Der Wipperteich war im Mittelalter bis zur Trockenlegung 1841 ein etwa 200 ha großes, angestautes Gewässer auf dem Vorsfelder Werder. Er diente der Fischzucht und dem Betrieb der nahen gelegenen Wippermühle. Heute ist er eine landwirtschaftlich als Wiesen- und Ackerfläche genutzte Ebene im östlichen Niedersachsen nahe der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Der frühere Teich liegt zwischen Wolfsburg-Velstove, Rühen-Brechtorf und Rühen-Eischott.
Eine Güteraufnahme der fürstlichen Kammer des Herzogtums Braunschweig berichtet 1710, dass das Wachstum der Fische nicht so gut sei wegen des sterilen Teichgrundes und aufgrund von Raubvögeln. Trotzdem habe der Teich beim Abfischen alle drei Jahre einen Ertrag von etwa 3.500 Fischen gebracht.
Der Magdeburger Schulrektor und Heimatchronist Samuel Walther beschrieb den Teich in seinen Magdeburgischen Merckwürdigkeiten Teil VII. von 1737 so:
... den großen Wipper-Teich, der mitten durch den Werder gehet und eine halbe Meilweges sich erstrecket. Dieser Teich wird durch einen Bach, der von Hoitlingen kommt, beströmet, hat in der Mitten eine ziemliche Insul und Grasefeld und ist voller Fische.
1841 wurde der Teich endgültig trocken gelegt und in Weideland sowie Acker umgewandelt. Heute deuten der schwarze Boden und der alte Damm noch auf den früheren Teich hin. Mitten durch ihn verläuft die Grenze zwischen der Stadt Wolfsburg und der Gemeinde Rühen.
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