Das deutsche Wort Wirklichkeit wurde von Meister Eckhart als Übersetzung des lateinischen "actualitas" eingeführt. Es bezeichnet den Seinsmodus, der von Möglichkeit und Notwendigkeit abgegrenzt ist (siehe auch Kontingenz). Dem Begriffspaar Wirklichkeit/Möglichkeit (Akt/Potenz) steht das anders akzentuierte Begriffspaar Realität/Idealität gegenüber (siehe auch Realismus und Idealismus).
Der Begriff „Wirklichkeit“ erklärt im Unterschied zum Begriff Realität reale Dinge als Dinge, die eine Wirkung haben oder ausüben können. Insofern sind auch subjektive innere, z.B. emotionale Zustände der Wirklichkeit zugehörig, da auch sie Wirkung zeigen (Stichwort Psychosomatik). Dies kommt etwa in der Definition des Gestaltpsychologen Kurt Lewin zum Ausdruck: "Wirklich ist, was wirkt." Diese erweiterte Verwendung des Begriffs findet man vor allem in der Psychologie und in der Kommunikationsforschung, während sie in den Naturwissenschaften oft noch abgelehnt wird, weil sie zu Missverständnissen führen könnte.
Manche Lehrer und/oder Autoren sprechen auch von der relativen Wirklichkeit als der (Erfahrungs)Welt in der jemand lebt und denkt. Die absolute Wirklichkeit wird dann auch kurz nur als "Wirklichkeit" bezeichnet. Andere geläufige Umschreibungen sind auch die "reale", "letztendliche" oder "tatsächliche" Wirklichkeit.
Roth, Gerhard: Das Gehirn und seine Wirklichkeit (Wissenschaft)
Varela/Thompson/Rosch: Der mittlere Weg der Erkenntnis (Wissenschaft u. Buddhismus)
Watzlawick, Paul: Wie wirklich ist die Wirklichkeit (Kommunikationsforschung)
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"Wirklichkeit".
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