Dezember 1960 | 55.400 | - | 31. Dezember 1964 1 | 55.067 | - | 1. Januar 1971 1 | 56.287 | - | 31. Dezember 1975 | 56.811 | - | 31. Dezember 1981 1 | 57.718 | - | 31. Dezember 1985 | 57.465 | - | 31. Dezember 1988 | 58.058 | - | 31. Dezember 1990 | 55.509 | - | 31. Dezember 1995 | 50.368 | - | 31. Dezember 2000 | 47.031 | - | 30. September 2005 | 45.502 |
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Bei den letzten Kommunalwahlen am 13. Juni 2004 gewann die SPD mit 37,5% die relative Mehrheit der Stimmen und somit die meisten Sitze (14) in der Bürgerschaft. Die CDU vereinte 22,58% (9 Sitze) auf sich, die Linkspartei.PDS 17,49% (7), die Liberale Liste (FDP) 11,48% (4). Die Neuen GBJ (Grüne & Alternative Jugendliga) erreichten überraschend einen gemeinsamen Stimmanteil von 5,66% (3).
Blasonierung: Das Wappen zeigt in Silber über blauem Wellschildfuß, darin drei (2:1) silberne Fische, die oberen zugewendet, der untere nach links gekehrt, eine nach links schwimmende rote Kogge mit zwei silbernen Streifen längs der Deckslinie, goldbeschlagenem Ruder und goldenem Bugspriet; am Mast eine goldene Tatzenkreuzspitze, darunter eine nach links wehende, zweimal von Silber und Rot längsgestreifte Flagge, ein goldener Mastkorb und ein goldener Schild, dieser belegt mit einem herschauenden schwarzen Stierkopf mit silbernen Hörnern, goldener Krone, geöffnetem Maul, ausgeschlagener roter Zunge und abgerissenem Halsfell, das bogenförmig ausgeschnitten ist und sieben Spitzen zeigt; auf dem Bug der Kogge eine nach links gekehrte widersehende natürliche Möwe.
Bemerkenswert ist auch der Fürstenhof aus der Backsteinrenaissance, reich verziert mit Terrakotten aus der Werkstadt des Lübecker Künstlers Statius von Düren. Im Fürstenhof befinden sich heute sowohl das örtliche Amtsgericht als auch das Stadtarchiv der Hansestadt.
Sehenswert sind ferner der historische Alte Hafen mit dem Nachbau der Poeler Kogge und die nah gelegene Insel Poel mit der einzigen Meerwasserfestung Deutschlands (heute Ruine).
Als Weltkulturerbe steht die Hansestadt seit Mai 2003 zusammen mit der Altstadt der Hansestadt Stralsund unter dem besonderen Schutz der UNESCO.
Mtw_wismar.jpg Die Aker MTW Wismar ist mit ihren ca. 1.300 Mitarbeitern der mit Abstand größte Arbeitgeber von Wismar. MTW bedeutet heute Meerestechnikwerft Wismar. Aker unterhält hier das erste überdachte Dock Deutschlands, ein Bauwerk von 72 m Höhe und über 395 m Länge.
Des Weiteren besitzt Wismar eines der modernsten Holzverarbeitungszentren Europas (Klausner Nordic Timber-Werk und Egger Europawerk Wismar) mit über 1.000 Arbeitsplätzen.
In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof befindet sich der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB). Hier treffen sich Stadt- und Regionalbusse.
Stadtbusverkehre werden vom stadteigenen Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb Wismar (EVB) - Linien A bis G - sowie vom privaten Regionalbusunternehmen Bus-Betriebe Wismar GmbH (BBW) - Linie 242 - erbracht. Zur Anwendung kommt der Tarif für den Stadtverkehr Wismar.
An Werktagen (Montag bis Freitag) verkehren tagsüber folgende Stadtbuslinien:
Regionalbusverkehre werden von den Unternehmen Bus-Betriebe Wismar GmbH (BBW), Peter Schmidt & Co Personenbeförderungs GmbH sowie Grevesmühlener Busbetriebe GmbH (GBB) erbracht. Tariflich integriert sind diese in die Verkehrsgemeinschaft Westmecklenburg (VWM).
Der historische Alte Hafen ist wirtschaftlich nicht von Bedeutung; stattdessen stellt er eines der attraktivsten Orte Wismars dar. Er ist Heimathafen der Rekonstruktion der Poeler Kogge und Spielort der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.
Durch Schüler- und Lehrertransfers innerhalb der Schulwochen kann eine größere Bandbreite an Kursen in der Oberstufe geboten werden.
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